Nach dem ersten Corona-Gipfel am 16.11.2020 mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Regierungschefs der Länder, in der es um eine mögliche Verlängerung und Verschärfung des Teil-Lockdowns in Deutschland sowie um Regeln zu
  • privaten Kontakten,
  • Feiern,
  • Reisen sowie rund um die um die
  • Schule
ging, wurden konkrete Beschlüsse wegen Meinungsverschiedenheiten und dem Widerstand einiger Ministerpräsidenten vertagt.

Nächster Corona-Gipfel am Mittwoch mit Beschlüssen zum Lockdown

Am Mittwoch, 25.11.2020, wollen Bund und Länder in einer zweiten Corona-Konferenz die mit Spannung erwarteten konkreten Beschlüsse endgültig verkünden, mit denen die weiter steigenden Corona-Zahlen in Deutschland eingedämmt werden sollen. Diese Regeln sollen eigentlich auch über den Jahreswechsel hinweg gelten - sprich: Es geht auch um die Frage, ob und wie Weihnachten gefeiert werden kann und ob es zum Beispiel ein Böllerverbot an Silvester geben wird.

Spekulationen zur Konferenz über die neuen Corona-Regeln

Im Vorfeld dieses zweiten Corona-Gipfels am kommenden Mittwoch wird viel spekuliert - vor allem in Bayern. Kurz nach den Bund-Länder-Beschlüssen will der bayerische Landtag über die künftigen Anti-Corona-Maßnahmen beraten und abstimmen - und im Vorfeld freilich mitbestimmen.

Söder hofft auf normale Weihnachten im Familienkreis

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sieht trotz der hohen Infektionszahlen eine Chance auf ein Weihnachtsfest mit der Familie. „Es soll das Ziel sein, doch im Kreis der Familie feiern zu können, aber da haben wir noch ein Stück Wegstrecke vor uns“, sagte er. Allerdings würden es andere Weihnachten sein, etwa ohne Weihnachtsmärkte oder große Urlaube.

Laschet informiert über Corona-Linie vor dem Gipfel

Auch in Nordrhein-Westfalen laufen offenbar Vorbereitungen auf den Gipfel, und die Diskussionen laufen. So will Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) den Landtag nur wenige Stunden vor dem Corona-Gipfel der Länderchefs mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwoch über die Linie Nordrhein-Westfalens informieren.

Bundesländer diskutieren Dauer des Lockdowns

Nach Informationen der „Berliner Morgenpost“ und des „Tagesspiegel“ gibt es Überlegungen der Bundesländer, den seit Anfang November und zunächst bis Ende des Monats begrenzten Teil-Lockdown bis mindestens kurz vor Weihnachten zu verlängern.

Positionspapier zu neuen Corona-Beschlüssen

Doch wie ist der Trend, was wird die Bürger um Weihnachten und Silvester infolge des Gipfels erwarten? Der „Merkur“ meldet online dass hinter den Kulissen schon früh über einzelne Maßnahmen gesprochen werde, und dass man ein Positionspapier aus der bayerischen Staatskanzlei vorliegen habe, das eine Grundlage für die Vorberatungen innerhalb der Länder sei. Es gehe nicht um konkrete Beschlüsse, sondern um die Positionen einiger Bundesländer, die darin zusammengefasst seien.

Weniger scharfe Kontaktbeschränkungen?

Der „Merkur“ nennt mehrere Punkte. Die Verschärfung der Kontaktbeschränkungen auf einen Kontakt pro Haushalt etwa würde demnach weniger streng gestaltet werden: „Die Bürger sind aufgerufen, die Personengruppe des anderen Hausstandes möglichst konstant zu halten“, zitiert das Blatt aus dem Papier. Es handele sich also nicht um ein Verbot beziehungsweise Gebot, sondern um einen Appell, heißt es.

Mögliche Termine für ein Ende oder die Verlängerung des Teil-Lockdowns

Der Teil-Lockdown soll demzufolge wie erwartet über den November hinaus verlängert werden. Dazu gebe es mehrere Varianten, heißt es in dem Bericht. Es gebe Vorschläge für eine Verlängerung, beziehungsweise Ende des Lockdowns
  • frühestens am 15. Dezember oder spätestens am 15. Januar, und es gehe um die Möglichkeit,
  • den Lockdown bis kurz vor Weihnachten zu verlängern (20. Dezember) oder bis kurz nach Silvester (2. Januar).

Bayern will Gastronomie und Kultureinrichtungen geschlossen lassen

Eine offizielle Bestätigung für die Inhalte des Positionspapiers gibt es nicht. Aber der „Merkur“ nennt dennoch weitere konkrete Punkte daraus. Bayern plane dem Bericht zufolge bei dem Treffen am Mittwoch, bei dem auch Ministerpräsident Markus Söder (CSU) ein gewichtiges Wort mitreden dürfte, angeblich mehrere Maßnahmen:
  • Mit der Verlängerung sollen die Gastronomie und Kultureinrichtungen weiter geschlossen bleiben.
  • Schulen und Kitas sollen bis zur 7. Klasse offen bleiben.
  • Schärfere Kontrollen an Grenzen
  • Überwachung der Quarantäne-anordnungen.
  • Der Einzelhandel soll offen bleiben, eventuell mit einer Flexibilisierung der Öffnungszeiten.
  • Es soll eine Empfehlung geben, dass Weihnachten nur im kleinen Familienkreis gefeiert wird.

RKI-Zahlen: Neuer Rekord bei Neuinfektionen am Freitag in Deutschland

Ein detaillierter Überblick über die wichtigsten Kennzahlen des Coronavirus in Deutschland am Freitag, 20.11.2020:
  • Neuinfektionen: Nach Angaben des RKI meldeten die Gesundheitsämter 23.648 Neuinfektionen. Das ist ein neuer Rekordwert in Deutschland. Zum Vergleich: Am Vortag lagen sie bei 22.609. Im Vergleich zum Donnerstag stieg die Zahl der neu gemeldeten Fälle am Freitag um gut 1000. Der bisherige Höchstwert war am vergangenen Freitag mit 23.542 Neuinfektionen vermeldet worden. Laut den Daten von „Zeit Online“ registrierten die Ämter sogar 23.894 neue Fälle. Das wären 218 mehr als vor einer Woche. Die Zahlen von „Zeit Online“ basieren auf den direkten Angaben aus den Landkreisen. Sie sollen, ist auf der Zeit-Homepage aufgeführt, weniger als die Statistiken des Robert Koch-Instituts von verzögerten Meldeketten betroffen sein und können deshalb abweichen.
  • Infizierte: Seit Pandemie-Beginn haben sich deutschlandweit laut RKI mindestens 879.564 Personen mit dem Coronavirus infiziert.
  • Todesfälle: Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Infektion liegt bei 16.630. Das sind 260 Tote mehr als am Vortag. Zeit Online berichtet sogar von 277 Toten binnen 24 Stunden. Das wären 68 mehr als am vergangenen Freitag.
  • Genesene: Die Zahl der Genesenen beläuft sich laut RKI auf etwa 579.100.