Wieder einmal haben sich Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf gegen ihren Arbeitgeber behaupten können. Das Duo gewann am Dienstagabend bei „Joko und Klaas gegen ProSieben“ erneut 15 Minuten Live-Sendezeit. „Joko und Klaas Live“ lief dann am Mittwochabend von 20:15-20:30 Uhr auf ProSieben.
Was die beiden sich ausgedacht haben, erfahrt ihr hier.

Joko und Klaas lassen Migranten aus Moria berichten

In der heutigen Sendung ging es um ein ernstes Thema und ein Thema, das Joko und Klaas auch schon länger beschäftigt: Das Flüchtlingslager und die unmenschlichen Umstände insbesondere seit dem Feuer auf der Insel Moria. Videos und Aufnahmen von der Reise eines Flüchtlings werden gezeigt, wie er und viele weitere Flüchtlinge auf einem Boot festsitzen. Endlich auf Moria angekommen werden die Hoffnungen und Erwartungen nicht erfüllt. Das Lager offenbart sich als überfüllt, unhygienisch und die Umstände lassen zweifeln, ob das wirklich Europa ist.
Das Feuer, dessen Entstehung bislang nicht geklärt ist, nimmt den Flüchtlingen das wenige, was sie besitzen. Milad Ebrahimi heißt der junge Mann, der seit Januar in Moria ist und von den unmenschlichen Zuständen in dem inzwischen zerstörten Flüchtlingslager berichet. Er erzählt von Tränengaseinsätzen der Polizei, weinenden Kindern und absolutem Chaos.
Der junge Migrant Milad Ebrahimi aus Afghanistan berichtet unter welch widrigen Bedingungen er auf dem Mittelmeer nach Europa kam und welch unwürdige Zustände er antraf.
Der junge Migrant Milad Ebrahimi aus Afghanistan berichtet unter welch widrigen Bedingungen er auf dem Mittelmeer nach Europa kam und welch unwürdige Zustände er antraf.
© Foto: dpa
Die Szenen sind schwer zu ertragen, erinnern aber daran dass viele Menschen hier in Europa sind, die Unmenschliches ertragen müssen. Die Frage am Ende, die wir uns alles stellen sollten ist: Ist das Europa?

Unterföhring

A short story of Moria: 15 Minuten von Joko und Klaas als YouTube-Video

Auf YouTube könnt ihr euch jetzt die 15 Minuten vom Mittwochabend nochmal ansehen.

Youtube Joko & Klaas 15 Minuten live

In den Kommentaren unter dem Video bekommen die beiden Entertainer positives Feedback. Ein User schreibt: „Ich war schon immer Fan von Joko und Klaas. Jedoch ist mir erst durch Beiträge dieser Art bewusst geworden, dass hinter ihnen mehr steckt als das "Blödel-Duo. Es braucht definitiv mehr Promis, die ihre Reichweite für solche Botschaften nutzen!“
Andere User zeigen sich auch emotional aufgerüttelt: „Ich bin gerade so betroffen, ich hab Tränen in den Augen, Gänsehaut, bin sprachlos und einfach nur wütend. Und dass es Menschen gibt, die solche Bilder sehen, und dann über Schuldzuweisungen und Grenzen reden statt über Menschlichkeit.“

Leave no one behind: Kampagne sammelt Spenden für Flüchtlinge

Das letzte Bild der kurzen Dokumentation zeigte die Internetadresse der Kampagne #LeaveNoOneBehind. Die Spendenkampagne auf der Webseite leavenoonebehind2020.org/donate sammelt Gelder, damit Menschen in Not geholfen werden kann. So zum Beispiel auch den Flüchtlingen in Moria.

Joko und Klaas 15 Minuten: Die bisherigen Folgen

Bisher nutzen die beiden Spaßvögel ihre 15 Minuten live für unterschiedliche Themen - das kann ziemlich lustig sein oder auch mal ganz schön ernst werden: eine Corona-Call-In-Show, in der Verschwörungtheoretiker veräppelt werden, bis hin zu einer Ausstellung über sexuelle Belästigung bei Frauen mit dem Titel „Männerwelten“. Eine Folge ließen sie wegen des Anschlags auf Halle ausfallen.