Landratswahl Neu-Ulm 2024
: Stadt Neu-Ulm hätte anderes Stichwahl-Duell bevorzugt

Am Sonntag, 14.1.2024, fand im Landkreis Neu-Ulm der erste Wahlgang um das Amt des Landrats statt. Wie die Stadt Neu-Ulm abgestimmt hat, erfahren Sie hier.
Von
Elias Hoffmann
Neu-Ulm
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  • In einem Wahllokal wird ein Stimmzettel in eine Wahlurne geworfen. Das konnten die wahlberechtigten Neu-Ulmer am 14.1.2024 im Rahmen der Landratswahl ebenfalls tun (Symbolbild).

    In einem Wahllokal wird ein Stimmzettel in eine Wahlurne geworfen. Das konnten die wahlberechtigten Neu-Ulmer am 14.1.2024 im Rahmen der Landratswahl ebenfalls tun (Symbolbild).

    Uli Deck
  • Fünf Kandidaten wollten die Nachfolge von Thorsten Freudenberger als Landrat im Kreis Neu-Ulm beerben. Wird es eine Stichwahl geben? (Bild aus dem Bürgerhaus Senden)

    Fünf Kandidaten wollten die Nachfolge von Thorsten Freudenberger als Landrat im Kreis Neu-Ulm beerben. Wird es eine Stichwahl geben? (Bild aus dem Bürgerhaus Senden)

    Volkmar Könneke
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Das Ringen um das höchste Amt im Landratsamt Neu-Ulm hat ein Ende. Zumindest für drei der fünf Bewerberinnen und Bewerber. Denn CSU-Kandidatin Eva Treu hat die absolute Mehrheit verfehlt. Am 28. Januar kommt es zur Stichwahl gegen Joachim Eisenkolb.

Am Sonntag, 14. Januar, stand für die Bürgerinnen und Bürger des Landkreises die Entscheidung an: Wer soll die Geschicke des Landkreises als neue Landrätin oder neuer Landrat lenken? Auch die Stadtbewohner Neu-Ulms waren zur Wahl aufgerufen. Wie die Donaustadt abgestimmt hat.

Thorsten Freudenberger: Landtag statt Landrat

Bei der Kommunalwahl 2020 in Bayern war Landrat Thorsten Freudenberger im Amt bestätigt worden. Mit 54,8 Prozent der Stimmen hatte der CSU-Politiker schon im ersten Wahlgang eine absolute Mehrheit auf sich vereint. Allerdings wurde Freudenberger im Rahmen der bayerischen Landtagswahl 2023 ins Maximilianeum gewählt. Dadurch wurde der Posten des Landrates im Kreis Neu-Ulm frei.

27 Stimmbezirke in Neu-Ulm und fünf Kandidaten

Fünf Kandidatinnen und Kandidaten wollten Freudenberger nachfolgen: Eva Treu (CSU/Junge Union), Joachim Eisenkolb (Freie Wähler), Ludwig Ott (Bündnis 90/Die Grünen), Daniel Fürst (SPD) und Wolfgang Dröse (AfD).

Neu-Ulm ist die größte Stadt des Kreises und Sitz des Landratsamtes. Hier gab es bei der Landratswahl insgesamt 44.757 Wahlberechtigte und 27 Stimmbezirke, davon 15 Briefwahlbezirke.

Landratswahl-Ergebnis der Stadt Neu-Ulm

Am Wahltag (14.1.) haben bis 12 Uhr 2.651 Menschen (5,9 Prozent) ihre Stimme in einem Neu-Ulmer Wahllokal abgegeben. Das berichtete die Stadt Neu-Ulm auf Anfrage der SÜDWEST PRESSE. Briefwahlstimmen bezieht dieser Wert nicht mit ein. Am Ende des Wahltages lag die Gesamtwahlbeteiligung aus Urnen- und Briefwahl in der Stadt Neu-Ulm bei 32,4 Prozent.

Die Auszählung war um 19:13 Uhr beendet. Damit lag das vorläufige Endergebnis vor. CSU-Kandidatin Eva Treu erreichte in der Donaustadt den ersten Rang, so wie auch im gesamten Landkreis. In zwei Wochen muss sie in die Stichwahl.

Im Vergleich zum restlichen Landkreis ist das Ergebnis von Ludwig Ott auffällig. Der Grünen-Politiker erhielt in Neu-Ulm 18,3 Prozent der Stimmen, Rang drei. Im Landkreis belegte er den letzten Platz.

  • Eva Treu (30), CSU: 37,5 %
  • Joachim Eisenkolb (56), Freie Wähler: 12,8 %
  • Ludwig Ott (32), Bündnis 90/Die Grünen: 18,3 %
  • Daniel Fürst (39), SPD: 19,6 %
  • Wolfgang Dröse (35), AfD: 11,8 %

Landratswahl im Kreis Neu-Ulm: So haben die Städte abgestimmt

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