• An der Corona-Verordnung BW wurden mehrere Änderungen vorgenommen
  • In Baden-Württemberg sind am 15.10.21 daher neue Corona-Regeln in Kraft getreten
  • Nach wie vor gilt im Land aber die Basisstufe
  • Doch was genau hat es mit dem Warnsystem in Baden-Württemberg auf sich?
  • Und welche Corona-Regeln treten in Kraft, wenn die Zahlen weiter steigen?
  • 2G-Modell, PCR-Test für Ungeimpfte und Testpflicht für Beschäftigte mit Kundenkontakt: Eine Übersicht zur aktuellen Corona-Verordnung gibt es hier

Neue Corona Verordnung in Baden-Württemberg seit 15. Oktober gültig

In Baden-Württemberg stimmte das Kabinett einer Änderung der Corona-Verordnung zu. Diese trat danach am 15.10.2021 in Kraft. Das wiederum brachte neue Regeln mit sich. Weiterhin gilt zwar das dreistufige Warnsystem, jedoch gibt es jetzt schon in der Basisstufe ein 2G-Optionsmodell.

Aktuelle Corona-Regeln BW – Änderungen in der Verordnung auf einen Blick

Das Land fährt in der Corona-Politik zweigleisig: Auf der einen Seite wird bei Großveranstaltungen gelockert. Auf der anderen muss bei den Unternehmen mit Außenkontakt mehr getestet werden. Die Änderungen auf einen Blick:
  • Einführung eines 2G-Optionsmodells zur Lockerung der Maskenpflicht für den Publikumsverkehr in der Basisstufe
  • Aufhebung der Personenobergrenze von 25.000 Teilnehmern bei Großveranstaltungen, sofern ausschließlich Geimpften und Genesenen Zutritt gewährt wird. Neben geimpften oder genesenen Personen sind auch Schüler, Schülerinnen und Personen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können, zugelassen.
  • Aufhebung der Untersagung des Betriebs von Dampfbädern, Dampfsaunen und Warmlufträumen; der Zutritt ist nur für Genesene und Geimpfte (2G) zulässig
  • Ausweitung der zweimal wöchentlichen Testpflicht für ungeimpfte und nicht-genesene Beschäftigte sowie Selbstständige mit Außenkontakt auch in der Basisstufe

Dreistufiges Warnsystem in BW: Aktuell gilt die Basisstufe

Am 16. September 2021 ist in Baden-Württemberg ein dreistufiges Warnsystem in Kraft getreten. Die Regeln werden strenger, das Land rutscht in die Warnstufe oder sogar Alarmstufe, wenn die Krankenhäuser überlastet sind. Aktuell gilt die Basisstufe.
  • Die Warnstufe gilt, wenn die 7-Tage-Hospitalisierungsinzidenz an fünf Werktagen in Folge bei 8,0 oder darüber liegt oder die Auslastung der Intensivbetten in Baden-Württemberg an zwei aufeinanderfolgenden Werktagen 250 erreicht oder überschreitet.
  • Die in der Corona-Verordnung des Landes verankerte Alarmstufe tritt in Kraft, sobald 390 Covid-19-Patienten an zwei aufeinanderfolgenden Werktagen auf Intensivstationen behandelt werden oder die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz an fünf Werktagen in Folge bei 12 liegt.

Wie viele Patienten sind in BW derzeit auf Intensivstationen?

Die Zahl der Corona-Patienten auf Intensivstationen in baden-württembergischen Kliniken ist leicht gestiegen. Am Dienstag (19.10., Stand 16 Uhr) waren es nach Angaben des Landesgesundheitsamts 203 Patienten - das sind 4 mehr als am Vortag. Die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz lag bei 3,04 (Montag: 2,79) - das ist die Zahl der Menschen, die pro 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche mit Corona-Symptomen in eine Klinik kommen.

2G-Regel in Baden-Württemberg in der Übersicht: Wann und wo gilt 2G?

Nach wie vor ist in Baden-Württemberg vorgesehen, dass erst in der Alarmstufe die 2G-Regel in Kraft tritt. Das bedeutet konkret, dass Ungeimpfte unter anderem keinen Zutritt mehr hätten zu
  • Kultur- und Sportveranstaltungen. Theater
  • Konzerte in geschlossenen Räumen
  • Kultureinrichtungen (Museen)
  • Messen
  • Kongresse
  • Gastronomie (Restaurants, Kantinen)
  • Freizeiteinrichtungen (Sportstätten)
Neu ist mit der Änderung der Verordnung am 15.10., dass im Land ein 2G-Optionsmodell eingeführt wurde. Es gilt nicht verpflichtend die 2G-Regel in der Basisstufe, jedoch haben Veranstalter, Händler und Dienstleister die Wahl, noch noch Geimpften und Genesenen Zutritt zu gestatten. Das muss deutlich gekennzeichnet werden. In der Basisstufe entfällt dann die Maskenpflicht. Gilt „2G“ bei Großveranstaltungen, so gibt es bei der Personenanzahl und Kapazität keine Beschränkungen. Volle Säle und Fußballstadien kann es so wieder geben. Bisher galt eine Obergrenze für Großveranstaltungen von maximal 25.000 Besuchern unter 3G-Bedingungen.

Corona Verordnung BW Schule: Diese Regeln zur Maskenpflicht gelten aktuell

Welche Regeln an den Schulen in Baden-Württemberg gelten, regelt eine separate Verordnung. Auch bei ihr gab es kürzlich Veränderungen. Seit dem 18. Oktober etwa fällt für Schülerinnen und Schüler in den Klassenräumen die Maskenpflicht weg. Nähere Infos zu den aktuellen Regeln in den Klassen liefert folgender Artikel:

Corona Regeln BW: Das gilt für die Quarantäne in Baden-Württemberg

Im September 2021 gab es in Baden-Württemberg Anpassungen bei den Regelungen für eine Quarantäne. Das Land folgte den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts. „Wir setzen in bestimmten Bereichen auf mehr Tests und weniger Quarantäne. Zusätzlich fokussieren wir unsere Anstrengungen, um weiterhin gefährdete Gruppen zu schützen und Infektionsketten in sensiblen Bereichen zu unterbrechen“, sagte der Amtschef des Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Integration, Dr. Uwe Lahl Mitte September in Stuttgart.
Die Dauer der Quarantäne von Personen eines Haushalts und engen Kontaktpersonen wird auf zehn Tage verkürzt. Enge Kontaktpersonen können sich schon ab dem fünften Tag durch einen negativen PCR-Tests freitesten – alternativ ab dem siebten Tag mittels eines negativen Antigen-Schnelltests. Die Quarantäne gilt mit Vorliegen des negativen Testergebnisses als beendet. Die Ergebnisse müssen den Behörden dabei nicht vorgelegt werden, jedoch bei möglichen Kontrollen innerhalb der zehn Tage vorgezeigt werden können.

Private Treffen in Baden-Württemberg ohne Einschränkungen?

Aktuell befindet sich Baden-Württemberg in der Basisstufe. Das bedeutet, dass private Treffen und private Veranstaltungen ohne bestimmte Maßnahmen und Beschränkung der Personenzahl stattfinden können.
Während der Warnstufe gilt für private Treffen und Veranstaltungen, dass sich ein Haushalt mit noch fünf weiteren Personen treffen darf. Allerdings: Auch dann werden Geimpfte und Genesene, Personen bis einschließlich 17 Jahre sowie Personen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können, nicht mitgezählt. Zudem gelten Paare, die nicht zusammen leben, weiterhin als ein Haushalt. In der Alarmstufe gilt dasselbe, jedoch wird dann die Personenzahl auf einen Haushalt plus eine weitere Person begrenzt.

Corona-Regeln für den Einzelhandel in BW laut Verordnung: Das gilt beim Einkaufen

In der Basisstufe ist derzeit Einkaufen ohne weitere Regelungen möglich. Auch in der Warnstufe ändert sich im Handel nichts. In der Alarmstufe gilt allerdings die 3G-Regel im Einzelhandel - also müssen Ungeimpfte einen Antigentest vorweisen. Ein PCR-Test ist nicht notwendig. Ausgenommen von den Einschränkungen sind Geschäfte der Grundversorgung wie Supermärkte, Märkte im Freien und Abhol- und Lieferangebote.

Corona-Regeln beim Friseur in BW: Das sieht die Verordnung vor

Die 3G-Regel gilt in Baden-Württemberg auch beim Friseurbesuch. Doch welche Möglichkeiten gibt es bei den Tests? Und welche Freiheiten haben Ungeimpfte? Folgender Artikel gibt eine Übersicht über die Bestimmungen, die derzeit beim Friseur gelten.

2G-Regeln in der Gastronomie in Baden-Württemberg?

In der aktuell geltenden Basisstufe muss man, um Zugang zu Restaurant, Bar und Co. zu haben in Innenräumen die 3G-Regel beachten. Wer nicht geimpft ist, muss einen negativen Schnelltest vorzeigen. In der Warnstufe würden die sogenannten 3G-plus-Regeln gelten. Es dürfen nur Geimpfte und Genesene in die Innengastronomie. Getestete dürfen nur mit PCR-Test hinein. In der Alarmstufe haben nur Geimpfte und Genesene (2G) Zutritt zu geschlossenen Räumen, im Freien auch Nicht-Geimpfte mittels eines PCR-Tests.
Gastwirte können seit kurzem nun aber auch das 2G-Modell wählen. Dann dürfen Personen, die nicht geimpft oder genesen sind, ein Lokal nicht betreten.

Entfällt die Maskenpflicht in der Gastronomie in Baden-Württemberg?

Die Maskenpflicht für geimpfte oder genesene Beschäftigte in der Gastronomie soll sehr bald wieder gelockert werden. Darauf haben sich Sozialminister Manne Lucha (Grüne) und der Landesdatenschutzbeauftragte Stefan Brink am Freitag in einem Gespräch geeinigt. Demnach können geimpfte oder genesene Mitarbeiter beispielsweise von Restaurants und Cafés auf eine Maske zum Schutz vor dem Coronavirus verzichten, sofern der Arbeitgeber einverstanden ist und dies der Arbeitsschutzverordnung entspricht.
Die aktuelle Corona-Verordnung, die noch eine Maskenpflicht vorschreibt, werde entsprechend angepasst, sagte Lucha der Deutschen Presse-Agentur. Er versprach eine „möglichst einfache und praktikable Anwendung für die Beschäftigten“. „Dann müssen geimpfte und genesene Beschäftigte bei 2G auf eigenen Wunsch auch keine Maske mehr tragen“, sagte Lucha. Die neuen Lockerungen sollen nicht nur für die Gastronomie gelten, sondern überall dort, wo bei Veranstaltungen oder in der Gastronomie ein sogenanntes Optionsmodell für geimpfte oder genesene Gäste gilt.

Corona-Verordnung BW: 3G-plus in Clubs und Discos

Die Diskotheken in Baden-Württemberg haben seit September wieder geöffnet. Es gilt neben den Pflichten zur Kontakterfassung, zum Tragen einer Maske und zur Einhaltung eines Hygienekonzepts, selbst in der Basisstufe die 3G-plus-Regel für Innenräume. Im Freien gelten dieselben Regeln wie für öffentliche Veranstaltungen. Sobald die Warnstufe oder die Alarmstufe in Kraft tritt, gelten die 2G-Regelungen.

Corona Verordnung BW: Testpflicht für ungeimpfte Beschäftigte mit Kundenkontakt

Baden-Württemberg verschärft mit der neuen Corona-Verordnung die Testpflicht für ungeimpfte Beschäftigte in Unternehmen mit Publikumsverkehr. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter etwa in der Gastronomie oder in Friseursalons müssen sich künftig zweimal pro Woche auf das Coronavirus testen lassen, wie das Sozialministerium am Mittwoch in Stuttgart mitteilte. Geimpfte und genesene Beschäftigte müssen sich nicht testen lassen. Bisher galt eine solche Testpflicht für ungeimpfte Beschäftigte mit Außenkontakt nur dann, wenn sich die Corona-Lage im Südwesten deutlich verschärft, also in der sogenannten Warn- und der Alarmstufe. Die neue Verordnung tritt an diesem Freitag in Kraft.
Das Land reagiert mit der Verschärfung auf einen Beschluss der Gesundheitsministerkonferenz vom Montag. Danach ist der Paragraf 28 im Infektionsschutzgesetz als Rechtsgrundlage für die Einführung einer solchen Testpflicht geeignet. Die Maßnahme ist Teil der neuen Corona-Verordnung in Baden-Württemberg, die in Kürze verkündet werden soll.

Kontaktnachverfolgung BW: Was gilt für Luca-App und Co.?

Eine weitere Änderung betrifft die Kontaktnachverfolgung mit Smartphone-Apps. Wer im Restaurant oder Freizeitpark seine Daten hinterlegt, kann das ab sofort nicht nur mit der sogenannten Luca-App tun, sondern darf auch auf die Corona-Warn-App oder vergleichbare Anwendungen zurückgreifen, wie die Landesregierung zur neuen Verordnung erklärte.

Fasching 2022 in Baden-Württemberg: Regierung beschließt Plan für Fasnet

In Baden-Württemberg soll der Fasching 2022 nicht wieder komplett ausfallen. Veranstaltungen und Umzüge sollen möglich sein. Unter welchen Bedingungen und wie die Regeln aussehen, erfahrt ihr in folgendem Artikel: