Am Tag der Deutschen Einheit läuft im Ersten ein besonderes Feiertagsprogramm. Statt der üblichen Diskussion bei „Hart aber fair“ zeigt der Sender den Spielfilm „Das Weiße Haus am Rhein“. Der Event-Zweiteiler erzählt vom Überlebenskampf einer Hotelierdynastie nach der Katastrophe des Ersten Weltkriegs.
  • Wann laufen die beiden Teile im Ersten?
  • Um was geht es?
  • Wer sind die Darsteller?
  • Wo wurde gedreht?
Alle Infos rund um die Ausstrahlung, Handlung, Besetzung und Drehorte findet ihr hier im Überblick.

„Das Weiße Haus am Rhein“: Sendetermine im Ersten

„Das Weiße Haus am Rhein“ ist ein Zweiteiler, der am selben Abend im Ersten ausgestrahlt wird. Beide Teile haben eine Länge von etwa 90 Minuten und werden im Anschluss nicht wiederholt.
Das sind die Sendetermine und Sendezeiten im Ersten:
  • Teil 1: Montag, 3. Oktober 2022, um 20:15 Uhr
  • Teil 2: Montag, 3. Oktober 2022, um 21:45 Uhr

„Das Weiße Haus am Rhein“ als Stream in der ARD-Mediathek

Wer am Feiertag nicht einschalten kann, hat Glück, denn der Spielfilm ist auch in der ARD-Mediathek abrufbar. Bereits eine Woche vor dem Sendetermin kann dass Drama gestreamt werden. Im Anschluss an die Ausstrahlung stehen die Filme dort für insgesamt drei Monate zur Verfügung.

„Das Weiße Haus am Rhein“: Handlung am 03.10.2022

Der Event-Zweiteiler zeigt die Schwierigkeiten einer Hoteliersfamilie, die nach dem Krieg um ihr Überleben kämpft. Beide Teile laufen am selben Abend im Ersten. Doch um was geht es genau? Hier erfahrt ihr die Handlung zum Drama.

Teil 1

Traumata aus den Schützengräben und eine schwere Schuld plagen Emil Dreesen, der aus dem ersten Weltkrieg zurück kehrt. Doch das will er hinter sich lassen: „Wir Jungen müssen uns die Welt zurückholen“ – daran glaubt der junge Mann. Ganz anders als sein nationalistischer Vater Fritz, der sich über die Französischer Besatzer in seinem Hotel Dreesen aufregt. Emil, der als Juniorchef des Hotels agiert, will sich mit den Franzosen versöhnen und plant mit seiner Schwester Ulla, Kultur und Unterhaltung zu bieten. Dabei bekommt der 21-Jährige Rückendeckung von seiner Großmutter Adelheid und Kriegsfreund Robert, mit dem sich Fritz ein Geheimnis teilt. Als ein ehemaliger Frontkamerad auftaucht und Emil erpressen will, hilft ihm das Zimmermädchen Elsa. Für Fritz‘ Eltern ein Dorn im Auge, denn sie ist eine überzeugte Kommunistin, die um die Rechte der weiblichen Bediensteten streitet.

Teil 2

Juniorchef Emil Dreesen will dem weißen Hotel, das ganz im Jugendstil glänzt, mehr Glamour und Amüsement zuschreiben. Dass er den Filmstar Charlie Chaplin einladen will, erweist sich als geniale PR-Maßnahme. Als seine jüngere Schwester Ulla das uneheliche Kind des senegalesisch-französischen Soldaten Bakary Diarra zur Welt bringt, ist das Familienleben um Vater Fritz und Mutter Maria zerstört. Doch Emil lässt das nicht zu und sorgt dafür, dass das Kind in der Familie aufwachsen kann. Rassismus und Frauenfeindlichkeit passen nicht in das Bild des 21-Jährigen. So engagiert er die Sängerin Claire Deltour aus Paris, deren freizügiges Varieté-Programm für Aufsehen sorgt. Emils Eltern suchen die Wertschätzung des aufstrebenden Machtpolitikers Adolf Hitler, der das weiße Hotel als Hauptquartier nutzt. Als der Juniorchef ihm auch noch beharrlich den „Führergruß” verweigert, droht ihm die Verhaftung durch den örtlichen SA-Mann. Jetzt muss Emil seine Grundsätze verraten – und das nicht ohne Folgen...
Emil möchte aus dem Hotel ein Ort voller Freude und Glanz zaubern – doch das kommt nicht bei jedem gut an.
Emil möchte aus dem Hotel ein Ort voller Freude und Glanz zaubern – doch das kommt nicht bei jedem gut an.
© Foto: ARD Degeto/SWR/WDR/Zeitsprung Film/Krzysztof Wiktor

Die Besetzung von „Das Weiße Haus am Rhein“

Das Ensemble des Zweiteilers geht über drei Generationen. Wer neben Jonathan Berlin als Emil Dreesen im Cast von „Das Weiße Haus am Rhein“ ist, seht ihr in der Besetzungsliste:
Rolle – Schauspieler:
  • Emil Dreesen – Jonathan Berlin
  • Fritz Dreesen – Benjamin Sadler
  • Maria Dreesen – Katharina Schüttler
  • Ulla Dreesen – Pauline Rénevier
  • Adelheid Dreesen – Nicole Heesters
  • Elsa Wahlen – Henriette Confurius
  • Robert Harthaler – Jesse Albert
  • Karl Zerbes – Paul Faßnacht
  • Oberst Soter – Jean-Yves Berteloot
  • Kapitän Escoffier – David Berton
  • Jupp Pützer – Peter Nottmeier
  • Rudolf Kossiczek – Hendrik Heutmann
  • Kurt Senkert – Werner Wölbern
  • Whoosley – Ian Dickinson
  • Bakary Diarra – Farba Dieng
  • Hilde – Edda Lina Janz
  • Karolus Karus – Jean-Luc Bubert
  • Oberleutnant – Makke Schneider
  • Dr. Vollmer – Stefan Preiss
  • Hans Senkert – David Hürten
  • Konrad Adenauer – Andreas Schröders
  • Paul Schwarz – Philipp Sonntag
  • Adolf Hitler – Max Gertsch
  • Zimmermädchen – Greta Bebenroth
  • Zimmermädchen Helene – Laura Sophia Landauer
  • Claire Deltour – Deleila Piasko
  • Harm Altmann – Florian Claudius Steffens
  • Charlie Chaplin – Stephen Multari
  • Eva Braun – Maria Wördemann
  • Bruno Mayen – Arndt Schwering-Sohnrey
  • Oberleutnant – Makke Schneider
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Ulm

„Das Weiße Haus am Rhein“: Drehorte

Zuschauer des Filmes fragen sich sicherlich, wo „Das Weiße Haus am Rhein“ gedreht wurde. Die Dreharbeiten zum Zweiteiler dauerten vom 22.09.2020 bis 12.12.2020. Der Start war in Polen, wo für 29 Drehtage in Breslau und Umgebung Teile des Hotels Dreesen Innen und Außen ausgestattet und gebaut worden waren. Zudem fanden einige Aufnahmen statt, die auf Seitenarmen des Rheins spielen. Ab Ende Oktober wurde am tatsächlichen Hotel Dreesen in Nordrhein-Westfalen an der berühmten Fassade des Hotels gedreht. Diese Fassade wurde in der Postproduktion allerdings digital mit Visual Effects bearbeitet, um sie in den korrekten historischen Zustand der damaligen Zeit zu verwandeln. In NRW wurde außerdem an weiteren Originalschauplätzen, wie dem Drachenfels am Rhein, gefilmt. Vor dem Drehende zog die gesamte Crew Ende November noch einmal für ein paar Drehtage nach Bayern, wo zusätzliche Innenaufnahmen des Hotel Dreesen entstanden sind.

Die Kritik zu „Das Weiße Haus am Rhein“

Die Hoteliersfamilie Dreesen, die bis heute das geschichtsträchtige Haus in Bad Godesberg betreibt: Ihre Geschichte die zwischen dem Ende des Ersten und dem Beginn des Zweiten Weltkriegs handelt, geht unter die Haut. Passend zum Tag der Deutschen Einheit strahlt das Erste den Spielfilm aus. Doch lohnt sich das Einschalten?
Die „Süddeutsche“ übt scharfe Kritik aus: „Wären die Hoteliers so ambitionslos gewesen wie diese Produktion, das Rheinhotel Dreesen hätte rasch seinen Bankrott erklären müssen.“ Immer dann, wenn es düster wird, wird Nebel eingespielt – wendet sich alles zum Guten, geht die Sonne auf. Auch sollen die Schauspieler immer die selben Gesichtsausdrücke haben: kreativ, langweilig, herrisch, formbar. Mehr als das bringen die Darsteller der Kritik nach nicht über das Gesicht. Lediglich in der letzten halben Stunde würden die Szenen „menschlicher“.
Ganz anders sieht das etwa Rainer Tittelbach von „tittelbach.tv“: Er lobt den Zweiteiler sehr. Durch die lange Zeitspanne, die der Film erzähle, laufe die Handlung Gefahr, in ein ständiges Auf und Ab zu verfallen, so der Kritiker. „Doch die Gratwanderung gelingt, da die […] angespielten, aber nicht ausgespielten Nebenthemen dem Hauptkonflikt, die Existenz des Hotels und die verratenen Ideale, immer wieder neue Impulse geben und weil dadurch die drei Filmstunden – die absolut passende Länge für diesen Stoff! – zu einem stimmigen Ganzen werden, in dem sich Dramatik und filmische Poesie die Waage halten.“ Sein Fazit: „Dieser kompakte, bestens besetzte Zweiteiler fließt.“