Wie können wir Weihnachten feiern in Deutschland? Für viele Menschen in der Bundesrepublik ist das dieser Tage eine der bedeutendsten Fragen: Kann ich mit meiner Familie zusammen feiern? Und mit wie vielen Personen? Die beim letzten Corona-Gipfel beschlossenen Lockerungen rund um die Feiertage stehen aktuell zur Diskussion - in manchen Ländern wie Sachsen sind sie sogar schon gekippt.
In der Corona-Krise in Deutschland deutet immer mehr auf einen harten Lockdown hin - auch hinsichtlich des Reisens zu den Feiertagen wie Weihnachten und Silvester. Jetzt rät auch Gesundheitsministe Jens Spahn zu einer weiteren - derzeit noch freiwilligen - Maßnahme, die das Feiern an Weihnachten betrifft und das die Lockerungen zu den Festtagen erheblich einschränken würde: Der CDU-Bundesgesundheitsminister hat zum Verzicht auf innerdeutsche Reisen zu Weihnachten aufgerufen. Von einem Verbot ist noch nicht die Rede. Unterdessen fordern die CDU-regierten Bundesländer offenbar einen neuen Corona-Gipfel für Sonntag, 13. Dezember.

Spahn zu Reisen: Corona-Gefahr durch Weihnachten in der Familie

Spahn sagte dazu: „Den Ort der Familienfeier in das Bundesland mit den großzügigsten Regeln zu legen, fände ich nicht richtig. Denn auch innerhalb der Familien kann Covid-19 ganz schnell gefährlich werden", sagte Spahn der „Neuen Osnabrücker Zeitung“.

Spahn verzichtet selbst auf Feier mit Familie

„Ich werde Weihnachten zum ersten Mal, seitdem ich denken kann, nicht mit Eltern und Geschwistern gleichzeitig zusammenkommen“, fügte der Minister hinzu. „Das ist sehr schade. Aber es hilft, das Virus in Schach zu halten.“ Auch der Top-Virologe Christian Drosten von der Berliner Charité rät von Reisen zum Fest ab.

Noch vor Weihnachten: Masken für 27 Millionen ältere Menschen in Deutschland

Der Bund versorgt Menschen ab 60 und Angehörige anderer Risikogruppen noch vor dem Jahreswechsel mit ersten FFP2-Atemschutzmasken. Jeweils drei Stück werden an jeden Berechtigten kostenfrei in der Apotheke abgegeben, wie Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Mittwoch in Berlin sagte. Für das kommende Jahr sollen die Berechtigten dann zusätzlich zwei Coupons für je sechs Masken erhalten.
Die ersten drei Masken in diesem Jahr erhalten die Berechtigten durch Vorlage ihres Personalausweises in der Apotheke "oder nach nachvollziehbarer Darlegung des Anspruchs durch Eigenauskunft", wie es in Spahns Verordnungsentwurf heißt. Die Maßnahme soll am 15. Dezember in Kraft treten.
Dir fälschungssicheren Coupons sollen von den Krankenkassen ausgegeben werden, und zwar in zwei genau definierten Zeiträumen. "Damit wollen wir verhindern, dass auf Kosten der Schwächsten Geschäfte gemacht werden", sagte Spahn. Es bleibe oberstes Ziel, die Risikogruppen in der Pandemie zu schützen.
Erhalten sollen die Masken gut 27 Millionen Menschen, die zu den vom Gemeinsamen Bundesausschuss definierten Risikogruppen gehören - darunter Menschen etwa mit Herzinsuffizienz oder Diabetes vom Typ 2. Die Masken sollen sowohl gesetzlich als auch privat Versicherte bekommen, für die beiden Sechser-Packs im kommenden Jahr ist eine Eigenbeteiligung von jeweils zwei Euro vorgesehen.