Die Sommerferien in Baden-Württemberg und Bayer haben bereits begonnen. Für viele Familien fällt der Urlaub - Corona bedingt- anders aus als erwartet. Reisen wurden storniert, aus Angst vor dem Virus. Beliebt sind in diesem Jahr Ferien im eigenen Land. Ganz besonders beliebt ist der Urlaub mit dem Caravan oder Wohnmobil weil er als besonders sicher gilt. Man lebt autark, reist individuell an und kann genügend Abstand auf den Plätzen einhalten. Doch wer noch nie mit einem Gespann oder Wohnmobil unterwegs war, sollte einige Dinge beachten, damit nicht schon der Reisebeginn in einem Desaster endet.

Diese Fehler sollten Wohnmobil und Caravan-Einsteiger beachten

Richtige Beladen

  • Schweres Gepäck möglichst unten verstauen
  • Rutschsicher einräumen
  • Obere Schränke nur leichte Gegenstände
  • Schweres Geschirr und Vorräte in die unteren Schränke

Fahrpraxis aneignen

  • Wohnmobil und Caravan fahren sich anders als ein Auto
  • Mit den Ausmaßen der Fahrzeuge vertraut machen
  • Einparken und rangieren üben
  • Die Maße des Fahrzeugs kennen. Die Fahrzeughöhe ist ausgesprochen wichtig. Sehr oft werden Höhenbegrenzungen erst direkt am Hindernis ausgeschildert. Auch die Gesamtlänge ist wichtig, denn an manchen Mautstellen und am Fährhafen wird nach der Länge des Fahrzeugs abgerechnet. Und die Breite des Wohnmobils ist unter anderem an Autobahn-Baustellen entscheidend.

    Der ADAC rät auf einem nahegelegenen Großparkplatz in Ruhe Kurven, Slalom, Ausscheren, Bremsen zu üben. Das Ganze am besten auch mit einem voll gepacktem Wohnmobil ausprobieren.

Vor der Abfahrt das Fahrzeug überprüfen

  • Sind Kabel, Möbel und Markisen abgebaut?
  • Ist alles Gepäck in den Stauräumen untergebracht. sind Schränke und die Fenster geschlossen?
  • Sind Tische leergeräumt?
  • Wie weit muss beim Abbiegen ausgeholt werden, um etwa rechtwinklige Kurven zu meistern?
  • Wie weit schwenkt das Heck aus?
  • Wie weit stehen die Außenspiegel vom Fahrzeug ab?
  • Welchen Winkel decken diese auf der Fahrbahn ab?

Regelmäßige Pausen

  • Wohnmobile und Gespanne sind in der Regel langsamer als ein normales Auto. deshalb die Tagesetappen nicht zu großzügig planen.
  • Rechtzeitig Pausen einplanen, gerade wenn man Kindern in den Urlaub fährt.

Frühzeitig nach einem Campingplatz suchen

Wer in der Hauptsaison aufbricht, sollte einen Stellplatz schon im Vorfeld buchen. Gerade in beliebten Camping-Ländern wie Frankreich, Italien und Kroatien kann es sonst schwierig werden, einen freien Platz zu finden. Das gleiche gilt auch für Fährfahrten.

Rechtzeitig ans Tanken denken

Den Tank nicht bis zum letzten Tropfen fahren. Man weiß im Urlaubsland nie wann die nächste Tankstelle kommt. Sinnvoll ist auch einen voller Kanister an Bord zu haben.

Mieten oder kaufen?

Wohnmobile erleben in diesem Jahr einen regelrechten Boom. Die Corona-Pandemie hat positive Auswirkungen auf die Wohn- und Reisemobilbranche. Laut Kraftfahrt-Bundesamt haben die Neuzulassungen bei Wohnmobilen im Juni im Vergleich zum Vorjahresmonat um rund 65 Prozent zugelegt.
Vor Antritt der Reise sollte man sich die grundlegende Frage stellen, ob der Kauf eines Reisemobils sinnvoll ist – oder ob erstmal mit einer Anmietung einen ersten Einblick in die Welt des Campings verschaffen und eins mieten möchte.

Was kostet ein neues Wohnmobil?

Bei vielen Herstellern gibt es Einstiegsmodelle, die sehr kompakt und mit einer geringen Motorisierung versehen sind. Diese Basisfahrzeuge sind bei den Händlern schon ab 30.000 Euro erhältlich. Der Preis für Wohnmobile ist jedoch nach oben hin offen, da immer größere und luxuriösere Ausführungen geschaffen werden. Zunächst muss entschieden werden, welche Variante in Betracht gezogen wird. gibt es Alkoven, teilintegrierte und vollintegrierte Modelle, die alle ihre Vor- und Nachteile haben und zudem in den Kosten variieren. Weitere Kosten für installierte Geräte, Heizung oder die Ausstattung der Nasszelle können noch weitere Kosten mit sich bringen. Dann wird ganz schnell aus dem 30.000 Euro Basisfahrzeug ein Wohnmobil für 40.000 oder 50.000 Euro.

Wohnmobile mieten

Wer sich noch nicht sicher ist ob ein Campingurlaub überhaupt das Richtige für ihn ist, hat die Möglichkeit sich ein Wohnmobil oder Caravan zu mieten. Doch Vorsicht, gerade in der Hochsaison, wird es nicht ganz billig. Für zwei Wochen kommen, für eine vierköpfige Familie, schnell mal über 2000 Euro zusammen.