Biontech schließt Standorte: Mehr als 800 Curevac-Jobs sind betroffen

Auch auf der Oberen Viehweide Tübingen hat Curevac noch einen Standort.
Carolin Albers/Archiv- Biontech schließt mehrere Standorte – auch frühere Curevac-Standorte sind betroffen.
- Etwa 820 Ex-Curevac-Beschäftigte und insgesamt bis zu 1.860 Stellen fallen weg.
- Der Standort Tübingen als früherer Curevac-Hauptsitz soll bis Ende 2027 schließen.
- Begründung: geringe Auslastung, Überkapazitäten und Kostensenkungen in der Produktion.
- Ziel der Einschnitte: jährliche Einsparungen bis zu 500 Mio. Euro für Onkologie-Forschung.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Der Impfstoffhersteller Biontech will mehrere Standorte schließen – darunter auch Standorte des übernommenen Konkurrenten Curevac. Von den Plänen sind dem Mainzer Unternehmen zufolge ungefähr 820 frühere Curevac-Beschäftigte betroffen. Der Standort in Tübingen und frühere Hauptsitz von Curevac soll bis Ende 2027 geschlossen werden.
Das Management des Biopharma-Unternehmens begründet die Einschnitte mit einer zu geringen Auslastung, Überkapazitäten und Kostensenkungen. Von den Plänen sind neben den früheren Curevac-Standorten auch die Biontech-Produktion in Idar-Oberstein, Marburg und Singapur betroffen. Insgesamt sollen bis zu 1.860 Stellen gestrichen werden.
Biontech hatte 2025 angesichts hoher Entwicklungskosten einen Verlust in Milliardenhöhe gemacht. Auch im ersten Quartal 2026 schrieb das Unternehmen rote Zahlen. Das Management rechnet nach vollständiger Umsetzung der Maßnahmen im Jahr 2029 mit wiederkehrenden jährlichen Einsparungen von bis zu rund 500 Millionen Euro. Die Mittel sollen für die Forschung, Entwicklung und Markteinführung von Medikamenten gegen Krebs eingesetzt werden.
Onkologie im Fokus
Biontech, das in der Corona-Pandemie Milliarden mit seinem Corona-Impfstoff verdient hatte, entwickelt Medikamente auf mRNA-Basis gegen Krebs und andere Krankheiten. Jüngst wurde das Biotechnologieunternehmen Curevac aus Tübingen übernommen. Bis 2030 wollen die Mainzer mehrere Zulassungsanträge für Onkologie-Kandidaten gestellt haben.
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