Die Entwicklung der Corona-Pandemie ändert sich täglich. Zahlen steigen, Zahlen fallen - in Deutschland, Europa und der Welt. Das RKI bietet jeden Tag die aktuellen Fallzahlen der Neuinfektionen in Deutschland und zeichnet eine Entwicklung der Zahlen für Infizierte, Tote und Genesene. So ist er Stand der Corona-Pandemie in Deutschland und der Welt heute.

RKI-Zahlen für Deutschland: So hoch liegen die Corona-Neuinfektionen aktuell

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben innerhalb eines Tages 1484 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Am Donnerstag waren es 1892 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gewesen.
  • Infizierte: Seit Beginn der Corona-Krise haben sich mindestens 256.850 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das Robert Koch-Institut (RKI) auf seiner Homepage bekannt gab (Datenstand 11.9., 0.00 Uhr). Die in der US-Stadt Baltimore ansässige Johns-Hopkins-Universität (JHU) meldete 258.149 Infizierte.
  • Tote: Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt bei 9342. Das ist einer mehr als noch am Vortag. Die JHU zählte 9345 Tote.
  • Genesene: Bis Donnerstagmorgen hatten etwa 230.600 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

    Anmerkung: Das RKI weist nur die elektronisch übermittelten Zahlen aus den Bundesländern aus und aktualisiert diese einmal am Tag.

RKI-Zahlen zu Corona: Aktueller R-Wert für Deutschland

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Mitteilung vom Donnerstag bei 0,9 (Vortag: 0,88). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel weniger als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.
Zudem gibt das RKI in seinem aktuellen Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert bei 1,04 (Vortag: 0,95). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor acht bis 16 Tagen.

RKI-Dashboard: Aktuelle Zahlen zu Bundesländern und Landkreisen

Wer sich jenseits der Deutschland-Zahlen für die Entwicklung der Corona-Pandemie in seinem Bundesland - etwa Bayern oder Baden-Württemberg - oder seinem Landkreis - beispielsweise ist der Stadtkreis Ulm in dieser Woche wieder an Vorwarnstufe - informieren möchte, kann das im Dashboard des RKI tun.
In seinem Dashboard veröffentlicht das RKI jeden Tag Zahlen zu Bundesländern und Landkreisen.
In seinem Dashboard veröffentlicht das RKI jeden Tag Zahlen zu Bundesländern und Landkreisen.
© Foto: Screenshot; Quelle: RKI
Das RKI hatte vor einigen Tagen vermeldet, dass es bezüglich des Infektionsgeschehens deutliche regionale Unterschiede gibt, die sich unter anderem in einem West-Ost-Gefälle ausdrückten.
„Der seit Mitte Juli beobachtete Zuwachs in den übermittelten Fallzahlen hat sich in der letzten Woche stabilisiert“, hieß es im Situationsbericht des RKI am vergangenen Wochenende. Einen Hinweis auf die Entwicklung der Lage liefern auch die ans RKI gemeldeten Fälle binnen einer Woche. Diese Zahl lag am Sonntag bei 7352 (Datenstand 6.9., 0 Uhr) und damit leicht über der vom Vortag (7196). Vor einer Woche (30.8.) lag der Wert noch bei 7905. Am Sonntag davor (23.8.) hatte er sogar bei 8528, vor einem Monat (9.8.) noch bei 5271 gelegen.

RKI: Die aktuellen Zahlen für Baden-Württemberg

Die Zahl der nachweislich mit dem Coronavirus infizierten Menschen in Baden-Württemberg ist auf mindestens 44.610 gestiegen. Das sind 222 Menschen mehr als am Vortag, wie aus Zahlen des Landesgesundheitsamtes vom Donnerstag (Stand: 16.00 Uhr) hervorgeht. Als genesen gelten 39.076 Menschen; das ist ein Plus von 248. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus lag weiterhin bei 1867. Der sogenannte Sieben-Tage-R-Wert wurde mit 1,02 angegeben. Der Wert gibt an, wie viele Menschen ein Infizierter im Durchschnitt ansteckt.
Aktuell kratzen nur wenige Landkreise und Städte in Baden-Württemberg an den Grenzwerten.
Aktuell kratzen nur wenige Landkreise und Städte in Baden-Württemberg an den Grenzwerten.
© Foto: Screenshot RKI Dashboard.

Nach Veröffentlichung der RKI-Zahlen: Kassenärzte plädieren für Corona-Lockerungen

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) plädiert für eine weitere Lockerung der Corona-Regeln in Deutschland. „Man kann den Panikmodus ausschalten“, sagte der KBV-Vorsitzende Andreas Gassen dem Wirtschaftsmagazin „Business Insider“ in einem am Freitag veröffentlichten Interview. Bei genauerem Blick auf das Infektionsgeschehen gebe es derzeit keine explosionsartigen Corona-Hotspots. Auch gebe es auf den Intensivstationen erhebliche freie Kapazitäten. Die Zahl der Intensivpatienten und Sterbefälle sei weiterhin auf niedrigem Niveau.
„Die Zahlen geben Anlass, Corona-Maßnahmen zu überdenken, ohne leichtsinnig zu werden", sagte Gassen. Konkret sprach er sich etwa für die Lockerung der Auflagen bei Veranstaltungen aus: "Mir leuchtet nicht ein, warum in einem Stadion für bis zu 60.000 Menschen nicht Veranstaltungen mit 5000 bis 8000 Menschen Platz finden können.“ Dies sei Ende August in der Berliner Waldbühne bereits erfolgreich praktiziert worden. Entscheidend sei dabei lediglich, Nadelöhre mit engen Kontakten zu vermeiden, um das Ansteckungsrisiko zu minimieren.
Die Gefahr einer zweiten Welle könne man aktuell nicht seriös bewerten, erklärte Gassen. „Ich weiß nicht, ob es eine echte zweite Welle oder eher mehrere kleinere "Dauerwellen" geben wird.“

Corona in Deutschland: Laut RKI erstmals seit Juni wieder weniger Tests

Erstmals seit Juni hat zuletzt die Zahl vom Robert Koch-Institut (RKI) wöchentlich erfasster Corona-Tests wieder abgenommen. In der Woche vom 31. August bis 6. September wurden demnach gut eine Million Tests gezählt - etwa 50.000 weniger als in der Vorwoche. Es ist das erste Mal seit der Woche vom 22. bis 28. Juni, dass die Testzahl wieder abnimmt.
Laut RKI ist die Zahl der Corona-Tests in Deutschland erstmals seit Juni wieder gesunken. (Symbolbild)
Laut RKI ist die Zahl der Corona-Tests in Deutschland erstmals seit Juni wieder gesunken. (Symbolbild)
© Foto: DPA

Corona-Zahlen: Map der Johns-Hopkins-University zeigt Entwicklung weltweit

Die Corona-Krise ist eine globale Pandemie. Die aktuelle Entwicklung der Fallzahlen in der Welt, ist in der Map, einer Weltkarte der Corona-Infektionen, der Johns-Hopkins-University, einsehbar. DIe JHU hat ihren Sitz im US-Bundesstaat Maryland.

Probleme bei Corona-Warn-App

Nutzer der Corona-Warn-App des Bundes bekommen auf iPhone-Modellen mit der neusten Betriebssystem-Version iOS 13.7 unter Umständen ein höheres Risiko angezeigt, als sie tatsächlich hatten. Darauf haben die Entwickler der App am Freitag in einem Blogeintrag hingewiesen. „Unter der am 1. September von Apple veröffentlichten neuen iOS-Version kann es bei einer geringen Zahl von Nutzern zu irreführenden Risiko-Berechnungen kommen.“ Das Problem sei im Rahmen von regelmäßigen Tests der App durch die Entwickler entdeckt worden.
Die App soll helfen die Pandemie in den Griff zu bekommen. Bei IPhone-Usern gibt es jedoch Probleme.
Die App soll helfen die Pandemie in den Griff zu bekommen. Bei IPhone-Usern gibt es jedoch Probleme.
© Foto: dpa