Ausflugstipps für BW
: Diese sieben Burgen muss man gesehen haben

Von Schlossromantik bis barocke Pracht: Bei einem Besuch dieser Festungen können Besucher in die Vergangenheit eintauchen. Die Burgen im Vergleich.
Von
Sophie Holzäpfel
Ulm
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Die Burg Hohenneuffen zwischen Wolkenschwaden. Kurz nach dem Start in der Nähe davon ist ein Gleitschrimflieger abgestürzt.⇥

Gleicht einem Filmsetting: Die Burg Hohenneuffen inmitten des Wolkenmeeres.

Achim Mende / Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg
  • Burg Hohentwiel: größte Ruine Deutschlands, 10. Jahrhundert, Blick auf Bodensee und Alpen.
  • Hochburg Emmendingen: größte Ruine Südbadens, 12. Jahrhundert, Fundstücke im Museum.
  • Festungsruine Hohenneuffen: Schwäbische Alb, 15. Jahrhundert, Blick bis Stuttgart.
  • Burg Rötteln: Dreiländereck, 11. Jahrhundert, mittelalterliche Bearbeitung, Aussicht bis Alpen.
  • Yburg: 1200 erbaut, ab 18. April 2025 wieder geöffnet.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Dramatische Szenen, Machtkämpfe, Eifersucht, Freundschaft, Verrat: Was hat sich einst hinter diesen Mauern abgespielt? Von märchenhafter Idylle und imposanter Architektur über gotische Spitzbögen bis hin zu prunkvollem Barock – Burgen und Schlösser führen zurück in eine Zeit voller Geheimnisse, Abenteuer und erbitterter Verteilungskämpfe. Die Festungen waren aber nicht nur prachtvolle Residenzen oder kunstvolle Bauwerke. Sie waren Machtzentren und dienten als Verteidigungsanlagen. In einer Zeit, in der Raubzüge, Kriege und politische Intrigen das Leben prägten, boten sie vor allem eines: Schutz. Neben den Geschichten, die sich hinter den Bauten verbergen, sind sie ideale Ausflugsziele für sonnige Frühlingstage. Dieser Artikel bietet eine Auswahl an Burgen und Schlössern im Ländle.

Festungsruine Hohentwiel

Mit neun Hektar Fläche ist die Festungsruine Hohentwiel eine der größten in ganz Deutschland. Sie war Residenz der Herzöge von Schwaben, einfache Ritterburg, württembergische Landesfestung und Staatsgefängnis. Von der Ruine aus kann man über den Bodensee, die Hügel des Hegaus bis hin zu den Gipfeln der Schweizer Alpen blicken. Entstanden ist die Burg im 10. Jahrhundert auf dem Berg Twiel – damit ist sie eine der ältesten Festungsruinen in Deutschland. Als Teil eines militärischen Sicherungssystems sollten dort ab dem 16. Jahrhundert der Kern des Herzogtums geschützt werden. Die Anlage zeigt typische Entwicklungsstufen des frühzeitlichen Festungsbaus: Die sternförmigen Bastionen und Schanzen sind noch heute sichtbar.

Alle Gebäudeteile, die Besucher heute noch sehen können, sind Überbleibsel aus dem 16. bis 18. Jahrhundert. Im 17. Jahrhundert wurde die untere Festung ausgebaut. Die gigantischen Zacken der sternförmigen Befestigungsanlage, die der Ingenieur Samuel von Herbort anlegte, sind noch immer an vielen Stellen zu sehen.

Ein Wochenend-Ausflug zur Burg Hohentwiel lässt sich bestens mit einem Spaziergang durch den angrenzenden Wald verbinden.

Ein Wochenend-Ausflug zur Burg Hohentwiel lässt sich bestens mit einem Spaziergang durch den angrenzenden Wald verbinden.

Achim Mende/Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg

Für Geschichtsinteressierte gibt es eine kostenlose App: Ausgehend von einem digitalen Modell im dreidimensionalen Raum kann man in die Geschichte der alten Gemäuer eintauchen. Mehr als 40 Wissensstationen gibt es auf einen Klick.

Besonderheiten der Ruine

  • Schanzen und Bastionen des 18. Jahrhunderts
  • Zur Festung gehörte auch ein Friedhof aus dem 16. Jahrhundert
  • Der Besuch der Festungsruine kann mit einem Spaziergang auf dem Geschichtspfad und dem drei Kilometer langen geologischen Lehrpfad verbunden werden.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise

  • 1. April-15. Oktober: Die Festungsruine Hohentwiel ist von Montag bis Sonntag, sowie an Feiertagen, von 9.00 bis 18.30 Uhr geöffnet. Der Kartenverkauf im Infozentrum endet um 17 Uhr.
  • Der Eintritt für Erwachsene kostet 5 Euro, ermäßigt 2,50 Euro. Für Familien gibt es ein Ticket für 12,50 Euro und für Gruppen ab 15 Personen kostet der Eintritt 4,50 Euro pro Person. Die Eintrittskarten für die Festungsruine gibt es ausschließlich im Erdgeschoss des Infozentrums in der Scheune.
  • Einkehrmöglichkeiten

  • Der Kiosk auf dem Hohentwiel ist täglich von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Dort gibt es Heiß- und Kaltgetränke und Snacks.
  • Für alle, die den Besuch der Burg mit Kulinarik verbinden möchten, gibt es die Möglichkeit zur Einkehr im Hotel Restaurant Hohentwiel. Es gibt gutbürgerliche Küche und im Frühling und Sommer ist der Biergarten von Montag bis Freitag von 11.30 - 14.45 und von 17.00 bis 22.00 Uhr geöffnet. Samstag von 11.30 bis 23.00 Uhr und an Sonn- und Feiertagen von 11.30 - 20.30 Uhr.

Burg Hohenzollern bei Hechingen

Die Burg Hohenzollern lädt zu einer Reise in die Vergangenheit ein. Hinter den mächtigen Mauern ereigneten sich Machtspiele, persönliche Dramen und rauschende Feste. Einzelne Kapitel der Geschichte der Burg Hohenzollern erzählen von Verrat, Verfall, Zerstörung und Wiederaufbau.

Schriftlich erwähnt wurde die Festung erstmals im Jahr 1267. Die genaue Erbauungszeit der ersten Burg an dieser Stelle ist nicht bekanntt. Archäologische Untersuchungen legen allerdings nahe, dass die Burg schon in der ersten Hälfte des 11. Jahrhunderts errichtet wurde. Die Lage des damals noch unbewaldete kegelförmige Zollerbergs war ideal  für den Bau einer Festung und bot Schutz vor Angriffen.

1423 wurde die Burg nach langer Belagerung vollständig zerstört. Rund 30 Jahre später wurde an derselben Stelle eine neue Burg gebaut: Diesmal waren die Mauern fester, die Burggräben tiefer, die Wachtürme höher. Bis heute ist die Burg in Teilen erhalten. Die heutige neugotische Anlage, die dritte Burg an diesem Standort, wurde ab 1850 im Auftrag von König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen errichtet. Die Pläne erstellte der Architekt Friedrich August Stüler. Im Jahr 1867 wurde die Burg mit 140 Räumen inklusive einer rießgen Schatzkammer fertiggestellt.

Schon von weitem sind die grauen Turmspitzen, die imposante Festung aus hellem Stein und die blau-weiße Fahne zu erkennen. Ein Geheimtip ist die Burg wahrlich nicht: Jährlich strömen bis zu 350.000 Besucher aus aller Welt auf das Burggelände bei Hechingen. An Wochenenden wimmelt es im Burghof deshalb nur so von Menschen, an Wochentagen geht es aber deutlich ruhiger zu.

Burg Hohenzollern

Der Ruf eilt ihr voraus: Die Burg Hohenzollern zählt laut einem Ranking des Reiseportals Entdecke-Deutschland.de zu den Top 9 der schönsten Burgen Deutschlands.

Silas Stein/dpa

Besonderheiten der Burg Hohenzollern

  • Die wohl bekanntesten Attraktionen des Preußenschlosses sind die Schatzkammer, der Grafensaal und die drei Kapellen.
  • es gibt eine Burg-App: An den einzelnen Stationen erkennt diese nach dem Starten automatisch, wo sich der Besucher in der Außenanlage oder in den Museumsräumen befindet. Der Besucher kann den app-internen Audio-Guide manuell pausieren. Zusätzlich zu den einzelnen Stationen  beinhaltet die Anwendung eine Liste der Burg-Veranstaltungen.
  • Es gibt regelmäßige Events auf der Burg: Schlosserlebnistage, Theaterstücke vor der Burgenkulisse unter freiem Himmel und die Hohelzollerntage für Familien.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise

  • Die Burganlage ist täglich von 10.00 bis 18.30 Uhr geöffnet. Die Schauräume von 10.00 bis 18.00 Uhr.
  • Der Eintritt für Erwachsene kostet 29,00 Euro an der Tageskasse. Ermäßigt 19,00 Euro für Menschen mit Beeinträchtigung, Schüler, Auszubildende und Studierende. Familientickets kosten 68 Euro an der Tageskasse, beziehungsweise 58 Euro, wenn man online bucht.

Einkehrmöglichkeiten

  • Das Café Restaurant Burg Hohenzollern hat täglich von 10.00 bis 18.30 Uhr geöffnet. Es giibt eine Auswahl an deftigen Klassikern, regionalen Spezialitäten, vegetarischen und veganen Gerichten.
  • Bei schönem Wetter bewirtschaftet das Café Restaurant im Burggarten den Biergarten.

Hochburg bei Emmendingen

Die fast 250 Meter hohe Burg thront über Wald und Weinbergen. Inmitten des Brettentals, mit Blick auf die Ausläufer des Schwarzwalds, erstreckt sich die beeindruckende Festanlage aus dem frühen 12. Jahrhundert. Der Aufstieg führt durch Toranlagen, über Festungsgraben und Zwinger.

Die Hochburg bei Emmendingen ist die größte Burgruine in Südbaden und eine der bedeutendsten Wehranlagen im Ländle. Mäuerliche Überreste von Bergfried, Ringmauer und Halsgraben, die wichtigsten Bestandteile der mittelalterlichen Burg, sind noch zu sehen. Bis in das 17. Jahrhundert wurde die Festung stetig erweitert und zunächst zur militärischen Anlage ausgebaut, später wurde sie zum Renaissanceschloss.

Zeitweise lebten mehrere hundert Soldaten mit ihren Familien in der Burg. Daher gab es am westlichen Fuß des Burgberges seit der Burggründung den sogenannten Meierhof. Von dort aus wurden die herrschaftlichen Felder bewirtschaftet und die Nahrungsmittel für die Burgbewohner angebaut. Von der Hofanlage des Meierhofes ist heute noch der südöstliche Wehrturm erhalten. Der Ausgangspunkt für einen etwa zweistündigen Rundgang durch die Hochburg ist die Westseite, beim Parkplatz der Domäne.

Der Festungsring in Emmendingen.

Der Festungsring lässt die Wehrhaftigkeit der Burg in früheren Zeiten erahnen.

Corinna Greb/Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg

Besonderheiten der Burg

  • Ein architektonisches Mosaik: Auch wenn die Hochburg während des 30-jährigen Krieges größtenteils zerstört wurde, erlebte sie ihre Blüte im 17. Jahrhundert. Noch vor Ausbruch des Krieges wurde die Anlage ausgebaut und zu militärischen Zwecken um einen Bastionsring erweitert. Anhand der Ruine lassen sich verschiedene Bauphasen der Jahrhunderte nachvollziehen.
  • In der Schatzkammer: In dem Burgmuseum sind verschiedene Fundstücke aus der Blütezeit der Burg ausgestellt. Informationstafeln und Bilddokumenten illustrieren das einstige Leben auf der Burg. In den Sommermonaten ist das Museum sonntags von 13.00 – 17.00 Uhr geöffnet.

Öffnungszeiten

  • die Burg ist ganzjährig von 7.00 bis 21.00 Uhr geöffnet.
  • Der Eintritt ist kostenlos.

Einkehrmöglichkeiten

  • In der Vesperhütte auf dem Festungsgelände gibt es Snacks und Getränke.
  • In unmittelbarer Nähe zur Burg liegt das Landgasthaus Waldschänkke, mit badisch-mediterraner Küche. Freitag bis Sonntag hat das Restaurant von 17.00 bis 22.00 Uhr geöffnet.

Festungsruine Hohenneuffen

Am Rand der Schwäbischen Alb, über der Stadt Neuffen, liegen die Überreste einer der größten Höhenburgen Süddeutschlands. An klaren Tagen können Besucher von dort oben bis Stuttgart sehen. Erbaut wurde die Festung im 15. Jahrhundert als eine der sieben Landesfestungen Württembergs.

Die Festungsruine besteht aus einer Kernburg, einer kleinen Vorburg und Zwingeranlagen. Mehrere Bastionsringe dieten einst als Schutz des Hohenneuffens. Über die Bastionen und das Schwarze Tor, dem höchsten Punkt des Berges, gelangt man ins Innere der Burg. Nach dem Mittelalter wurde die Kernburg umgebaut. Mehrere Gebäude, darunter die Kommandantur, das Zeughaus, eine Schmiede, verschiedene Stallungen und eine Zisterne, blieben bestehen.

Festungsruine Hohenneuffen

Die Festungsruine Hohenneuffen besteht aus drei kleinen Anlagen. Sie ist eine der sieben Landesfestungen Baden-Württembergs.

Achim Mende/Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg

Besonderheiten des Hohenneuffens

  • Die Kasematten: Die Festungsruine Hohenneuffen ist eine von wenigen Anlagen in Baden-Württemberg, in der die Verteidigungsarchitektur des 16. Jahrhunderts bis heute besichtigt werden kann.
  • Auf dem Hohenneuffen können kleine Ritter und Burgfeen ihren Kindergeburtstag feiern. Im Mittelpunkt des Angebots steht die spielerische Erkundung der Burg, ihrer Geschichte und ihrer früheren Bewohner.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise

  • 1. April bis 31. Oktober: Montag und Dienstag 9.00 - 17.00 Uhr. Mittwoch, Donnerstag, Freitag, Samstag, Sonntag und an Feiertagen ist die Anlage von 9.00 - 19.00 Uhr geöffnet.
  • Der Eintritt zum Burghof ist frei. Führungen durch die Ruine kosten 5 Euro pro Person, ermäßigt 2,50 Euro. Familien bezahlen 12,50 Euro und bei Gruppen zahlt jede Person 4,50 Euro.

Einkehrmöglichkeiten

  • Burgrestaurant Hohenneuffen: Die Gaststätte, die immer wieder Events wie Brunchs und Rittermahle veranstaltet, öffnet Ende April. Bis dahin wollen die Beteiber die Öffnungszeiten auf ihrer Webseite veröffentlichen.
  • Der Burgen-Kiosk hat in der Sommersaison täglich von 9.00 Uhr bis Sonnenuntergang geöffnet.

Schloss Lichtenstein im Landkreis Reutlingen

Der gleichnamige Roman von Wilhelm Hauff diente als Vorlage für das märchenhafte Schloss bei Honau. Es wurde im neugotischen Stil zwischen 1840 und 1842 erbaut. Zu dem Gelände gehören der Gerobau, die Kapelle, ein weitläufiger Garten und der Schlosshof. Heute ist das Schloss beliebtes Ausflugsziel und eines der Wahrzeichen der Schwäbischen Alb.

Die Historie des Schlosses reicht bis in das 14. Jahrhundert zurück: Errichtet wurde die Festung 1390, nachdem die nahe gelegene Burg Alt-Lichtenstein zerstört worden war. Während des Dreißigjährigen Krieges  wurde das Gebäude als Teil der Pfandschaft Achalm von der Tiroler Linie des Hauses Habsburg in Besitz genommen. Danach verfiel die Anlage nach und nach. Im Jahr 1802 wurden Teile der Burgruine abgetragen und auf Befehl von Herzog Friedrich II., dem späteren König Friedrich I. von Württemberg, auf dem Fundament ein rießiges Forst- und Jagdhaus errichtet. Im Zuge der Romantik entstand ein großes Interesse am mittelalterlichen Rittertum: Die Idee des heutigen Schloss Lichtenstein war geboren.

Schloss Lichtenstein

Ohne den Roman hätte es das Schloss Lichtensten vermutlich nie gegeben: Das Wahrzeichen der Schwäbischen Alb.

Thomas Warnack/dpa

Besonderheiten von Schloss Lichtenstein

  • Kunstschätze: Unter den zu besichtigen Unikaten befinden sich auch die Wandmalereien von Maler Eberlein aus Nürnberg.
  • Wilhelm-Hauff-Museum: Das Museum am Fuße des Schlosses informiert über den Roman, der als Vorlage für das Schloss gedient hat.
  • Die Tropfsteinhöhle Nebelhöhle ist vom Schloss aus zu Fuß oder mit dem Auto in zehn Minuten zu erreichen.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise

  • In der Sommersaison hat das Schloss täglich von 9.00 bis 18.00 Uhr geöffnet.
  • Der Eintritt in den Schlosshof kostet 5 Euro, ermäßigt für Schüler, Studierende und Auszubildende 4 Euro.

Einkehrmöglichkeiten

  • Altes Forsthaus: Der Forstgarten und das Restaurant haben in der Sommersaison samstags und sonntags jeweils von 11.00 - 18.00 Uhr geöffnet.

Burg Rötteln im Dreiländereck

Über eine steile Brücke – die frühere Zugbrücke – und durch das Tor mit dem Wappen der Markgrafen von Hachberg-Sausenberg gelangen Besucher in den Burghof. Was aussieht wie ein Brunnen, ist die Öffnung der Filterzisterne, in der einst das Regenwasser von den Dächern der Burg gesammelt wurde. Nicht erhalten sind die Gebäude auf der linken Seite: eine Mühle und die um 1500 erbaute Burgkapelle St. Marien. Die Burg Rötteln liegt im äußersten Südwesten Baden-Württembergs, im Dreiländereck von Schweiz, Frankreich und Deutschland.

Die imposante mittelalterliche Festung wurde im 11. Jahrhundert erbaut und zählt zu den ältesten Burgen in Südbaden. Über ein halbes Jahrtausend wurde die Burg stetig erweitert, umgebaut und verschönert. Der einstige Stammsitz der Herren von Rötteln ging im Jahr 1315 an die Markgrafen Hachberg-Sausenburg über. Schließlich übernahmen die Markgrafen von Baden die Herrschaft über die Festung.

Burg rötteln

Die Festung liegt am südlichsten Zipfel Deutschlands. Erbaut wurde die Burg Rötteln im 11. Jahrhundert.

Achim Mende/Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg

Besonderheiten von Burg Rötteln

  • Der mittelalterliche Bergfried zeigt Spuren aufwendiger Bearbeitung. Die Steine sind mit einem feinen Netz von Linien überzogen: eine Seltenheit bei Burgen.
  • Die Burg bietet eine besonders gute Aussicht über Lörrach und die Rheinebene bei Basel hinweg bis zu den Alpen.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise

  • Montag bis Sonntag, sowie an Feiertagen von 10.00 - 18.00 Uhr.
  • Der Eintritt zur Burg kostet 3 Euro für Erwachsene, ermäßigt 2,50 Euro pro Person.

Einkehrmöglichkeiten

  • Café und Biergarten: Der Biergarten am Fuße der Burg hat in der Sommersaison von Donnerstag bis Sonntag von 11.30 bis 19.00 Uhr geöffnet.
  • Die dazugehörige Burgschenke hat sonntags von 10.00 bis 14.00 Uhr geöffnet.

Yburg bei Baden-Baden

Die Yburg, errichtet um 1200, war Teil des groß angelegten Verteidigungssystems für das Kerngebiet der Markgrafschaft Baden. Rund 800 Jahre später ist die Ruine ein beliebtes Ausflugsziel. Verbinden lässt sich der Ausflug zur Burg mit einem Spaziergang durch die Weinberge. Seit Ende März blühen hier bereits die Mandelbäume, im April stehen dann die Obstbäume in voller Blüte. Doch auch im Herbst lohnt sich der Besuch, wenn sich das Rebenmeer rot-gelb verfärbt.

Die Yburg bestand früher aus zwei separaten Teilen: der West- und der Ostburg. Gut erhalten ist der mächtige Turm im Westen mit seiner Aussichtsplattform. Der 20 Meter hohe Bergfried ist der älteste Teil der Festungsanlage. Das Fundament bildet eine Felskuppe, darüber erhebt sich das Mauerwerk. Ihren Namen hat die Yburg übrigens von dem Berg, auf dem sie errichtet wurde: dem Yberg. Der Yberg war im Besitz der Markgrafen von Baden als Lehen des Kaisers. Markgraf Hermann V. erbte 1190 die Herrschaft Iberg. In dieser Zeit vermuten Historiker die Anfänge der Burg.

Wegen Umbauarbeiten in der Gaststätte war die Ruine lange Zeit gesperrt. Es ging dabei um Fragen der Absturzsicherung und um den Schutz vor Vandalismus auf dem unbeaufsichtigten Gelände. Nun stehen die Arbeiten kurz vor der Fertigstellung und die Yburg öffnet am 18. April 2025 wieder ihre Tore.

Y-Burg

Namensgeber der Y-Burg ist der Berg, auf dem sie steht. Ab dem 18. April ist sie wieder für den Publikumsverkehr zugänglich.

Achim Mende/Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg,

Besonderheiten der Y-Burg bei Baden-Baden

  • Eine spannende Historie: Im Lauf der Geschichte wurde die Y-Burg mehrmals zerstört. Noch im frühen 17. Jahrhundert wurde die Burg neu befestigt – von den Markgrafen von Baden-Durlach, die von 1594 bis 1622 die Region besetzten. Von 1888 bis 1913 wurde die Burg restauriert und die Gaststätte eingerichtet, die es bis heute gibt.
  • Von der Y-Burg hatte man einst Sichtkontakt zur Burg Hohenbaden – noch immer ist sie vom Bergfried im Westen der Anlage aus zu sehen.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise

  • Ab dem 18. April ist die Burg tagsüber wieder frei zugänglich.
  • Der Eintritt ist frei.

Einkehrmöglichkeiten

  • Mit der Burg eröffnet auch das Restaurant am 18. April. Nach einer vierjährigen Pause konnte für dieses Jahr ein neuer Pächter gefunden werden. Die Außentheke, ein roten Lastwagen, steht schon bereit. Besucher können sich zum Start auf einen Biergartenbetrieb mit Selbstbedienung freuen. Freitag bis Sonntag soll der Biergarten von 11 bis 22 Uhr geöffnet sein.