Umfrage
: Union und AFD gleichauf – Was wäre, wenn jetzt gewählt würde?

Im jüngsten ZDF-„Politbarometer“ erreichen Union und AfD erstmals denselben Wert. Die Union verschlechtert sich im Vergleich zur Umfrage vor zwei Wochen.
Von
Florian Huth
Berlin
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Politbarometer: Mehrheit sieht Wählertäuschung durch CDU/CSU: ARCHIV - 25.02.2025, Berlin: Friedrich Merz (r), CDU-Bundesvorsitzender und CDU/CSU-Fraktionsvorsitzender im Bundestag, und Markus Söder, CSU-Parteivorsitzender und Ministerpräsident von Bayern, geben vor der konstituierenden Sitzung der neuen Unionsfraktion im Bundestag ein Statement. (zu dpa: «Politbarometer: Mehrheit sieht Wählertäuschung durch CDU/CSU») Foto: Sebastian Gollnow/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Bundeskanzler Friedrich Merz und die Union blicken sorgenvoll auf das aktuelle „Politbarometer“.

Sebastian Gollnow/dpa

Union und AfD liegen im aktuellen ZDF-„Politbarometer“ erstmals gleichauf. BSW und FDP würden mit jeweils drei Prozent weiterhin nicht in den Bundestag einziehen.

CDU/CSU und AfD jeweils mit 26 Prozent

In der am 19. September 2025 veröffentlichten Umfrage der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen kommen CDU/CSU und AfD jeweils auf 26 Prozent. Die Union verschlechtert sich dabei im Vergleich zur Befragung vor zwei Wochen um einen Prozentpunkt, die AfD verbessert sich um einen Punkt.

Auf dem dritten Platz bleibt die SPD mit unverändert 15 Prozent. Es folgt nun die Linkspartei mit elf Prozent (plus eins) vor den Grünen mit zehn Prozent (minus eins). BSW und FDP würden mit jeweils drei Prozent weiterhin nicht in den Bundestag einziehen. Für sonstige Parteien werden sechs Prozent vorhergesagt. Eine parlamentarische Mehrheit für die aktuelle schwarz-rote Koalition gäbe es bei diesem Ergebnis nicht.

Die Umfragewerte am 19. September 2025 im Überblick

  • CDU/CSU 26 Prozent
  • AfD 26 Prozent
  • SPD 15 Prozent
  • Linkspartei 11 Prozent
  • Grüne 10 Prozent
  • BSW 3 Prozent
  • FDP 3 Prozent
  • Sonstige 6 Prozent

Ranking der zehn wichtigsten Politikerinnen und Politiker

Im Ranking der zehn wichtigsten Politikerinnen und Politiker bleibt Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) mit einem Zustimmungswert von 1,8 (minus 0,2) auf dem ersten Platz. Es folgen Außenminister Johann Wadephul (CDU) mit 0,6 (minus 0,1), Arbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) mit 0,0 (minus 0,5) und Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) mit ebenfalls 0,0 (minus 0,4).

In den Negativbereich rutscht Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) mit nun minus 0,2 (minus 0,2). Schlusslichter sind BSW-Chefin Sahra Wagenknecht mit minus 1,9 (unverändert) und AfD-Chefin Alice Weidel mit minus 2,4 (beide unverändert).

Die Forschungsgruppe Wahlen befragte für das „Politbarometer“ von Dienstag bis Donnerstag repräsentativ 1419 zufällig ausgewählte Wahlberechtigte. Die statistische Fehlerquote wurde je nach Prozentwert mit zwei bis drei Prozentpunkten angegeben.