Zum Schwörmontag gehört für die Ulmer und Neu-Ulmer das Nabada genauso dazu wie die Schwörfeier auf dem Weinhof. Doch wegen des Coronavirus musste die große Feier auf der Donau 2020 und 2021 ausfallen. Nach zwei Jahren findet das Nabada am Nachmittag des 18. Juli endlich wieder statt.

Was ist das Nabada in Ulm?

Nabada ist schwäbisch für Hinunterbaden. Auf der Seite schwoermontag.com wird das Event als „eine Art karnevalistischer Wasserumzug auf der Donau“ beschrieben. In der Regel kämen etwa 60.000 Zuschauer. Ein Teil von ihnen nimmt im eigenen Schlauchboot am Nabada teil. Dazu kommen offizielle Themenboote von Vereinen und anderen Gruppen. Diese „karikieren jedes Jahr aufs Neue aktuelle Politik oder kommunales Geschehen“, schreiben die Veranstalter auf ihrer Website. Dazu spielen Musikkapellen entlang der Donau. Am Ende der Veranstaltung können die Besucher das originellste Themenboot und die fleißigste Musikkapelle wählen.

Datum, Strecke, Zeitplan, Uhrzeit – alle wichtigen Infos für das Nabada im Überblick

  • Das Nabada 2022 findet am Schwörmontag, 18.07. statt.
  • Am Vormittag hält Oberbürgermeister Gunter Czisch die Schwörrede, ab 16 Uhr darf man dann die Donau hinunterbaden
  • Vorher sollen sich alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit ihren Booten am Neu-Ulmer Ufer unterhalb der Eisenbahnbrücke sammeln
  • Die Strecke ist nach Angaben der Veranstalter etwa sieben Kilometer lang
  • Im Anschluss an das Nabada wird in der Stadt weitergefeiert. Natürlich auch im Grünen: In den Biergärten in der Friedrichsau findet die traditionelle Hockete statt

Alle Regeln für das Nabada 2022

Unabhängig von der Corona-Lage gelten für das Nabada Regeln. Diese und alles Wichtige zum Zeitplan und den Örtlichkeiten findet ihr in diesem Artikel.

Wetter bei Nabada: Was passiert bei Gewitter und Hochwasser?

Bei Hochwasser oder Gewitter kann das Nabada nicht stattfinden. Vor Corona war das zuletzt bei einem Hochwasser 2008 passiert. In diesem Fall werden in etwa 70 Metern Höhe am Viereckkranz des Münsters rote Signalkörbe aufgehängt.

Geschichte des Nabada

Auf der Website der Stadt Ulm steht, dass die Tradition des Hinunterbadens auf der Donau schon begann, als Ulm noch Reichsstadt war. Damals hätten die Bürgerinnen und Bürger den Brauch des „Bäuerle-Herunterfahrens“ gepflegt, ein Klamauk und alter Kirchweihbrauch. Angeblich wurde das gewählte Bauernpaar auf Brettern, die man über zwei Zillen legte, die Donau hinabgefahren und durch Schaukeln in den Fluss gestoßen. Junge Leute badeten um diese Zeit gerne zu den Ausflugsgaststätten in der Friedrichsau hinunter.
1927 fand das erste offizielle Nabada statt. Damals durften nur die veranstaltenden Vereine teilnehmen. Seit Ende der 1960er Jahre steht das Nabada allen offen.

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