Neue Kapitänin der DFB-Frauen
: Gwinn will sich gegen Österreich nicht verstecken

Giulia Gwinn vom FC Bayern München führt die deutsche Fußballnationalmannschaft der Frauen erstmals als Kapitänin an. Ein Umbruch deutet sich an.
Von
Florian Huth
Berlin
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Giulia Gwinn vom FC Bayern München trägt gegen Österreich zum ersten Mal die Kapitänsbinde der deutschen Fußballnationalmannschaft der Frauen.

Sebastian Christoph Gollnow/dpa

Giulia Gwinn wird die deutschen Fußballerinnen in Abwesenheit von Alexandra Popp zum Start der EM-Qualifikation in Österreich als Kapitänin anführen. Stellvertretende Spielführerin ist Lena Oberdorf.

Gwinn nach 41 Länderspielen nun Kapitänin

Die Außenverteidigerin Gwinn von Meister Bayern München ist unumstrittene Stammkraft auf der rechten Abwehrseite. Trotz zweier Kreuzbandrisse hat die 24-Jährige bereits 41 Länderspiele bestritten und zuletzt ihren Führungsanspruch auch im DFB-Team öffentlich untermauert.

Gwinn: Wer sich wegduckt, bewirkt nichts.“

„Ich möchte Verantwortung übernehmen und das auch verkörpern“, sagte Gwinn, die auch designierte Elfmeterschützin der Nationalelf ist: „Da gehe ich voran, verstecke mich nicht. Wer sich wegduckt, bewirkt nichts.“ Mittelfeldspielerin Oberdorf gehört als feste Größe im Zentrum bereits seit längerem dem Mannschaftsrat an.

Popp und Hegering nicht im Kader

Popp verpasst wie Abwehrchefin Marina Hegering die Spiele der DFB-Frauen in Linz sowie am Dienstag in Aachen gegen Island verletzungsbedingt. Nachdem Vize-Kapitänin Svenja Huth Mitte März aus dem DFB-Team zurückgetreten war, hatte Interims-Bundestrainer Horst Hrubesch zunächst offen gelassen, wer in der anstehenden Partie die Kapitänsbinde tragen wird.

Gwinn und das Ende des „Angsthasen-Fußballs“.

Gwinns Credo lautet, „dass es uns als Team hilft, wenn jüngere Spielerinnen Verantwortung übernehmen - neben dem Platz, aber vor allem auch im Spiel.“ Das gilt auch für den Umgang mit den Medien, nach Spielen steht sie gerne für Interviews parat. Als die Nationalelf im Februar beim 1:2 in Frankreich ihre erste Olympia-Chance vergeben hatte, sprach Gwinn Klartext - und forderte live im TV ein Ende des „Angsthasen-Fußballs“.