Landratswahl Neu-Ulm 2024
: Joachim Eisenkolb folgt Eva Treu in die Stichwahl

Die Nachfolge von Thorsten Freudenberger bleibt ungeklärt. Eva Treu hat die absolute Mehrheit verfehlt. Sie muss nun in die Stichwahl. Das Gesamtergebnis erfahren Sie hier.
Von
Elias Hoffmann
Neu-Ulm
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  • Der bisherige Landrat Thorsten Freudenberger wurde vergangenen Oktober in den bayerischen Landtag gewählt. Über seine Nachfolge im Kreis Neu-Ulm bestimmten die Anwohnerinnen und Anwohner am 14. Januar im ersten Wahlgang. Wird eine Stichwahl notwendig?

    Der bisherige Landrat Thorsten Freudenberger wurde vergangenen Oktober in den bayerischen Landtag gewählt. Über seine Nachfolge im Kreis Neu-Ulm bestimmten die Anwohnerinnen und Anwohner am 14. Januar im ersten Wahlgang. Wird eine Stichwahl notwendig?

    Privat
  • Auch im Rathaus Neu-Ulm waren Wahllokale für den ersten Wahlgang der Landratswahl 2024 eingerichtet.

    Auch im Rathaus Neu-Ulm waren Wahllokale für den ersten Wahlgang der Landratswahl 2024 eingerichtet.

    Yasmin Nalbantoglu
  • Diese fünf Kandidaten standen für die Nachfolge von Thorsten Freudenberger als Landrat im Kreis Neu-Ulm zur Wahl. Wolfgang Dröse (AfD, links), Eva Treu (CSU, Z.v.l.), Ludwig Ott (Grüne, Mitte), Joachim Eisenkolb (Freie Wähler, Z.v.r.) und Faniel Fürst (SPD, rechts). Wie der erste Wahlgang ausgegangen ist.

    Diese fünf Kandidaten standen für die Nachfolge von Thorsten Freudenberger als Landrat im Kreis Neu-Ulm zur Wahl. Wolfgang Dröse (AfD, links), Eva Treu (CSU, Z.v.l.), Ludwig Ott (Grüne, Mitte), Joachim Eisenkolb (Freie Wähler, Z.v.r.) und Faniel Fürst (SPD, rechts). Wie der erste Wahlgang ausgegangen ist.

    Volkmar Könneke
  • Eva Treu (CSU) und Joachim Eisenkolb (FW) sind die Gewinner der Landratswahl in Neu-Ulm. Für die beiden Kandidaten steht nun eine Stichwahl an.

    Eva Treu (CSU) und Joachim Eisenkolb (FW) sind die Gewinner der Landratswahl in Neu-Ulm. Für die beiden Kandidaten steht nun eine Stichwahl an.

    Volkmar Könneke
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Wochenlang kämpften fünf Kandidatinnen und Kandidaten im Landkreis Neu-Ulm um jede Stimme. Ihr Ziel: Das Amt des Landrats. Am Sonntag, 14. Januar, haben die Bürgerinnen und Bürger des Landkreises Neu-Ulm daher gewählt.

CSU-Kandidatin Eva Treu hat die meisten Stimmen erhalten. Allerdings hat sie eine absolute Mehrheit verfehlt. Damit bleibt unklar, wer neuer Chef im Landratsamt wird. Jetzt entscheidet eine Stichwahl am 28. Januar. Dann fordert Bürgermeister Joachim Eisenkolb (Freie Wähler) Treu heraus.

Thorsten Freudenberger: Landtag statt Landrat

Bei der Kommunalwahl 2020 in Bayern war Thorsten Freudenberger im Amt bestätigt worden. Mit 54,8 Prozent der Stimmen hatte der CSU-Politiker schon im ersten Wahlgang eine absolute Mehrheit auf sich vereint. Allerdings wurde Freudenberger im Rahmen der bayerischen Landtagswahl 2023 ins Maximilianeum gewählt. Dadurch wurde der Posten des Landrates im Kreis Neu-Ulm frei.

173 Stimmbezirke und fünf Kandidaten

Seine Nachfolge wollten fünf Kandidatinnen und Kandidaten antreten: Eva Treu (CSU), Joachim Eisenkolb (Freie Wähler), Ludwig Ott (Bündnis 90/Die Grünen), Daniel Fürst (SPD) und Wolfgang Dröse (AfD).

Von den rund 180.000 Bewohnerinnen und Bewohnern des Landkreises Neu-Ulm waren 136.705 wahlberechtigt. Aufgrund von Auswirkungen eines Cyberangriffs hatten einige von ihnen ihre Wahlberechtigung verspätet erhalten. Insgesamt gab es 173 Stimmbezirke, davon 64 Briefwahlbezirke.

Gesamtergebnis der Landratswahl im Kreis Neu-Ulm

Morgens sind die meisten Wahlberechtigten zu Hause geblieben: Wie Sprecher Stefan Hatzelmann vom Landratsamt Neu-Ulm auf Anfrage der SÜDWEST PRESSE mitteilte, betrug die Gesamtwahlbeteiligung aus Urnenwahl und Briefwahl zum Stand von 12 Uhr 23,57 Prozent. Die reine Urnenwahlbeteiligung lag zu diesem Zeitpunkt bei 7,58 Prozent. Am Ende des Wahltages lag die Gesamtwahlbeteiligung bei 36,88 Prozent.

Die Auszählung im Landkreis Neu-Ulm ist beendet. Es wird eine Stichwahl geben. Eine einfache Mehrheit hat Eva Treu. Die CSU-Kandidatin steht in zwei Wochen erneut auf dem Wahlzettel. Ihr Mitstreiter: Joachim Eisenkolb von den Freien Wählern. Der Bürgermeister der Gemeinde Elchingen erhielt besonders in den ländlichen Gebieten mehr Rückhalt als der drittplatzierte Daniel Fürst (SPD). Die beiden Kandidaten trennten 698 Stimmen.

  • Eva Treu (30), CSU: 41,1 %
  • Joachim Eisenkolb (56), Freie Wähler: 17,9 %
  • Ludwig Ott (32), Bündnis 90/Die Grünen: 11,2 %
  • Daniel Fürst (39), SPD: 16,5 %
  • Wolfgang Dröse (35), AfD: 13,2 %

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