Agenten festgenommen: Bayerischer Polizei gehen zwei Spione ins Netz

Die Polizei hat bei einer Routinekontrolle einen Zufallstreffer gelandet: Zwei Männer aus Lettland und der Unkraine stehen unter Spionageverdacht.
David Inderlied/dpa- Routinekontrolle auf der A6 bei Neuendettelsau: Zwei Männer festgenommen.
- Verdacht auf Agententätigkeit: Einsatz für eine ausländische Einrichtung möglich.
- Im Auto gefunden: falsche Ausweise, Kameras, Drohne, GPS-Tracker, Funkgeräte, Telefone.
- Festgenommene sind 45 und 43 Jahre alt und stammen aus Lettland und der Ukraine.
- Beide ohne festen Wohnsitz in Deutschland – Untersuchungshaft und Ermittlungen laufen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Bei einer Routinekontrolle in Bayern sind der Polizei möglicherweise zwei ausländische Agenten ins Netz gegangen. Es bestehe der Verdacht, dass die am 12. April auf der A6 im mittelfränkischen Neuendettelsau festgenommenen Männer aus Lettland und der Ukraine „im Auftrag einer Vereinigung beziehungsweise einer Einrichtung außerhalb Deutschlands handelten“, teilte das Landeskriminalamt in München am 23. April mit.
Im Auto der beiden Männer hätten die Beamten bei der Kontrolle „diverse verdächtige Gegenstände“ sichergestellt, hieß es weiter.
Gefälschte Ausweise, mehrere Telefone, Funkgeräte
Darunter seien gefälschte Ausweisdokumente, Kameras, eine Drohne, GPS-Tracker, Funkgeräte sowie mehrere Telefone samt SIM-Karten gewesen. Nach Angaben der Polizei ist der lettische Staatsangehörige 45 Jahre alt, der Ukrainer sei 43 Jahre alt. Die beiden Männer seien in ihrem Auto auf dem Weg in Richtung Waidhausen/Pilsen unterwegs gewesen.
Die beiden Männer hätten keinen festen Wohnsitz in Deutschland. Derzeit sitzen sie in Untersuchungshaft. Gegen sie wird wegen des Verdachts der Agententätigkeit zu Sabotagezwecken sowie des Verschaffens von gefälschten Ausweisen ermittelt.
Für wen sie spioniert haben sollen, teilte das Landeskriminalamt nicht mit.
Berichte über sogenannte Wegwerf-Agenten
Immer wieder werden in Deutschland Spione geschnappt, wobei zuletzt vor allem Berichte über sogenannte Wegwerf-Agenten für Schlagzeilen sorgten. Dabei steht der Verdacht im Raum, dass Russland in osteuropäischen Ländern Laien anheuert, die Attentate verüben sollen.
Auch die Bauschaum-Attentate im Raum Ulm und in Berlin sollen auf das Konto solcher Wegwerf-Agenten gehen. Dabei steht der Vorwurf im Raum, dass es sich um politische Stimmungsmache gegen die Grünen handelte.

