Bundestagswahl 2025: Esken, Lang, Brantner – so haben Polit-Promis aus Baden-Württemberg abgeschnitten

Saskia Esken (SPD), Ricarda Lang (Grüne) und Franziska Brantner (Grüne) gehören zu den Polit-Promis aus Baden-Württemberg. Vor der Bundestagswahl waren einige Politikerinnen und Politiker deutlich präsenter in den Medien.
Gonser/befunky.com- Bundestagswahl 2025: Prominente Politiker aus Baden-Württemberg im Fokus.
- Saskia Esken (SPD) und Nils Schmid (SPD) verlieren Direktmandate, ziehen über Listen ein.
- CDU-Politiker wie Thomas Bareiß und Thorsten Frei sichern sich Direktmandate.
- Grüne Politikerinnen Ricarda Lang und Franziska Brantner ziehen über Listen erneut in den Bundestag.
- FDP und BSW scheitern bundesweit an der 5-Prozent-Hürde.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Habeck, Merz, Weidel, Scholz – die Kanzlerkandidaten der verschiedenen Parteien stehen bei einer Bundestagswahl besonders im Fokus. Neben den bundesweiten Spitzenkandidierenden gibt es auch in den einzelnen Bundesländern Abgeordnete, die besonders bekannt sind. Wir zeigen, wie die Polit-Promis in Baden-Württemberg abgeschnitten haben?
Über den aktuellen Stand auf Bundesebene informieren wir in unserem Liveticker. Eine Analyse der Bundestagswahl mit weiteren Grafiken finden Sie hier.
Saskia Esken, SPD

SPD-Chefin Saskia Esken
Jan-Philipp Strobel/dpaSaskia Esken (63) ist gemeinsam mit Lars Klingbeil Bundesparteivorsitzende der SPD. Sie tritt für den Wahlkreis Calw und Freudenstadt an. Die gebürtige Stuttgarterin ist seit 2013 Mitglied des Deutschen Bundestages. Bei der diesjährigen Bundestagswahl kam sie auf 12,9 Prozent der Erststimmen und machte damit einen Verlust von 4,3 Prozentpunkten im Vergleich zur vergangenen Bundestagswahl. Die meisten Erststimmen im Wahlkreis und damit das Direktmandat erhält Claus Mack von der CDU mit 39 Prozent. Esken bleibt weiterhin Bundestagsabgeordnete, sie zieht über die Landesliste (Platz 1) in den Bundestag ein.
Nils Schmid, SPD

Nils Schmid, SPD
Matthias KesslerNils Schmid (51) war von 2011 bis 2016 Minister für Wirtschaft und Finanzen sowie stellvertretender Ministerpräsident von Baden-Württemberg. Seit 2017 ist er Mitglied des Deutschen Bundestages. Schmid ist in Filderstadt aufgewachsen und tritt für den Wahlkreis Nürtingen an. Auch er verpasst das Direktmandat mit 16,4 Prozent der Erststimmen (-4,6), zieht jedoch über die Landesliste (Platz 2) in den Bundestag ein. Die meisten Stimmen im Wahlkreis Nürtingen erhält Matthias Fabian Hiller aus der CDU mit 37,7 Prozent aller Erststimmen.
Thomas Bareiß, CDU

Thomas Bareiß, CDU
BlickleThomas Bareiß (50) ist seit 2005 im Deutschen Bundestag und vertritt dort den Wahlkreis Zollernalb-Sigmaringen. Von März 2018 bis Dezember 2021 war er Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie und Beauftragter der Bundesregierung für Tourismus und Mittelstand. Im Dezember 2021 wurde Bareiß zum verkehrspolitischen Sprecher der CDU/ CSU-Bundestagsfraktion ernannt. Mit 37,1 Prozent (+7,0) erhielt Bareiß in seinem Wahlkreis die meisten Erststimmen und das Direktmandat.
Thorsten Frei, CDU

Thorsten Frei, CDU
Michael Kappeler/dpaThorsten Frei war von 2004 bis 2013 Oberbürgermeister von Donaueschingen. Seit 2013 ist er Mitglied im Deutschen Bundestag und vertritt den Wahlkreis Schwarzwald-Baar. Frei gilt als enger Vertrauter und als rechte Hand von Parteichef Friedrich Merz. Der CDU-Politiker erhält in seinem Wahlkreis das Direktmandat mit 42,3 Prozent aller Erststimmen (+5,9).
Roderich Kiesewetter, CDU

Roderich Kiesewetter, CDU
Monika Skolimowska/dpaRoderich Kiesewetter (61) tritt für den Wahlkreis Aalen-Heidenheim an. Er ist seit 2009 Mitglied des Deutschen Bundestages. Vor seiner politischen Karriere war er einige Jahre bei der Bundeswehr tätig. Im Bundestag ist er unter anderem Vorsitzender für Außenpolitik im Auswärtigen Ausschuss, Sprecher für Krisenprävention und stellvertretender Vorsitzender des Parlamentarischen Kontrollgremiums. Kiesewetter erhält das Direktmandat im Wahlkreis Aalen-Heidenheim mit 41,4 Prozent aller Erststimmen (+4,3).
Ricarda Lang, Bündnis 90/Die Grünen

Ricarda Lang, Bündnis 90/Die Grünen
Anna Ross/dpaRicarda Lang (31) ist seit 2021 im Deutschen Bundestag. Sie ist frauenpolitische Sprecherin und war von Februar 2022 bis November 2024 zusammen mit Omid Nouripour Bundesvorsitzende der Grünen. Sie ist in Filderstadt groß geworden und tritt für den Wahlkreis Backnang-Schwäbisch Gmünd an. Mit 10,7 Prozent der Erststimmen belegte Lang den dritten Platz hinter CDU und SPD. Das Direktmandat geht an Ingeborg Gräßle, mit 36,6 Prozent aller Erststimmen. Lang bleibt Bundestagsabgeordnete, sie zieht über die Landesliste (Platz 2) erneut in den Bundestag ein.
Franziska Brantner, Bündnis 90/Die Grünen

Franziska Brantner, Bündnis 90/Die Grünen
Sven Hoppe/dpaFranziska Brantner (45) vertritt seit 2013 den Wahlkreis Heidelberg im Bundestag und ist seit November 2024 Bundesvorsitzende der Grünen. Von 2009 bis 2013 war sie Abgeordnete im Europaparlament und brachte sich dort insbesondere im Bereich Außenpolitik ein. Die meisten Erststimmen in ihrem Wahlkreis gingen an Alexander Föhr von der CDU mit 29,2 Prozent. Brantner erreichte den zweiten Platz mit 27,7 Prozent. Die Grünenpolitikerin zieht über die Landesliste (Platz 1) erneut in den Bundestag ein.
Agnes Monika Brugger, Bündnis 90/Die Grünen

Agnes Monika Brugger, Bündnis 90/Die Grünen
Michael Kappeler/dpaAgnes Monika Brugger (40) vertritt seit 2009 den Wahlkreis Ravensburg im Deutschen Bundestag. Seit 2018 ist sie stellvertretende Vorsitzende der Grünen Bundestagsfraktion mit Arbeitsschwerpunkt auf internationaler Politik, Europa und Menschenrechten. Das Direktmandat in ihrem Wahlkreis erhält Axel Müller von der CDU mit 38,7 Prozent aller Erststimmen. Brugger erhält 15,3 Prozent der Erststimmen (-5,8) und zieht über die Landesliste (Platz 3) erneut in den Bundestag ein.
Judith Skudelny, FDP

Judith Skudelny, FDP
Bernd Weißbrod/dpaJudith Skudelny ist seit 2015 Generalsekretärin der FDP und Mitglied der Liberalen Frauen. Sie war von 2009 bis 2013 und dann wieder von 2017 bis 2025 Mitglied im Deutschen Bundestag. Skudelny ist Vorsitzende der FDP-Landesgruppe Baden-Württemberg und Sprecherin für Umwelt- und Verbraucherschutz der FDP-Bundestagsfraktion. Bei der Bundestagswahl 2025 war sie die Spitzenkandidatin der FDP Baden-Württemberg. Die Partei erreichte 5,6 Prozent der Zweitstimmen in Baden-Württemberg, bundesweit scheiterte die Partei allerdings an der 5-Prozent-Hürde (4,3 Prozent) und wird nicht mehr in den Bundestag einziehen.
Diana Zimmer, AfD

Diana Zimmer, AfD
Uli Deck/dpaDiana Zimmer (26) ist eine Nachwuchspolitikerin, die durch ihre Direktkandidatur für die Alternative für Deutschland überregional bekannt wurde. Die 26-Jährige ist in Pforzheim geboren. 2019 trat sie zu den Kommunalwahlen an, aus denen sie später als zweitjüngste Stadträtin der Stadt Pforzheim hervorging. Zimmer verpasst mit 26,9 Prozent der Erststimmen das Direktmandat. Die meisten Stimmen gehen an Gunther Krichbaum von der CDU, mit 37,1 Prozent. Zimmer zieht über die Landesliste (Platz 8) in den Bundestag ein.
Markus Frohnmaier, AfD

Markus Frohnmaier, AfD
Michael Kappeler/dpaMarkus Frohnmaier (33) ist seit 2013 Mitglied der AfD und vertritt seit 2017 als Mitglied im Deutschen Bundestag den Wahlkreis Böblingen. Er ist entwicklungspolitischer Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, Landessprecher des AfD-Landesverbandes Baden-Württemberg und Kreissprecher im Landkreis Böblingen. Er bekam 17,7 Prozent aller Erststimmen (+8,8). Das Direktmandat geht an Marc Josef Biadacz (CDU) mit 37,3 Prozent der Erstimmen, Frohnmaier zieht über die Landesliste (Platz 2) in den Bundestag ein.
Jessica Tatti, BSW

Jessica Tatti, BSW
Marijan Murat/dpaJessica Tatti (43) war bis 2024 Partei-Mitglied der Linken, ehe sie zum Bündnis Sahra Wagenknecht wechselte. Seit 2017 ist sie Mitglied des Deutschen Bundestages. Bei der Bundestagswahl 2025 ist sie Spitzenkandidatin des BSW Baden-Württemberg. Die Partei erreicht 4,1 Prozent der Stimmen in Baden-Württemberg, bundesweit erreicht die Partei 4,97 Prozent und scheitert somit an der 5-Prozent-Hürde.
Sahra Mirow, Die Linke

Marijan Murat/dpa
Marijan Murat/dpaSahra Mirow (41) ist Spitzenkandidatin der Linke Baden-Württemberg. Sie ist seit 2014 für die Linke im Heidelberger Stadtrat und führte die Partei bereits bei der Landtagswahl 2021 in den Wahlkampf. Damals verpasste die Partei allerdings den Sprung ins Baden-Württemberger Landesparlament. Gemeinsam mit Luigi Pantisano (Platz 2) und Gökay Akbulut (Platz 3) bildet Mirow bei der Bundestagswahl 2025 das „Spitzen-Trio“ Baden-Württembergs. In Baden-Württemberg kommt sie auf 6,8 Prozent der Zweitstimmen, bundesweit erreicht die Linke 8,8 Prozent und zieht somit in den Bundestag ein.
Bundestagswahl 2025
Die wichtigsten Analysen und Hintergründe nach der Bundestagswahl:
- Union: Friedrich Merz muss Kompromisse eingehen
- AfD: So viel Macht hat die Partei jetzt im Bundestag
- SPD: Was plant Lars Klingbeil?
- FDP: Wer übernimmt nach Christian Lindner?
- Linke: Triumph einer totgesagten Partei
- Grüne: Eine bittere Niederlage
- BSW: Hat die Klage eine Chance?
- Warum junge Menschen extrem links und extrem rechts wählten
- Kommentar: Der geringe Spielraum des neuen Kanzlers Friedrich Merz
- Kommentar: Warum Robert Habecks Abgang ein Verlust ist

