Aktuelle Umfrage: Union und AfD trennt nur noch 1 Prozentpunkt

Die AfD wurde bei der Bundestagswahl am 23. Februar zweitstärkste Kraft. Seitdem gewinnt sie zunehmend an Zustimmung und liegt inzwischen nur knapp hinter der Union.
Kay Nietfeld/dpa- CDU und CSU verlieren nach der Bundestagswahl Zustimmung, AfD gewinnt und liegt nur 1 Prozentpunkt hinter der Union.
- AfD erreichte bei der Wahl 20,8%, jetzt 24% in Umfragen, Union von 28,5% auf 25%.
- SPD, Grüne und Linke verändern ihre Positionen leicht, Schwarz-Rot hätte keine Mehrheit.
- Merz verliert Vertrauen, Wirtschaft und Ukraine-Krieg sind zentrale Themen.
- 43% glauben, keine Partei löst Deutschlands Probleme.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Gut fünf Wochen nach der Bundestagswahl ist die AfD in einer Umfrage auf nur einen Punkt an die Union herangerückt. Dem Trendbarometer von RTL und ntv zufolge haben CDU und CSU seit der Wahl deutlich eingebüßt und kommen aktuell nur noch auf 25 Prozent, die AfD kann dagegen auf 24 Prozent zulegen, ein Höchstwert für die Partei in der Forsa-Umfrage, wie es bei RTL und ntv heißt.
Die Union hatte die Wahl am 23. Februar mit 28,5 Prozent der Zweitstimmen gewonnen. Die AfD landete mit 20,8 auf Platz zwei.
Die SPD verliert in der Umfrage ebenfalls Punkte und kommt auf 15 Prozent (16,4 bei der Bundestagswahl). Die Grünen erreichen 12 Prozent (11,6). Weiter zulegen kann die Linke, die bei der Wahl bereits mit einem hohen Ergebnis überrascht hatte. Sie kommt in der Umfrage auf 10 Prozent (8,8). Alle übrigen Parteien würden weiterhin an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern, darunter FDP und BSW mit jeweils vier Prozent.
Schwarz-Rot wäre aktuell nicht mehr möglich
Rechnerisch hätten bei einem solchen Ergebnis die mutmaßlichen Koalitionspartner Union und SPD keine Mehrheit im Bundestag. Möglich wären Koalitionen unter Einbeziehung zusätzlich der Grünen oder der Linkspartei.
Auch der mutmaßlich nächste Bundeskanzler Friedrich Merz büßt schon vor Amtsantritt an Zustimmung ein. Nur noch 28 Prozent halten ihn für vertrauenswürdig, 70 Prozent tun dies nicht. Anfang Dezember hatten noch 36 Prozent der Bürgerinnen und Bürger Vertrauen in Merz gehabt.
Wirtschaft und Krieg in der Ukraine zentrale Themen
Als besonders wichtiges Thema nannten 49 Prozent der Befragten die schwierige wirtschaftliche Lage. Es folgen der Krieg Russlands gegen die Ukraine mit 46 Prozent und der Themenbereich USA/Nato/Verteidigung mit 40 Prozent. Die Regierungsbildung in Deutschland nannten 39 Prozent, Migration und Zuwanderung lediglich zehn Prozent und die Vorgänge in der Türkei sieben Prozent (Mehrfachnennungen möglich).
Bei der Frage, welche der Parteien am besten mit den Problemen in Deutschland fertig werden, liegen CDU/CSU mit 21 Prozent vorn. Der Wert ist allerdings schlechter als unmittelbar nach der Bundestagswahl (27 Prozent). Es folgt die AfD mit zwölf Prozent vor der SPD mit neun Prozent, den Grünen mit sieben Prozent und der Linken mit fünf Prozent. 43 Prozent trauen dies keiner Partei zu.
Forsa befragte für das „Trendbarometer“ vom 25. bis 31. März 2508 Bürgerinnen und Bürger. Die statistische Fehlertoleranz wurde mit plus/minus 2,5 Prozentpunkte angegeben. Zur Frage nach der politischen Kompetenz der Parteien wurden 1009 Menschen befragt, zur Vertrauenswürdigkeit von Merz 1002 Menschen.

