Wandern mit Kindern
: Abenteuer für Familien – Acht Themenwege auf der Schwäbischen Alb

Interaktive Elemente, Quizstationen und spannende Routen sorgen für besondere Naturerlebnisse. Acht abwechslungsreiche Spaziergänge und kurzen Wanderungen.
Von
Pia Holzschuh
Region
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Viele Themenwege auf der Schwäbischen Alb bieten eine Mischung aus Naturerlebnis, Spaß und Wissensvermittlung.

Viele Themenwege auf der Schwäbischen Alb bieten eine Mischung aus Naturerlebnis, Spaß und Wissensvermittlung.

Collage: Archiv/Pia Holzschuh
  • Schwäbische Alb bietet familienfreundliche Themenwege mit Quiz, Schatzsuche und interaktiven Stationen.
  • Quiztour im Naturschutzgebiet Haarberg-Wasserberg, 2,5 km, 18 Fragen, Start am Parkplatz Hexensattel.
  • Schopflocher Moor, 500 m Holzsteg, einzigartige Pflanzen- und Tierwelt, Naturschutzzentrum mit Ausstellung.
  • Vogellehrpfad Granheim, 40 Vogelarten, 2 km, Druckknopf für Vogelstimmen.
  • Phaeno-Pfad Pfronstetten, 800 m, Mitmachstationen und Rundweg "hochgehackert".

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Themenwege auf der Schwäbischen Alb können Naturerlebnisse mit Wissen verbinden und Ausflüge mit interaktiven Stationen wie Rätseln oder Hörstationen abwechslungsreich gestalten. Ob Schatzsuche in der Wacholderheide, ein Holzsteg durchs Moor, Experimente im Wald oder ein Vogellehrpfad mit Vogelstimmen auf Knopfdruck – viele der Touren sind leicht begehbar und lassen sich nach Lust und Laune mit größeren Wanderungen verbinden.

Auf Schatzsuche im Naturschutzgebiet Haarberg-Wasserberg

Viele Wanderer wissen die Vorzüge des Naturschutzgebiets Haarberg-Wasserberg zu schätzen. Eine App lenkt Besucher auf drei Touren durch das Gebiet. Dabei erhalten die Nutzer hilfreiche Infos oder können einen kleinen Schatz suchen und Rätsel lösen.⇥

Unterböhringen - Gebiet Haarberg / Wasserberg - Drohnenaufnahme

Auf der Quiztour im Naturschutzgebiet Haarberg-Wasserberg bei Deggingen sind Fragen zu seltenen Pflanzen und Tieren zu beantworten.

Archiv/Alexander Jennewein

Auf einer Quiztour im Naturschutzgebiet Haarberg-Wasserberg bei Deggingen (Landkreis Göppingen) können kleine und große Naturliebhaber spielerisch seltene Pflanzen und Tiere entdecken. Unterwegs müssen 18 Fragen beantwortet werden, um einen Hinweis auf den versteckten Schatz zu erhalten.

Die 2,5 Kilometer lange Quiztour startet am Parkplatz Hexensattel in Deggingen-Reichenbach im Täle und führt über Naturpfade durch die Wacholderheide. Sie ist für Kinder, aber nicht für Kinderwagen geeignet. Für die versteckte Schatzkiste benötigt man ein kleines „Tauschgeschenk“.

Die Rätsel sind über die App „Unterwegs im Naturschutzgebiet“ abrufbar und können vorab ausgedruckt werden.  In der App bietet das Regierungspräsidium Stuttgart für das Naturschutzgebiet Haarberg-Wasserberg zwei weitere interaktive Touren an: Eine Audioguide-Tour und die Fauna-Flora-Tour.

Wer Lust auf eine etwas größere Wanderung hat, kann die Quiztour etwa mit der Wasserberg-Runde verbinden, der zu den Qualitätswanderwegen der Kategorie „Traumtour“ des Deutschen Wanderverbandes zählt. Er führt auf einer Länge von 12 Kilometern durch das Naturschutzgebiet.

Unterwegs im Schopflocher Moor

Bei einem Spaziergang über den etwa 500 Meter langen Holzsteg im Schopflocher Moor können Besucher die besondere Pflanzen- und Tierwelt beobachten.

Bei einem Spaziergang über den etwa 500 Meter langen Holzsteg im Schopflocher Moor können Besucher die besondere Pflanzen- und Tierwelt beobachten. Nicht weit entfernt liegt das Naturschutzzentrum Schopflocher Alb mit interaktiver Ausstellung.

Privat

Eine einzigartige Besonderheit auf der sonst eher wasserarmen Schwäbischen Alb ist das Schopflocher Moor bei Lenningen (Landkreis Esslingen). Bei einem Spaziergang über den etwa 500 Meter langen Holzsteg können Besucher trockenen Fußes durch das Hochmoor wandern und die besondere Pflanzen- und Tierwelt beobachten.

Mitmachstationen gibt es hier zwar nicht am Wegesrand, dafür aber bei freiem Eintritt im Naturschutzzentrum Schopflocher Alb, das nicht weit entfernt liegt. Neben der kindgerechten Dauerausstellung bietet das Infozentrum Wechselausstellungen, einen Spielbereich mit Bällebad und einer kleinen Kletterwand sowie ein Café. Auf dem Freigelände am Rande eines stillgelegten Steinbruchs lädt ein Haufen aus Schiefergestein außerdem dazu ein, nach Versteinerungen zu suchen.

Mögliche Startpunkte für Wanderungen sind das Naturschutzzentrum – dort befindet sich auch die Bushaltestelle „Schopfl. Naturschutzzentrum“, der Parkplatz Kämmerle oder der Wanderparkplatz Torfgrube. Einen ausgeschilderten Rundweg, der das Naturschutzzentrum und das Schopflocher Moor verbindet, gibt es nicht, daher lohnt sich vorab eine Tourenplanung. Auf dem Routenplaner Komoot findet sich zum Beispiel eine gemütliche Rundwanderung mit etwa 6 Kilometern und wenig Steigung.

Vogelstimmen auf Knopfdruck in Granheim

Über 40 heimische Vogelarten sind auf Vogellehrpfad bei Ehingen-Granheim zu sehen und zu hören. Die ausgestellten Vögel in den 19 Schaukästen sind aus Ton geformt und handbemalt.

Über 40 heimische Vogelarten sind auf Vogellehrpfad bei Ehingen-Granheim zu sehen und zu hören. Die ausgestellten Vögel in den 19 Schaukästen sind aus Ton geformt und handbemalt.

Pia Holzschuh

Über 40 heimische Vogelarten sind auf dem Vogellehrpfad bei Ehingen-Granheim (Alb-Donau-Kreis) zu sehen und zu hören. Die ausgestellten Vögel in den 19 Schaukästen sind aus Ton geformt und handbemalt. Per Druckknopf ertönen die jeweiligen Vogelstimmen. Die knapp 2 Kilometer lange Runde mit Start am Parkplatz der Albhalle Granheim verläuft recht eben und ist für Kinderwagen und Rollstuhlfahrer geeignet.

Der Vogellehrpfad gehört zu den sechs Themenwegen, die an den Besinnungsweg angegliedert sind. Auf insgesamt 51 Kilometern führt dieser Rundweg mit Impulsen am Wegesrand unter dem Motto „Bsen de au!“ („Besinne dich!“) über die Ehinger Alb. Neben dem Vogellehrpfad in Granheim wird der Besinnungsweg durch fünf weitere kürzere Themenwege in den jeweiligen Ehinger Ortsteilen ergänzt: der „Stationenweg“ Altsteußlingen, „Durch Wald und Flur“ in Dächingen, „Unser tägliches Brot“ in Erbstetten, „Ausblick und Natur“ in Frankenhofen und der „Lebens-Horizont-Weg“ in Mundingen.

Erlebnisreiche Pfade in Pfronstetten und Hohenstein

Der Wackeldackel in XXL-Format gehört zum Phaeno-Pfad in Pfronstetten.

Der Wackeldackel in XXL-Format gehört zum Phaeno-Pfad in Pfronstetten.

Pia Holzschuh

Der Phaeno-Pfad in Pfronstetten (Landkreis Reutlingen) ist zwar äußerst kurz – etwa 800 Meter – dennoch gibt es hier einiges zu erleben. Kleine und große Besucher können an aus Holz gefertigten Stationen wie „starker Max“, „Sonnenfeuer“ oder „Klingende Küche“ selbst aktiv werden, sich auf der Waldkegelbahn versuchen und die verschiedenen „Phänomene“ bestaunen. Der Weg ist geschottert und beginnt am Wanderparkplatz zwischen Pfronstetten und Aichelau. Er lässt sich mit dem etwa 9 Kilometer langen Rundweg „hochgehackert“ verbinden, der als Premiumwanderweg ausgezeichnet ist.

Zehn Autominuten entfernt bietet der Naturerlebnispfad Häulesrain bei Hohenstein-Meidelstetten ebenfalls die Möglichkeit, die Natur spielerisch zu erkunden. Auf einer Länge von 3 Kilometern vermittelt der Rundweg an 16 Mitmachstationen Wissenswertes über kulturhistorische Landschaftsformen wie Hutewald, Schafweide, Triebwege und den Obstbau. Der Weg beginnt am Parkplatz in der Erpfinger Str. 40, Hohenstein, und ist nicht für Kinderwagen geeignet.

Schaukelweg, Märchenpfad und Walderlebnisweg in Hechingen

Frisch restauriert sind die Figuren, neu angelegt die Wege: Der Hechinger Märchenpfad am Martinsberg oberhalb des Eisweihers ist seit einem Jahr prächtig runderneuert und bekommt von den Besuchern viel Lob. Da freut sich auch der Kater in seinen zu groß geratenen Stiefeln.⇥

Bei einem Spaziergang durch die Wacholderheide am Martinsberg Hechingen treffen Besucher auf 10 Märchenszenen und zusätzliche Mitmachstationen.

Archiv

Abhängen lässt es sich auf einem Stadtspaziergang durch Hechingen (Zollernalbkreis). Hier führt der 4 Kilometer lange Schaukelweg „häppy“ zu mehrere Schaukeln und weiteren Spielgeräten. Außerdem liegen ein Barfußpfad und ein Kneipp-Becken auf dem Weg. Also Handtuch einpacken! Der Rundweg verläuft überwiegend über Asphalt und ist Kinderwagen-tauglich.

Geschichtsinteressierte erhalten unterwegs per Smartphone und QR-Codes Informationen zu historischen Orten und Sehenswürdigkeiten der Stadt. Ein möglicher Startpunkt für den Schaukelweg ist der Parkplatz an der Ecke Weilheimer Straße/ Schillerstraße.

Auch ein Abstecher zum Martinsberg lohnt sich. Bei einem kleinen Spaziergang durch die Wacholderheide treffen Besucher auf 10 Märchenszenen und Mitmachstationen, wie ein XXL-Wimmelbild, oder ein Quiz.

Für eine Kurzwanderung empfiehlt sich die Martinsberg-Tour. Der 4,5 Kilometer lange Rundweg beginnt am „Parkplatz Waldlehrpfad/Walderlebnisweg“ und kombiniert einen Teil des Walderlebniswegs mit dem Märchenpfad. Er verläuft überwiegend auf naturbelassenen Wegen. Wer mag, kann auch den kompletten „Waldy – Walderlebnisweg“ miteinbinden. Hier warten auf 1,8 Kilometern insgesamt 15 Stationen, Waldspiel- und Grillplatz.