OB-Wahl in Ulm: Endgültige Kandidatenliste steht! Das sind die Bewerber für das Amt

Aus drei mach fünf – Gunter Czisch, Lena Schwelling, Martin Ansbacher, Thomas Treutler und Daniel Langhans stehen zur OB-Wahl in Ulm am 3. Dezember.
Lars Schwerdtfeger, Matthias Kessler, Matthias Huckert; Collage: BefunkyDrei Kandidatinnen und Kandidaten sind schon länger bekannt: Neben Amtsinhaber Gunter Czisch hatten bereits Lena Schwelling und Martin Ansbacher sicher ihren Hut in den Ring geworfen und ihren Wahlkampf begonnen. Nun ist auch klar: Insgesamt fünf Kandidaten stehen am 3. Dezember zur Wahl des Oberbürgermeisters beziehungsweise der Oberbürgermeisterin in Ulm.
Am Dienstag (07.11.) entschied der Gemeindewahlausschuss über die finale Kandidatenliste. Darauf stehen demnach auch Thomas Treutler und Daniel Langhans.
OB-Wahl in Ulm: Das sind die Kandidaten
- Gunter Czisch
- Lena Schwelling
- Martin Ansbacher
- Thomas Treutler
- Daniel Langhans
Bei Treutler hat es nach langem Hin und Her und einer Aktion auf dem Münsterplatz (wir berichteten) für 150 Unterstützer-Unterschriften gereicht. Seine Themen: Digitalisierung, mehr Sicherheit und besseres Baustellenmanagement. „Jede Entscheidung soll im Sinne der Stadt getroffen werden, parteipolitische Ziele stehen hinten an“, sagte er der SÜDWEST PRESSE.
Langhans, der ein bekannter Redner der Querdenker-Szene war und immer noch bei den „Spaziergängen“ aktiv ist, hat die Unterschriften-Hürde ebenfalls genommen. Der 65-Jährige kommt aus Pfaffenhofen an der Roth und kandidierte zuletzt 2021 für den Bundestag. Damals erhielt er 443 Stimmen. Er arbeitet als Kommunikationsberater, sein Büro hat er in Ulm. Er wolle „die Demokratie in der Stadt stärken“ und werde sich nun darum bemühen, ein vorzeigbares Wahlprogramm zusammenzustellen.
Als Vorsitzender des Gemeindewahlausschusses verkündete Finanzbürgermeister Martin Bendel am Dienstag im Kleinen Sitzungssaal des Rathauses, dass es insgesamt zehn Bewerbungen gab. Eine Bewerberin habe ihre Einreichung allerdings wieder zurückgezogen, macht also neun Bewerbungen. Doch von diesen neun seien vier wegen fehlender Unterstützer-Unterschriften unzulässig.
Grünes Licht von den Stadträten
Die Stadträte Thomas Kienle (CDU), Reinhold Eichhorn (Freie Wähler), Ralf Milde (FDP), Banu Öner (Grüne) und Dorothee Kühne (SPD) überprüften die Entscheidung des Ausschusses – und gaben grünes Licht.
Abschließend galt es, die Reihenfolge der Namen auf dem Wahlzettel zu bestimmen. Diese richtet sich nach dem Zeitpunkt der eingegangenen Bewerbungen. Da die Bewerber Czisch und Schwelling ihre Unterlagen allerdings am selben Tag eingereicht haben, musste das Los entscheiden, welcher Name zuerst genannt wird. Als Behältnisse für die Zettelchen mit den beiden Namen dienten zwei Überraschungsei-Kapseln. Bendel durfte ziehen – mit dem Ergebnis, dass Schwellings Name der erste auf dem Wahlzettel ist. Weiter geht es mit Czisch, gefolgt von Ansbacher, Langhans und Treutler. „Wir hoffen auf eine hohe Wahlbeteiligung“, betonte Bendel.
Die Wahlbenachrichtigungen sollten bis Montag, 13. November, bei den wahlberechtigten Ulmern im Briefkasten eintreffen. Wer als Wahlberechtigter keine Unterlagen bekommt, soll sich bei den Bürgerdiensten melden, teilt die Stadt mit.
Mehr als 50 Prozent der Stimmen nötig
Die Abteilung „Statistik und Wahlen“ empfiehlt allen Wahlberechtigten, nochmals einen Blick auf das Wahlbenachrichtigungsschreiben zu werfen, um sich zu vergewissern, in welches Wahllokal man zur Stimmabgabe gehen muss. Als Antragsformular für die Briefwahl kann die Rückseite des Wahlbenachrichtigungsschreibens genutzt werden.
Gewählt ist, wer mehr als 50 Prozent der Stimmen erhält. Ist dies im ersten Wahlgang nicht der Fall, findet am 17. Dezember eine Stichwahl zwischen den beiden Kandidaten mit den meisten Stimmen statt.
Die Bewerbervorstellung der Stadt findet am Montag um 19 Uhr im Kornhaus statt. Im Forum der SÜDWEST PRESSE stellen sich die Kandidaten am 20. November den Fragen der Redakteure Matthias Stelzer und Chirin Kolb.
