Die Corona-Pandemie hat auch Südtirol fest im Griff. Seit einigen Tagen steigen die Infektionszahlen in der autonomen Provinz Norditaliens wieder an. Die Hauptgründe: Infizierte Touristen, die während der Urlaubszeit dort waren und Südtiroler Reiserückkehrer, die das Virus in die Heimat eingeschleppt haben.

Südtirol: Die aktuellen Corona-Zahlen

Auch am Freitag, 4. September, vermeldet der Südtiroler Sanitätsbetrieb wieder Neuinfektionen: Insgesamt sind es elf. Hier die aktuellen Corona-Zahlen für Südtirol im Überblick:
  • Infizierte seit Pandemie-Beginn: 2973 (+ 11 zum Vortag)
  • So viele Menschen gelten als geheilt: 2.472 (+8)
  • An oder mit Covid-19 Verstorbene: 292
  • Personen in häuslicher Quarantäne: 1430
  • So viele Abstriche wurden seit Pandemie-Beginn untersucht: 141.647

Corona-Lage in Südtirol hat sich erwartungsgemäß entwickelt

Vergangene Woche hat sich die Südtiroler Landesregierung in einer Sitzung mit den steigenden Corona-Zahlen befasst. Das Fazit: Die Situation hat sich bislang erwartungsgemäß entwickelt. Dem Newsportal „stol.it“ zufolge fasste Landeshauptmann Arno Kompatscher die Entwicklung so zusammen: Wenn die Lage weiter so bleibe, seien keine weiteren Maßnahmen nötig, denn die Infektionsherde und -ketten seien bisher nachverfolgbar.

Diese Corona-Regeln gelten in Südtirol

Im Zuge der Corona-Krise hat die Landesregierung umfangreiche Sicherheitsauflagen eingeführt. Unter anderem gelten folgende Regeln:
  • Dort, wo der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann, gilt die Maskenpflicht.
  • Restaurants und andere gastronomische Betriebe dürfen nicht mehr Gäste empfangen, als es Sitzplätze gibt, und die Tische müssen so aufgestellt sein, dass die Abstandsregeln eingehalten werden können.
  • Auch im ÖPNV und in den Seilbahnen werden Kapazitäten begrenzt, Mindestabstände und regelmäßige Desinfektion müssen gewährleistet sein.
  • Frei- und Hallenbäder sowie Saunen und Dampfbäder dürfen Gäste empfangen.
  • Bei vielen Freizeit-Aktivitäten empfiehlt sich im Vorfeld eine Online-Buchung.

Nach Unwetter: Straßen müssen für eine Million Euro saniert werden

Hochwasser, Überschwemmungen, Erdrutsche: Das Unwetter vom vergangenen Wochenende hat in Südtirol seine Spuren hinterlassen. Wie „Stol.it“ berichtet, greift die Landesregierung nun einen Reservefonds zurück, um marode Straßen reparieren zu lassen. Insgesamt eine Million Euro wurde bereit gestellt. Der größte Teil, 550.000 Euro, geht nach Welsberg-Taisten. Dort wurde der Straßenbelag durch die Unwetter so stark aufgeweicht, dass auf der Pustertaler Staatsstraße (SS49) ein Teil der Straßenböschung in die Rienz abgerutscht ist. Auf einer Länge von rund 50 Metern wurde das Straßenbankett und ein Teil der talseitigen Fahrbahn mitgerissen, berichtet „Stol.it“.

Jahrmärkte abgesagt: Wanderhändler protestieren

Mehrere Südtiroler Gemeinden haben ihre beliebten September-Jahrmärkte corona-bedingt abgesagt. Die betroffenen Wanderhändler haben sich daraufhin in einem Offenen Brief an Andreas Schatzer, Präsident des Südtiroler Gemeindeverbands, gewendet und darin ihren Unmut geäußert. Ob dieses Schreiben etwas an den Entscheidungen ändern wird, ist fraglich.

Brandstifter in Südtirol: Unbekannter schlägt wieder im Vinschgau zu

Unterdessen ist schlägt ein unbekannter Brandstifter im Feriengebiet Vinschgau seit einigen Monaten immer wieder zu. Das berichten verschiedene lokale Medien übereinstimmend. Ihm wird unter anderem ein Großbrand auf dem Gelände eines Countryfests in Prad zugeschrieben. Der Vorfall ereignete sich im Juli.
Nun soll der Unbekannte erneut Feuer gelegt haben. Wieder im Vinschgau. Wieder in Prad. Wie das Tagblatt Dolomiten berichtet, steht auch in diesem Fall Brandstiftung als Ursache des Feuers im Raum. Darauf deutet die ungewöhnlich rasche Ausbreitung des Feuers hin. Wie „Stol.it“ berichtet, waren in der Nacht auf Mittwoch sieben Feuerwehren im Einsatz, um den Brand auf einem Anwesen am Ortsrand zu löschen. Schuppen, Stadel und Stall brannten lichterloh. Die dort untergebrachten Tiere konnten dem Bericht zufolge gerettet werden. Das Feuer konnte rasch unter Kontrolle gebracht werden, die Löscharbeiten zogen sich allerdings bis in die frühen Morgenstunden hin. Die Polizei ermittelt und sucht den unbekannten Feuerteufel.