In zwei Wochen ist es soweit: Die Uhren werden auf die Winterzeit umgestellt. Das ist dann die zweite und letzte Zeitumstellung für das Jahr 2021. Obwohl die Uhren jedes Jahr zweimal umgestellt werden – vor dem Sommer und vor dem Winter – kommen jedes Mal einige Fragen auf. Diese klären wir hier.
  • Wann ist die Zeitumstellung 2021?
  • Stellen wir die Uhren im Oktober vor oder zurück?
  • Wann wird die Zeitumstellung in Deutschland abgeschafft?
  • Wann ist die Zeitumstellung in den USA?
  • Seit wann gibt es die Zeitumstellung?
  • Welche ist die richtige Zeit?
  • Wann ist die Zeitumstellung 2022?
  • Ist die Zeitumstellung beim iPhone automatisch?
  • Welche negativen Folgen hat die Zeitumstellung?
Alle Antworten findet ihr in dieser Übersicht. Außerdem haben wir euch Tipps und Eselsbrücken, wie ihr euch die Zeitumstellung merken könnt.

Wann ist die Zeitumstellung 2021 im Oktober?

Für die Winterzeit gilt jedes Jahr die gleiche Regel: Die Uhr wird am letzten Sonntag im Oktober umgestellt. 2021 erfolgt die Zeitumstellung somit am Sonntag, den 31. Oktober.
Wir stellen die Uhren also in der Nacht von Samstag auf Sonntag von 3 Uhr auf 2 Uhr zurück. Die Stunde dazwischen gibt es quasi nicht. Dadurch wird diese Nacht um eine Stunde länger. Morgens wird es somit früher hell, abends dafür aber auch früher dunkel.

Zeitumstellung 2021 Winter: Vor oder zurück?

Zwar erfolgt die Zeitumstellung jedes Jahr nach dem gleichen Prinzip, dennoch haben viele Menschen Probleme, sich zu merken, wann die Uhren vor- und wann sie zurückgestellt werden. Es gibt zahlreiche Tipps und Eselsbrücken, um sich die Umstellung besser einzuprägen. Hier sind einige Beispiele:
  • Im Frühjahr stellt man die Gartenmöbel vor die Tür, entsprechend wird die Uhr vorgestellt. Im Herbst stellt man die Möbel zurück, die Uhr wird zurückgestellt.
  • Im Sommer zeigt das Thermometer Plus-Grade, im Winter Minus.
  • Im Winter stellt man die Uhr hinter.
  • Die Uhr wird immer Richtung Sommer gestellt - im Frühling vor, im Herbst zurück.
  • Frühjahrsmüdigkeit: Da im Frühjahr die Stunde vorgestellt wird, fehlt uns eine Stunde Schlaf.
  • Die Jahres-Regel: Im Frühling hat man das Jahr noch vor sich, im Herbst den Großteil schon hinter sich.

Zeitumstellung 2021: Abgeschafft in Deutschland?

Ewige Sommerzeit oder ewige Winterzeit? Beides wäre denkbar. Bereits im März 2019 hat das EU-Parlament für eine Abschaffung der Zeitumstellung ab dem Jahr 2021 gestimmt.
Dass es dazu kommt, ist aber mehr als fraglich – ein schnelles Ende der halbjährlichen Zeitumstellung auf europäischer Ebene ist derzeit nicht in Sicht, weil es keine ausreichende Mehrheit unter den 27 Mitgliedstaaten gibt, welche Zeit künftig gelten soll. Ein Flickenteppich verschiedener Zeitzonen unter Nachbarstaaten soll vermieden werden. Es fehle derzeit eine europaweite Folgenabschätzung, hieß es dazu zuletzt von der Bundesregierung.
Fiele die Zeitumstellung tatsächlich weg, gäbe es zwei Szenarien:
  • “Ewige Sommerzeit“: Die Sonne würde in Deutschland am kürzesten Tag des Jahres erst gegen 9:30 Uhr morgens aufgehen.
  • Bei der dauerhaften Winterzeit würde die Sonne am längsten Tag des Jahres schon kurz nach 20:30 Uhr untergehen.

Zeitumstellung USA auf Winterzeit

In den USA werden die Uhren ebenfalls im Herbst wieder von Sommerzeit auf Winterzeit zurückgestellt – allerdings immer eine Woche später als in Deutschland. Folglich werden die Uhren am Sonntag, 7. November 2021 um eine Stunde auf Winter- bzw. „Normalzeit“ zurückgestellt.

Seit wann gibt es die Zeitumstellung?

Seit 1980 werden die Uhren von der normalen Zeit, der umgangssprachlichen Winterzeit, auf die Sommerzeit umgestellt. Die Idee hinter der Zeitumstellung: Energie einsparen – das Tageslicht besser nutzen. Diese Überlegung fand insbesondere vor dem Hintergrund der Ölkrise 1973 statt. Ein weiterer Grund war zudem die Anpassung an die Nachbarländer, in denen die Regelung schon früher eingeführt worden war.
Durch die Umstellung auf die Sommerzeit bleibt es abends länger hell, wodurch angenommen wurde, dass weniger Strom für Licht verbraucht wird. Wie das Umweltbundesamt schreibt, wird durch die Sommerzeit jedoch nicht weniger Energie verbraucht. „Zwar wird durch die Zeitumstellung im Sommer tatsächlich abends weniger häufig das Licht angeknipst – im Frühjahr und Herbst jedoch wird in den Morgenstunden auch mehr geheizt. Das hebt sich gegenseitig auf. Die Zeitumstellung spart im Saldo daher keine Energie.“

Sommerzeit oder Winterzeit: Welche ist die richtige Zeit?

In Deutschland wurde die Zeitumstellung von der Normalzeit, meistens als Winterzeit bezeichnet, auf die Sommerzeit eingeführt. Die eigentlich „richtige“ Zeit ist demnach die Winterzeit.
Youtube

Youtube Sommer- oder Winterzeit: Was ist besser?

Zeitumstellung 2022 und 2023 in Deutschland

Im vergangenen Jahr wurden die Uhren im Frühjahr, am 29. März 2020, auf Sommerzeit und am 25. Oktober 2020 auf Winterzeit umgestellt.
In diesem und in den kommenden zwei Jahren findet die Zeitumstellung an folgenden Daten statt:
  • Sonntag, 31. Oktober 2021
  • Sonntag, 27. März 2022
  • Sonntag, 30. Oktober 2022
  • Sonntag, 23. März 2023
  • Sonntag, 29. Oktober 2023

iPhone Zeitumstellung – automatisch?

Die Zeitumstellung bei iPhones, iPads und Co. funktioniert in der Regel automatisch. Vorausgesetzt allerdings, dass ihr eure Zeitzone angegeben habt und unter Einstellungen „Automatisch einstellen“ aktiviert ist.
Bei Android-Smartphones funktioniert es ähnlich. Auch hier solltet ihr in den Einstellungen von „Datum & Uhrzeit“ die „Automatische Zeitzone“ sowie „Autmatische Datum/Uhrzeit“ angeklickt haben, um sicherzugehen, dass ihr die richtige Uhrzeit habt.

Negative Folgen der Zeitumstellung

Häufig wird über den Sinn der eingeführten Sommerzeit diskutiert. Mediziner haben festgestellt, dass die Zeitumstellung negative Auswirkungen auf den Biorhythmus unseres Körpers haben kann. Manche empfinden sie als eine Art Mini-Jetlag. Laut einer Umfrage der DAK-Gesundheit gibt ein Viertel der Befragten an, durch die Zeitumstellung schon einmal gesundheitliche Probleme gehabt zu haben. Die meisten von ihnen fühlten sich schlapp und müde. Zwei Drittel klagten auch über Einschlafprobleme und Schlafstörungen. Auch schlechtere Konzentrationsfähigkeit, Gereiztheit und depressive Verstimmungen zählen wohl zu den Auswirkungen.

Zeitumstellung Krankheiten: Hilft Homeoffice bei der Bewältigung?

Einer repräsentativen Umfrage der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH) zufolge fühlt sich jeder Zweite durch die halbjährliche Zeitumstellung gesundheitlich beeinträchtigt. Immerhin jeder fünfte Befragte glaubt allerdings, in diesem Jahr besser mit dem Uhrendreh klarzukommen, weil zum Beispiel durch Homeoffice und flexible Arbeitszeiten längeres Schlafen möglich ist. Besonders jüngere Menschen sind laut der Umfrage optimistisch die Zeitumstellung dieses Mal besser zu verkraften. 30 Prozent der 18- bis 29-Jährigen gaben an, mit einer positiveren Körperreaktion zu rechnen als in den vergangenen Jahren.