In den ersten Bundesländern geht die Schule wieder los. Für Schüler in Hamburg und NRW wird der Schulstart mit der Einführung einer Maskenpflicht im Unterricht verbunden sein. Auch Bayern führt nach den Sommerferien eine Maskenpflicht an Schulen ein. Allerdings soll diese nur bis zum Platz im Klassenzimmer gelten. Doch ist es sinnvoll die Schulen trotz der weltweiten Corona-Pandemie wieder zu öffnen? Und kann eine Maskenpflicht eine Schulschließung im Falle eines Infektionsaufkommens ersetzen?
Das haben Mediziner der Leipziger Uniklinik versucht herauszufinden. Am Montag stellten sie die Ergebnisse der bundesweit bisher größten Studie vor.

Studie der Leipziger Universität: Richtige Entscheidung Schulen zu öffnen

Wie BILD.de berichtet, haben die Forscher gute Nachrichten: Die Schulen in Sachsen zu öffnen, sei die richtige Entscheidung.
Das Team der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin untersuchte dem Bericht nach die Infektionslage an Schulen sowie die Verbreitung von Antikörpern. Basis sind mehr als 2300 Blutproben und 2600 Rachenabstriche, genommen vom 27. Mai bis 24. Juni 2020 in 18 Schulen (zehn Grundschulen und neun Gymnasien, eine vereinte beide Schulformen) in fünf sächsischen Städten.

Bei Corona-Infektionen an Schulen: Maskenpflicht oder Schulschließung?

Der Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am Leipziger Universitätsklinikum fasst dem Bild-Bericht zufolge zusammen: „Es ist angesichts der aktuellen Datenlage richtig, die Schulen in Sachsen wieder zu öffnen und unter Kontrolle die Hygienemaßnahmen zu lockern, um sich wieder einem normalen Schulalltag anzunähern.“ Außerdem betont der Mediziner: „Masken sind genauso effektiv wie Schulschließungen!“
Eine Maskenpflicht sei aber derzeit in Sachsens Schulen nicht notwendig, weil es aktuell keine Corona-Fälle gibt. Dies müsse neu bewertet werden, wenn das allgemeine Infektionsgeschehen wieder zunimmt, also voraussichtlich im Herbst.

Ulm/Palma de Mallorca