Zu Beginn der Corona-Pandemie hatte Griechenland verhältnismäßig niedrige Fallzahlen. Doch mittlerweile breitet sich das Virus auch im südosteuropäischen Staat immer weiter aus.Vergangene Woche verzeichnete Griechenland eine Rekordanzahl neuer Corona-Fälle. 453 Menschen wurden positiv auf das Virus getestet, so viele wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Trotz aller Corona-Rekorde kommen unterdessen Zweifel am Sinn und Unsinn von Reisewarnungen für vermeintliche „Risikogebiete“ auf.
Reisewarnung Risikogebiete 1. Oktober Willkür bei deutschen Reisewarnungen?

Berlin

Aktuelle Corona-Zahlen Griechenland: So viele Neuinfektionen gibt es

Die Zahl der Neuinfektionen in Griechenland ist weiter hoch. So sehen die aktuellen Griechenland-Zahlen der Johns-Hopkins-Universität im Detail aus (Stand: 10.10., 13:23 Uhr):
  • Zahl der Infizierten: 21.772
  • Zahl der Neuinfektionen: 391
  • Zahl der Toten: 431
Wie das Dashboard der Johns Hopkins Universität zeigt waren die Zahlen in Griechenland zunächst niedrig.
Wie das Dashboard der Johns Hopkins Universität zeigt waren die Zahlen in Griechenland zunächst niedrig.
© Foto: Screenshot Dashboard JHU (Stand 10.10., 13:23 Uhr)

Premierminister Mitsotakis warnt vor erneutem Lockdown

Den örtlichen Gesundheitsbehörden bereitet vor allem die Anzahl der Patienten Sorgen, die auf Intensivstationen behandelt werden müssen. Am Donnerstagabend appellierte Premierminister Kyriakos Mitsotakis in einer Fernsehbotschaft erneut an die Öffentlichkeit, den Maßnahmen gegen eine Ausbreitung von Covid-19 Folge zu leisten. Es sei eine Entscheidung zwischen „Selbstschutz oder Lockdown“, warnte Mitsotakis eindringlich. Nur die konsequente Einhaltung der geltenden Bestimmungen könne neue Maßnahmen bis hin zum Lockdown verhindern. Das Tragen einer Mund-Nasen-Maske sei dabei das effektivste Mittel, quasi „der Impfstoff vor dem Impfstoff“. Griechenland müsse dem Virus einen Schritt voraus bleiben.

Risikogebiete Europa: Keine Reisewarnung für Griechenland und Italien

Für zwölf Länder in Europa wird weder vor Reisen gewarnt noch von ihnen abgeraten: Italien, Griechenland, Zypern, Malta, Polen, Schweden, Slowakei, Georgien, Liechtenstein, San Marino, Monaco und der Vatikan.
Flüchtlingslager abgebrannt Die EU bietet Soforthilfe für Moria an

Brüssel

Verschärfte Corona-Maßnahmen in Athen

Das Virus hat vor allem die Hauptstadt Athen hart getroffen. Aus diesem Grund gelten bis zum 30. September verschärfte Maßnahmen. So müssen etwa Bars und ähnliche Einrichtungen bis Ende September zwischen Mitternacht und sieben Uhr morgens geschlossen bleiben.

Corona in Griechenland: Kreuzfahrt-Gäste dürfen nicht mehr an Bord

Auf der Griechenland-Kreuzfahrt der „Mein Schiff 6“ konnten Passagiere zum ersten Mal wieder das Festland erkunden. Doch das folgt Corona-bedingt klaren Regeln. Die besagen unter anderem, dass sich Urlauber bei Landgängen nicht von der Gruppe entfernen dürfen. Darauf werden die Passagiere einem Bericht des Internetportals moin.de zufolge bei der Buchung von Ausflügen schriftlich hingewiesen. Wer sich nicht daran hält, muss mit Konsequenzen rechnen.
So erging es nun offenbar zwei Gästen, die mit der „Mein Schiff 6“ unterwegs waren. Beim Landgang in Piräus entfernten sie sich von der Gruppe - und durften anschließend nicht mehr an Bord. Das bestätigte eine TUI-Sprecherin dem Bericht zufolge. Die Gäste mussten demnach den Rückweg nach Deutschland antreten. Für die übrigen Reisenden soll kein Gesundheitsrisiko bestanden haben.

Griechenland: Keine generelle Maskenpflicht

Zu einer generellen Maskenpflicht in der Öffentlichkeit soll es aber auch nach dem starken Anstieg in Corona-Fällen nicht kommen, teilte Regierungssprecher Stelios Petsas mit. Priorität habe der Schulstart am kommenden Montag. Wenn diese Herausforderung erfolgreich gemeistert werde, könne man sich ein wenig entspannen, so Petsas. Schutzmasken würden von den Schulen zur Verfügung gestellt werden, fügte er hinzu, wie die Zeitung weiter schreibt.

Fast 200 Passagiere nach Urlaubsflug von Zakynthos in Quarantäne

Nach einem Flug von einer griechischen Insel nach Großbritannien sind alle etwa 200 Passagiere und Crew-Mitglieder in eine zweiwöchige Quarantäne geschickt worden.

Flugverbindungen von Griechenland mit der Türkei ausgesetzt

Flugverbindungen von Griechenland mit der Türkei sind weiterhin ausgesetzt, selbiges gilt für Flugverbindungen mit Serbien, Nordmazedonien und Albanien mit Ausnahme von Flügen von und nach Athen. Auch der Fährverkehr mit Albanien und der Türkei ist bis auf weiteres ausgesetzt.

Katastrophaler Fehler - Mund- und Nasenschutz viel zu groß

Zum Schulbeginn in Griechenland stellte die Regierung den Schülern Masken zur Verfügung. Doch viele der Masken waren so groß, dass die Schüler sie als „Fallschirme“ bezeichneten. Die „Zorro“-Masken seien ein „katastrophaler Fehler“, räumte die Abgeordnete Dora Bakoyannis ein.
Wegen der Corona-Pandemie müssen Bars und Restaurants seit einigen Tagen auf Touristeninseln wie Mykonos und in Regionen wie Athen zwischen Mitternacht und 7.00 Uhr morgens (Ortszeit) schließen. Die Gegenden sind im Vergleich zum Rest des Landes stärker von der Corona-Pandemie betroffen.

Feiern und Partys in zwei neuen Regionen Griechenlands untersagt

Alle Bars und Tavernen müssen um 24.00 Uhr schließen. Und: Die Maskenpflicht gilt auch im Freien, wie der griechische Zivilschutz mitteilte.
Zudem sind Versammlungen von mehr als 50 Personen im ganzen Land verboten.

Diese Inseln und Städte in Griechenland treffen die neuen Corona-Beschränkungen

Griechenland weist - gemessen an seiner Bevölkerung von gut 10,5 Millionen Einwohnern - eine geringe Zahl von Infektionen mit dem Coronavirus auf. In den vergangenen Tagen war die Zahl von Infizierten jedoch schlagartig gestiegen. Behörden hatten beobachtet, dass Urlauber ohne den nötigen Abstand und ohne Mundschutz dicht beieinander bis spät in die Nacht in Bars und Discos feierten. Deshalb müssen vielerorts schon seit vergangener Woche alle
  • Tavernen
  • Bars
  • und Discos
täglich spätestens um 24.00 Uhr bis 7 Uhr morgens schließen. Die Regelung gilt in zahlreichen Regionen des Landes, darunter auf den Inseln
  • Paros
  • Antiparos
  • Korfu
  • Kreta
  • Kos
  • Santorin
  • Mykonos
  • Rhodos
  • Zakynthos
Von der Sperrstunde um Mitternacht betroffen sind laut einer Sprecherin der Regierung zudem folgende Städte und Regionen in Griechenland
  • Athen
  • Piräus
  • Katerini
  • Larissa
  • Thessaloniki
  • Volos
  • sowie die Halbinsel Chalkidiki.
Als Grund gilt, dass viele Urlauber - größtenteils junge Menschen - nach ihrer Rückkehr aus dem Urlaub Verwandte und Freunde in den Ballungszentren angesteckt haben.

Ulm/Palma de Mallorca

Urlaub in Griechenland trotz Corona: Das sind die Reisebestimmungen für Urlauber

Alle auf dem Landweg einreisenden Menschen müssen seit 17.8.2020 einen negativen Coronatest vorlegen, egal aus welchem Land sie stammen. Der Test darf nicht älter als 72 Stunden sein. Das Auswärtige Amt in Berlin hat seine Reisehinweise für Griechenland am Montag entsprechend aktualisiert. Weitere Regeln:
Die Einreise aus den meisten EU-Staaten ist erlaubt. Reisende müssen sich aber mindestens 24 Stunden vor der Ankunft elektronisch anmelden und angeben, wo sie vorher waren und wo sie sich in Griechenland aufhalten werden.  Grundsätzlich wird aber eine Registrierung so früh wie möglich empfohlen. Eine Registrierung für die gesamte Familie ist möglich, allerdings wird dringend empfohlen eine eigene Registrierung für jede Person durchzuführen. Der QR-Code, der bei der Registrierung ausgestellt wird, wird bei der Einreise kontrolliert. Einige Flug- und Fährgesellschaft überprüfen den QR-Code beim Check-In/ Boarding. Ein Verstoß gegen diese Verpflichtung wird mit einer Geldstrafe von 500 Euro geahndet, auch eine Zurückweisung an der Grenze ist möglich.
  • Es gilt eine Maskenpflicht für alle geschlossenen Einrichtungen.
  • An den Stränden müssen die Sonnenschirme mit mindestens vier Meter Abstand voneinander stehen.
  • Masken müssen auf Fähren immer getragen werden - auch auf den offenen Decks.
  • Bei Steigerungen der Fallzahlen muss mit örtlichen „Lockdowns“ (und weiteren Einschränkungen) gerechnet werden.

Kostenlose Schutzimpfungen gegen Corona in Griechenland

Sobald ein sicherer Impfstoff gefunden wird und zur Verfügung steht, wird eine Impfung in Griechenland kostenlos sein. Das sagte Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis kürzlich bei einer Kabinettssitzung. Er zeigte sich zuversichtlich, dass Schutzimpfungen bis Dezember in der Praxis möglich sein könnten.
Griechenlands Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis will kostenlose Impfungen, sobald ein Impfstoff gefunden wird.
Griechenlands Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis will kostenlose Impfungen, sobald ein Impfstoff gefunden wird.
© Foto: afp

Corona-Leugnungen sind in Griechenland strafbar

Die Leugnung der Corona-Pandemie, die Verbreitung diesbezüglicher Verschwörungstheorien und der Aufruf zum Brechen der Pandemieregeln stehen in Griechenland unter Strafe. Auf Geheiß des Bürgerschutzministers Michalis Chrysochoidis verfolgt die Staatsanwaltschaft seit Anfang August die Verbreitung von Verschwörungstheorien im Zusammenhang mit der Corona-Krise besonders intensiv. Blogs, Internetmagazine und soziale Netzwerke werden von der Cyber-Crime-Einheit der griechischen Polizei überwacht. Am 21. August meldete diese Einheit, dass bereits 21 Fälle von Corona-Leugnung über soziale Netzwerke staatsanwaltschaftlich verfolgt würden, berichtet das Portal „Heise Online“.

Corona auf Kreuzfahrtschiff: „Mein Schiff 6“ mit Corona-Fällen an Bord in Piräus erwartet

Das Kreuzfahrtschiff „Mein Schiff 6“ wird am frühen Dienstagmorgen mit mehreren Corona-Infizierten an Bord in der griechischen Hafenstadt Piräus erwartet. Am Montag war bekannt geworden, dass zwölf Crewmitglieder an Bord positiv auf das Corona-Virus getestet worden waren. Sie seien auf dem Schiff isoliert worden, teilte die Reederei Tui Cruises mit. Offen ist, was in Piräus mit den 922 Passagiere und 666 Crew-Mitglieder geschieht, etwa, ob sie an Bord in Quarantäne bleiben müssen.
Schüler demonstrierten in der Hauptstadt Athen.
Schüler demonstrierten in der Hauptstadt Athen.
© Foto: Aristidis Vafeiadakis/DPA