Hoffnung inmitten der Corona-Pandemie: Biontech und Pfizer haben am Montag mit einem RNA-Impfstoff Hoffnung auf einen bis zu „90-prozentigen Schutz“ im Kampf gegen das Coronavirus gemacht. Am Dienstag wurde bekannt, dass die EU sich Millionen Impfdosen gesichert hat. Wann der Impfstoff in Deutschland auf den Markt kommen soll, ist noch unklar. Eine Zulassung zunächst in den USA soll frühestens kommende Woche beantragt werden.
Forschungsministerin Anja Karliczek (CDU) hat Bedenken widersprochen, ein Impfstoff gegen das Coronavirus könnte vorschnell genehmigt werden. „Wir halten uns an unsere hohen Qualitätsstandards im Zulassungsverfahren“, versicherte sie am Dienstag. „Darauf sollen die Menschen sich verlassen können.“ Ein Corona-Impfstoff müsse die gleichen hohen Standards erfüllen wie andere Impfstoffe auch. „Deshalb wäre auch eine Zulassung in diesem Jahr ein ganz, ganz, ganz enormer Erfolg“, sagte die Ministerin.

Corona RKI-Zahlen Deutschland: Neue Fallzahlen am 11.11.2020

Wie werden sich die Zahlen in Deutschland weiter entwickeln? Und wie hoch sind die neuen Corona-Fallzahlen in Deutschland heute, am Mittwoch, 11.11.2020?
Die wichtigsten Zahlen des RKI - die Zahl der Neuinfektionen, der Inzidenzwert sowie die Zahl der Toten und Genesenen - hier ein Überblick:
  • Neuinfektionen: Die Gesundheitsämter meldeten nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 18.487 Neuinfektionen. Am Dienstag wurden mehr als 15.000 Neuinfektionen gemeldet.
  • Infizierte: Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach RKI-Angaben mindestens 705.687 Menschen in Deutschland mit dem Coronavirus infiziert.
  • Todesfälle: Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt bei 11.767. Das sind 261 vermeldete Tote mehr als am Vortag.
  • Genesene: Die Zahl der Genesenen beläuft sich laut dem RKI auf etwa 454.800.
  • Sieben-Tage-R-Wert: Zudem gibt das RKI in seinem aktuellen Lagebericht ein so genanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert bei 0,92 (Vortag: 0,98). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.
Bei der Entwicklung der Corona-Fallzahlen in Deutschland zeichnet sich dem Virologen Christian Drosten zufolge seit ungefähr einer Woche eine Verlangsamung ab. Die Geschwindigkeit des Zuwachses sei geringer geworden. „Das ist eine wirklich gute Nachricht.“ Die Entwicklung könne mehrere Ursachen haben. Drosten sprach etwa mögliche Verhaltensänderungen der Menschen angesichts der sich abzeichnenden Lage-Verschlechterung Mitte Oktober an, ebenso wie die Herbstferien. Es könne aber auch sein, dass man derzeit wegen der Überlastung der Labore und der Kontaktnachverfolgung nicht mehr merke, „was in der Bevölkerung los ist“.

Die RKI-Zahlen für Bundesländer und Kreise im RKI-Dashboard

Viele Menschen interessiert aber nicht nur die Entwicklung in der nationalen Betrachtung, sondern auch mit Blick auf ihre nähere Umgebung - also in ihren Bundesländern oder Landkreisen. Die Bundesländer wie Bayern oder Baden-Württemberg mussten die neuen Regeln umsetzen - umso spannender ist nun also der Blick in die jeweiligen Länder und Regionen. Einen Überblick bietet das RKI mit seinem Dashboard.
Im RKI Dashboard können die Corona-Fallzahlen für die jeweiligen Landkreise eingesehen werden.
Im RKI Dashboard können die Corona-Fallzahlen für die jeweiligen Landkreise eingesehen werden.
© Foto: Screenshot: RKI (Stand: 11.11.2020)

Bayern stockt Corona-Hilfen in vier Corona-Hotspots auf

In vier speziellen Corona-Hotspots stockt Bayern die Finanzhilfen des Bundes für vom Teil-Lockdown betroffene Unternehmen auf. Dafür werden bis zu 50 Millionen Euro bereitgestellt. Das hat das Kabinett am Dienstag beschlossen.
Das Geld soll an Firmen und Selbstständige fließen, die schon vor dem bundesweiten Teil-Lockdown von regionalen Ausgangsbeschränkungen und ähnlichen Maßnahmen betroffen waren. Konkret geht es um die Landkreise Berchtesgadener Land und Rottal-Inn sowie um die Städte Augsburg und Rosenheim. Dies sei ein wichtiges Zeichen, dass man die Regionen nicht mit ihren Problemen alleine lasse, sagte Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) nach der Kabinettssitzung in München.
Der Bund hat für den befristeten Teil-Lockdown im November Finanzhilfen von zehn Milliarden Euro für betroffene Unternehmen in ganz Deutschland angekündigt. Bayern stockt diese nun auf: im Berchtesgadener Land um knapp 39 Prozent, im Kreis Rottal-Inn um 16 Prozent und in Augsburg und Rosenheim jeweils um gut 3,5 Prozent. Voraussetzung ist, dass die Firmen schon erfolgreich November-Hilfen des Bundes beantragt haben.
Sämtliche Anträge sollen von der Industrie- und Handelskammer München und Oberbayern bearbeitet werden. Zudem hat das Kabinett am Dienstag beschlossen, Kredit- und Eigenkapitalhilfen insbesondere der LfA Förderbank Bayern bis Ende Juni 2021 zu verlängern.