Wahlen in den USA 2024: Der aktuelle Stand der Präsidentschaftswahlen

Donald Trump (l) und Elon Musk.
Matt Rourke/Jos' Luis Villegas/AP/dpaDer US-Wahlkampf ist in vollem Gange, Demokraten und Republikaner positionieren sich zu den wichtigsten Wahlkampfthemen für die US-Wahl 2024. Während Tech-Milliardär Elon Musk Donald Trump dabei hilft, seine Falschaussagen zu verbreiten, vergleich Trump Gegnerin Kamala Harris mit seiner Ehefrau. Die aktuellen Entwicklungen im Wahlkampf im Überblick:
Trump und Musk demonstrieren Einigkeit auf X
US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump und der Tech-Multimilliardär Elon Musk haben in einem Live-Gespräch ihre gute Beziehung zur Schau gestellt. Dabei gewährte Musk in dem von ihm geführten Interview am Montagabend (Ortszeit) dem Ex-Präsidenten reichlich Raum für die Verbreitung von Falschbehauptungen und radikalen Theorien, ohne ihm zu widersprechen. Das auf Musks Plattform X gestreamte Gespräch begann laut Nachrichtenagentur AFP mit rund 40-minütiger Verspätung - nach Angaben des Tech-Unternehmers wegen eines „massiven“ Cyberangriffs.
In dem Gespräch wiederholte Trump viele seiner polemischen Attacken aus seinen Wahlkampfreden: So verunglimpfte der Republikaner pauschal irreguläre Einwanderer als Gefahr für die USA und verharmloste die Bedrohung durch den Klimawandel. Auch bezeichnete er US-Präsident Joe Biden als „dumm“ und seine demokratische Rivalin bei der Präsidentschaftswahl, Kamala Harris, als „radikal-linke Verrückte“ und „inkompetent“.
Von Musk, der sich schon vor einigen Wochen formell hinter Trumps erneute Präsidentschaftskandidatur gestellt hatte, bekam Trump keinen Widerspruch zu hören - sondern häufig Zuspruch. Auch Musk beschrieb Vizepräsidentin Harris als „weit, weit links“ stehend. Der Unternehmer sprach zudem von einer durch die irreguläre Zuwanderung verursachten „Zombie-Apokalypse an der Grenze“. Es sei für die USA nicht möglich, alle Menschen der Erde aufzunehmen.
Musk bot auch seine Mitarbeit in einer möglichen neuen Trump-Regierung an. Er plädierte für die Einrichtung einer Kommission, die „sicherstellt, dass das Geld der Steuerzahler sinnvoll ausgegeben wird“. Er würde sich freuen, „in einer solchen Kommission mitzuwirken“.
„Ich glaube, wir stehen an einem Wendepunkt des Schicksals der Zivilisation, und ich glaube, wir müssen den richtigen Weg einschlagen“, betonte der Chef des Elektroautoherstellers Tesla. „Und ich denke, Sie sind der richtige Weg“, sagte er über Trump.
Trump vergleicht Harris mit seiner Frau
Donald Trump sieht eine Ähnlichkeit im Aussehen zwischen seiner Wahl-Rivalin Kamala Harris und seiner Ehefrau Melania - zumindest in einer Harris-Zeichnung auf der Titelseite des US-Magazins „Time“. Die Parallele zog Trump in einem der skurrilsten Momente seines Gesprächs mit Musk.
Der 78-jährige Präsidentschaftskandidat der Republikaner sagte über die Zeichnung, die Vizepräsidentin sehe darin aus „wie die schönste Schauspielerin, die jemals lebt“. Und er fügte hinzu: „Tatsächlich hat sie darauf wie eine großartige First Lady ausgesehen: Melania“.
Allerdings relativierte Trump den Vergleich damit, dass er auch sagte, Harris sehe in der Zeichnung auf dem Titel der „Time“-Ausgabe gar nicht aus „wie Camilla“ - womit er zum wiederholten Male ihren Vornamen falsch aussprach, dies offenbar mit Absicht.
Trump nannte die Präsidentschaftskandidatin der Demokraten gleichwohl direkt anschließend eine „schöne Frau“. Er sagte: „Aber natürlich ist sie eine schöne Frau - aber wir belassen es dabei, richtig?“
In anderen Teilen des auf Musks Onlineplattform X gestreamten Gesprächs äußerte sich der republikanische Präsidentschaftskandidat stark abfällig über seine Kontrahentin: Er bezeichnete sie unter anderem als „nicht schlaue Person“ und „radikal-linke Verrückte“.