Mehrzahl aus Bayern
: 24 Tunesier ins Heimatland abgeschoben

Nach einem Abschiebeflug verurteilter Straftäter nach Afghanistan im August wurden jetzt Tunesier per Flugzeug von Frankfurt aus in ihre Heimat zurückgebracht. 16 von ihnen waren verurteilte Straftäter in bayerischer Obhut.
Von
dpa
München
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Abschiebung in Flugzeugen: ARCHIV - 14.10.2023, Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf: Passagierflugzeuge starten vom Flughafen in Düsseldorf. (zu dpa: «24 Tunesier in Heimatland ausgeflogen») Foto: Thomas Banneyer/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

24 Tunesier wurden von Frankfurt aus in ihr Heimatland ausgeflogen.

Thomas Banneyer/dpa (Symbolbild)

Deutschland hat 24 Tunesier per Flugzeug in ihr Heimatland abgeschoben. Das teilte das bayerische Innenministerium mit, das die Federführung bei der Maßnahme hatte. 22 der 24 Tunesier hatten sich zuletzt in Bayern aufgehalten.

Vergewaltigung, Körperverletzungen und andere Delikte begangen

Von den 22 Personen in bayerischer Obhut seien 16 verurteilte Straftäter gewesen. Ihnen wurden Delikte wie Diebstahl, Hausfriedensbruch, Vergewaltigung, sexuelle Belästigung, vorsätzliche und gefährliche Körperverletzung, Nötigung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Bedrohung, Unterschlagung und Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz zur Last gelegt.

Sie seien vom Flughafen Frankfurt nach Enfidha in Tunesien geflogen worden. „Wir forcieren unsere Bemühungen, insbesondere Straftäter nach Tunesien abzuschieben“, sagte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU).

Afghanischer Vergewaltiger im August abgeschoben

Im August waren – erstmals seit der Machtübernahme der Taliban vor drei Jahren – 28 Straftäter nach Afghanistan geflogen worden. Mit an Bord war auch ein 31-Jähriger, der im Jahr 2019 mit drei anderen Männern eine Gruppenvergewaltigung an einer 14-Jährigen in Illerkirchberg (Alb-Donau-Kreis) begangen hatte.