Maskenpflicht im Einzelhandel: Alle aktuellen Infos zum Tragen einer Maske beim Einkaufen

Die meisten haben sich an das Tragen einer Maske beim Einkaufen gewöhnt. Doch wann entfällt die Maskenpflicht im Einzelhandel?
Christophe Gateau/dpaTrotz immer neuer Höchststände bei den Neuinfektionen in Deutschland sollen nach dem Willen der Bundesregierung die meisten Corona-Regeln auslaufen. Von der Möglichkeit der Übergangsfrist bis zum 02. April 2022 machen die Länder reichlich Gebrauch. Angesichts des umstrittenen neuen bundesweiten Rechtsrahmens bleiben vielerorts bisherige Regeln bestehen. Auch die Maskenpflicht soll Anfang des nächsten Monats weitgehend fallen. Doch wo gilt die Maskenpflicht nach wie vor? Und welche Pläne gibt es für den Einzelhandel?
Gilt die Maskenpflicht aktuell noch im Einzelhandel?
Zunächst können alle Länder noch eine Übergangsfrist bis längstens zum 2. April nutzen, in der bisherige Corona-Regeln bestehen bleiben. So werden etwa in Baden-Württemberg und Mecklenburg-Vorpommern bisherige Regeln wie Maskenpflicht imEinzelhandel bis 2. April beibehalten, in Berlin bis 31. März. Bayern will einen Sonderweg einschlagen und das Bundesgesetz vorerst nicht anwenden. Es würden keine Vorkehrungen für die Zeit nach dem 2. April getroffen, sagte Gesundheitsministers Klaus Holetschek (CSU).
Wann braucht man keine Maske mehr beim Einkaufen?
Spätestens nach dem 2. April 2022 sind Schutzmaßnahmen wie Maskenpflicht im Einzelhandel nach dem neuen Gesetz nur noch in Hotspots möglich. Doch Rufe nach einer flächendeckenden Maskenpflicht gibt es besonders für Geschäfte. Möglich ist das künftig also nur noch, wenn Länder es regional für Hotspot-Gebiete festlegen.
Wegfall der Maskenpflicht im Einzelhandel: Das sagen Einzelhändler
Die deutschen Einzelhändler wollen die Maskenpflicht in Geschäften und Supermärkten nicht flächendeckend per Hausrecht durchsetzen, wenn die landesweiten Corona-Auflagen im April auslaufen. Das ergab eine Umfrage der Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland unter den großen Supermarktketten und Verbänden.
„Die Maske gehört für viele Kunden inzwischen zum Alltag, eine Pflicht ist aber keine dauerhafte Lösung“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Deutschland (HDE), Stefan Genth, dem RND. „Wann der Zeitpunkt für den Wegfall der Maskenpflicht gekommen ist, müssen die Expertinnen und Experten aus der Medizin einschätzen.“
Der Verband gibt seinen Mitgliedern keine Empfehlung für die Zeit nach dem 2. April an die Hand, wenn die Übergangszeit für die bisherigen Corona-Maßnahmen ausläuft.
Das gilt für die Maskenpflicht im Supermarkt nach 2. April
Die Schwarz-Gruppe, zu der Lidl und Kaufland gehören, erklärte dem RND gegenüber, dass sie sich grundsätzlich an den jeweiligen Corona-Regeln der Bundesländer und der aktuellen Arbeitsschutzverordnung orientiert und diese umsetzt. Eine allein von den Unternehmen vorgegebene Maskenpflicht scheidet damit aus.
Auch Rewe lehnte eine Maskenpflicht in Eigenregie ab: „Wir setzen die von den Behörden gemachten Anordnungen gewissenhaft um“, sagte ein Unternehmenssprecher dem RND. Aldi-Nord möchte „zunächst die politische Diskussion sowie die konkrete Ausgestaltung der Länderverordnungen abwarten“, teilte ein Sprecher mit.
Die Edeka-Gruppe verwies darauf, dass viele Filialen inhabergeführt seien und „eigenständig über alle Maßnahmen in ihren Märkten“ entscheiden könnten, wie eine Unternehmenssprecherin dem RND sagte. Eine zentrale Vorgabe sei deshalb nicht geplant.
Textilhandel plädiert für Beibehaltung der Maskenpflicht beim Shoppen
Der Handelsverband Textil Schuhe Lederwaren (BTE) hat sich dafür ausgesprochen, die Maskenpflicht im Handel zunächst weiter beizubehalten. „Es ist das geringere Übel“, sagte BTE-Hauptgeschäftsführer Rolf Pangels am Freitag. Sonst bestehe angesichts der aktuell hohen Inzidenzzahlen die Gefahr, dass das Einkaufen bald wieder nur mit 2G- oder 3G-Regel möglich sei. „Wir tun gut daran, die Maskenpflicht noch für gewisse Zeit aufrechtzuerhalten.“

