Unwetter in BW
: Dauerregen und Unwetterwarnung – aber der Sommer kommt zurück!

Nach Regen und Gewitter am Wochenende fällt auch diese Woche nass aus. Die Temperaturen sind eher herbstlich. Doch es besteht Aussicht auf Sonne und Wärme.
Von
Isabelle Jahn
Ulm
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Seit Tagen regnet es in vielen Teilen Baden-Württembergs. Doch bis zum Wochenende soll sich das Wetter deutlich bessern.

Thomas Warnack

Gewitter mit Starkregen und Stürmen, das Ganze bei herbstlichen Temperaturen: Das Wetter in Baden-Württemberg macht sich aktuell eher unbeliebt, von Sommer keine Spur. Am Wochenende hatten Unwetter und Riesen-Hagel schwerste Schäden in Schwaben und Südbayern verursacht. Auch diese Woche zeigt sich nass: Dauerregen – weshalb der Deutsche Wetterdienst (DWD) für viele Regionen eine Unwetterwarnung ausgesprochen hat.

Unwetterwarnung für Ulm und Neu-Ulm

Auch für Ulm, Alb-Donau-Kreis und Neu-Ulm gilt nach wie vor eine Unwetterwarnung, es soll weiterhin kräftig regnen: „Vom Bodensee bis an die Iller nach wie vor Dauerregen“, teilt der DWD am Dienstagmorgen mit. Nach gemessenen Niederschlagsmengen zwischen 30 und 70 Litern pro Quadratmeter werden bis Dienstagabend nochmals zwischen 10 und 20, im Allgäu örtlich sogar bis 30 Liter pro Quadratmeter erwartet. Auch Oberschwaben ist vom Starkregen besonders betroffen. Die Unwetterwarnung gilt zunächst bis Dienstagabend, gebietsweise kann der Dauerregen aber auch bis in die Nacht zum Mittwoch anhalten.

Überschwemmungen an Donau und Iller?

Dadurch ist die Gefahr von Hochwasser und Überschwemmungen deutlich erhöht, warnt der DWD. Die Lage auf Donau und Iller ist jedoch aus Sicht der Experten aktuell nicht besonders besorgniserregend: Die aktuellen Modelle gehen davon aus, dass an der Iller, und nach deren Mündung auch an der Donau, am Dienstag Meldestufe 2 erreicht werden könnte. Das bedeutet „mittleres Hochwasser“: Land- und forstwirtschaftliche Flächen könnten überflutet werden, zudem kann es zu leichten Verkehrsbehinderungen auf Hauptverkehrs- und Gemeindestraßen kommen.

Der Rest des Bundeslandes bleibt dem DWD zufolge weitgehend bewölkt. Teilweise gebe es auch hier einzelne Regenschauer.

Temperaturen sinken auf bis zu 6 Grad

Die Temperaturen am Tag unterscheiden sich je nach Gebiet stark: von 11 Grad Celsius im Bergland bis zu 22 Grad entlang des Rheins. Nachts wird es den Prognosen zufolge mit Tiefstwerten von 6 bis 8 Grad mancherorts noch deutlich kühler, auch durch frische Windböen. „Zu kühl für diese Jahreszeit“, sagte ein DWD-Sprecher. Ein großer Temperaturrückgang wie in den vergangenen Tagen stellt für wetterfühlige Menschen eine Belastung dar. Was das mit dem Körper macht und was Ärzte aus Ulm und Neu-Ulm raten, lesen Sie hier.

Seit Tagen Unwetter in der Region

Seit Tagen dominiert Unwetter die Wetterlage in der Region: In der Nacht zu Freitag hatte in der Region ein heftiges Gewitter mit Blitzeinschlägen getobt, bei dem ein Mensch ums Leben kam. Am Samstag mussten Großveranstaltungen wegen des Unwetters abgebrochen werden.

Wegen eines Baumbruchs blieb die Burg Hohenzollern am Wochenende gesperrt.

Roland Beck

Auch beliebte Ausflugsziele wie die Burg Hohenzollern blieben nicht verschont: Wegen heftiger Gewitter im Zollernalbkreis musste die Burg am Freitag und Samstag geschlossen werden. Grund hierfür war Baumbruch im Wald unterhalb der Burg gewesen. Besuchern wird auch weiterhin geraten, nicht zu Fuß durch den Wald zu gehen. Sie sollen in den nächsten Tagen lieber den Pendelbus vom Parkplatz zum Burg-Eingang nutzen.

Der Dauerregen in Bayerns Süden geht weiter

Der DWD warnt am Montag auch in der Südhälfte des Freistaats und in der Oberpfalz vor Dauerregen bis Dienstagabend. An den Alpen gebe es Unwetter durch Dauerregen, der extrem ergiebig sei, hieß es. Die Temperaturen sollen unter der 20-Grad-Marke bleiben.

Wegen des Dauerregens warnten die Wasserwirtschaftsämter vor Hochwassergefahr in einigen Kommunen: Betroffen sind demnach die Stadt Ingolstadt, die Landkreise Neuburg-Schrobenhausen, Pfaffenhofen a.d. Ilm und Mühldorf am Inn sowie Stadt und Landkreis Rosenheim.

Sommerliches Wochenende erwartet

Nachdem es in der Nacht zum Mittwoch aufklart, örtlich aber viel Nebel mit Sichtweiten unter 150 Metern entstehen kann, gibt es dann Grund zum Optimismus: Am Mittwoch soll es mancherorts schon deutlich weniger bis gar nicht mehr regnen soll. „Weitgehend niederschlagsfrei“ werde es dann voraussichtlich am Donnerstag besonders in den südlichen Regionen. Mit starker Bewölkung ist jedoch zu rechnen. In Richtung Wochenende sollen dann auch die Temperaturen wieder deutlich steigen, die Sonne zeigt sich häufiger: Mit bis zu 25 Grad und viel Sonnenschein ist ab Freitag zu rechnen, mit Aussicht auf ein sommerliches Wochenende.