• Für alle Hexen und Narren gab es vergangenes Jahr im Winter und dieses Jahr zur eigentlichen Hochzeit der schwäbisch-alemannischen Fasnet eine Durststrecke
  • Dieses Jahr soll an Fasching trotz Corona alles anders werden
  • In der kommenden Saison können Faschingsnarren in Baden-Württemberg wieder die fünfte Jahreszeit feiern
  • Maske aufsetzen“ könnte dann wieder eine andere Bedeutung haben
  • Welche Pläne gibt es dafür in Baden-Württemberg?

Fasching in BW: Was gilt in diesem Jahr und 2022 trotz Corona?

Anders als in der vergangen Saison soll Corona der Fastnacht in diesem Jahr nicht erneut einen Strich durch die Rechnung machen. Fasching soll stattfinden. Um Veranstaltern und Verbänden frühzeitig Planungssicherheit für die kommende Fasnet und Karnevalssaison zu geben, hat sich das Gesundheitsministerium mit den Narrenverbänden und dem Städte- und Gemeindetag zu Rahmenbedingungen für das gesellige Feiern ausgetauscht, heißt es in einer Pressemitteilung des Sozialministeriums vom 15.10.21. Sowohl in Innenräumen als auch auf der Straße sollen Veranstaltungen mit Hygienekonzept möglich sein.

2G-Regel im Fasching in BW: Das sind die Pläne für Innenräume

Bei Veranstaltungen in Innenräumen setzen die Verbände auf die 2G-Regel für Gäste und für alle Beteiligten. Das teilte das Sozialministerium am Freitag, 15.10.21 mit. So können die Veranstalter nämlich auf die medizinische Maske und auf Abstandsregeln verzichten. Die Säle und Räume können damit voll ausgelastet werden. Das bedeutet konkret: Wer geimpft oder genesen ist, darf nach jetzigem Stand im Saal feiern.
„Wir alle brennen für Fasnet und Karneval - diese Tradition kann aber nur überleben, wenn die Menschen im Land sie auch ausleben dürfen“, betonte Rohland Wehrle, Präsident der Vereinigung Schwäbisch-Alemannischer Narrenzünfte. „Vor allem mit der festen Zusage der Saalveranstaltungen können wir jetzt in die konkrete Planung einsteigen.“

Welche Corona-Regel gilt für Veranstaltungen und Umzüge im Freien an Fasching in BW?

Bei Faschings-Veranstaltungen im Freien, wie etwa Umzüge auf der Straße, werden offenbar erst noch Konzepte entwickelt. Ein Hygienekonzept werde nötig sein, auch wenn sich alles an der frischen Luft abspielt. „Die Elemente 2G, 3G, Abstand und Maske werden dabei eine wichtige Rolle spielen“, heißt es in der Pressemitteilung des Sozialministeriums Baden-Württemberg.

Uwe Lahl zu Fasnet in BW 2021/2022: „Planungssicherheit ermöglichen“

Prof. Dr. Uwe Lahl, der Amtschef des Gesundheitsministeriums, sagte nach den Gesprächen: „Wir haben uns getroffen, weil wir den Verbänden und Veranstaltern bereits frühzeitig Planungssicherheit ermöglichen wollen. Die Infektionslage ist stabil, immer mehr Menschen sind geimpft oder genesen. Gerade den Geimpften und Genesenen wollen wir ihre Freiheiten zurückgeben, deshalb haben wir mit der neuen Corona-Verordnung in dieser Woche das 2G-Optionsmodell eingeführt. Das wollen wir auch auf Fastnachtsveranstaltungen im Inneren übertragen. Geimpfte und Genesene sollen unbeschwert feiern können. Ich bin sehr froh, dass dies auf große Zustimmung bei den Narren- und Karnevalsverbänden gestoßen ist. Auch für die Straßenfastnacht im Außenbereich wird die Arbeitsgruppe gute Lösungen finden.“

Fasching in Bayern: Söder zeigte sich optimistisch dank 3G

Ähnlich sieht es auch in Bayern aus: Trotz der andauernden Corona-Krise rechnete CSU-Chef Markus Söder bereits im September nicht mit Problemen für die kommende Faschingszeit. „Wir gehen davon aus, dass es stattfinden wird“, sagte der bayerische Ministerpräsident vor einem Monat. Auflagen wie die 3G-Regelgeimpft, getest oder genesen – seien auch dann sicher zu beachten, auch der allgemeine Impfstatus. Er sei aber „sehr optimistisch“, dass die Zahl der Geimpften steige. In diesem und vergangenem Jahr konnte der Fasching nicht in der sonst üblichen Form mit Prunksitzungen und Festumzügen stattfinden.