Kamala Harris
: Karriere, Familie & Co - Die US-Demokratin im Porträt

Kamala Harris war vier Jahre ein Teil der Biden-Administration in den USA. Sie wagte sich darüber hinaus in den Wahlkampf gegen Donald Trump. Wie ihr Privatleben und ihr politische Karriere aussieht, verraten wir euch hier.
Von
Lea Lange
Washington D.C.
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Die Demokratin Kamala Harris verlor das Präsidentschaftsduell gegen Donald Trump.

Die Demokratin Kamala Harris verlor das Präsidentschaftsduell gegen Donald Trump.

Susan Walsh/dpa
  • Kamala Harris ist die demokratische Präsidentschaftskandidatin für die US-Wahl 2024 nach Bidens Rückzug.
  • Geboren 1964 in Oakland; Eltern: Donald Harris (Wirtschaftswissenschaftler) und Shyamala Gopalan (Brustkrebsforscherin).
  • Erste schwarze und südasiatische Vizepräsidentin der USA, setzte sich für Frauenrechte und Wahlfreiheit ein.
  • Harris wird als mögliche Präsidentin gelobt, offizielle Nominierung bereits erfolgt.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Kamala Harris hat sich in den Wahlkampf, gegen den alten und neuen US-Präsidenten Donald Trump begeben. Das Volk entschied sich allerdings gegen sie. Alles zu ihrem Privatleben und ihrer politischen Karriere erfahrt ihr hier.

Kamala Harris - Familie, Alter und Co

  • Name: Kamala Devi Harris
  • Geburtstag: 20. Oktober 1964
  • Geburtsort: Oakland, USA
  • Ausbildung: Howard University
  • Beruf: Senatorin, Vizepräsidentin
  • Ehemann: Douglas Emhoff (verheiratet seit 2014)
  • Eltern: Donald Harris, Shyamala Gopalan Harris

Kamala Harris - Anfänge und Jugend

Kamala Harris wurde 1964 in Oakland als Tochter von Shyamala Gopalan geboren, einer Brustkrebsforscherin, die aus dem indischen Madras in die Vereinigten Staaten emigrierte. Ihr Vater ist Donald J. Harris, ein aus Jamaika stammender Wirtschaftswissenschaftler.

Mit ihrer jüngeren Schwester Maya wuchs Harris in Berkeley auf. Ihre Eltern ließen sich scheiden, als sie sieben Jahre alt war. Harris erklärte in einem Interview: „Die Kinder in der Nachbarschaft durften nicht mit uns spielen, weil wir schwarz waren.“ Sie lebte wegen des Berufs ihrer Mutter lebte außerdem eine Zeit lang in Montreal, Kanada und besuchte eine französischsprachige Highschool.

Neben ihrem Studium der Politik- und Wirtschaftswissenschaften an der Howard University in Washington, D.C. wurde Harris ebenfalls Mitglied der historisch afroamerikanischen Sorority Alpha Kappa Alpha. 1986, nach ihrem Bachelorabschluss, nahm sie am University of California, Hastings College of the Law ein rechtswissenschaftliches Studium auf, welches sie 1989 erfolgreich abschloss. 1990 erhielt sie ihre Zulassung als Anwältin.

In der Folge war Harris von 1990 bis 1998 Assistentin des District Attorneys von Alameda County und arbeitete dann für zwei Jahre im Büro des Bezirksstaatsanwalts von San Francisco.

Harris' Anfänge als Politikerin der Demokraten

Harris wurde 2003 für die Demokratische Partei Bezirksstaatsanwältin in San Francisco, 2007 gelang ihr die Wiederwahl.

Bei der Wahl des Attorney General 2010 siegte sie gegen den Kandidaten der Republikaner. Als Attorney General hatte sie in erster Linie die Funktion einer Generalstaatsanwältin, übernahm jedoch auch Aufgaben einer Justizministerin. Harris war zugleich die erste Frau als auch die erste Person mit afroamerikanischem und indischem Hintergrund in diesem Amt. Sie trat für eine stärkere Kontrolle von Waffen und die Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Ehen ein und sprach sich außerdem gegen die Todesstrafe aus, weshalb sie in den USA als links (liberal) angesehen wird. Sie behielt den Posten bis 2017 inne.

Harris' Zeit als US-Senatorin

2015 kündigte Harris an, sich für den US-Senat bei der Wahl im November 2016 bewerben zu wollen. Bei den Vorwahlen 2016 setzte sie sich durch und wurde 2017 zur neuen Senatorin vereidigt. Harris war nach ihrem Amtsantritt erst die zweite Afroamerikanerin und die erste Person mit indischen Wurzeln im Senat. Sie gehörte den Ausschüssen für Haushalt (Budget), Umwelt (Environment and Public Works), Heimatschutz (Homeland Security) und Geheimdienste (Intelligence) an.

Direkt nach der Wahl kündigte sie an, sich an die Spitze der Opposition gegen die Einwanderungspolitik des neu gewählten US-Präsidenten Donald Trump zu stellen.

Harris als Vizepräsidentin der USA

Harris gab 2019 ihre Präsidentschaftskandidatur bekannt, gab diese aber nach niedrigen Umfragewerten wieder auf und unterstützte von da an Joe Biden. 2021 wurde sie dann als Vizepräsidentin vereidigt - die erste Frau, die erste schwarze Amerikanerin und die erste südasiatische Amerikanerin, die in dieses Amt gewählt wurde.

Als Vizepräsidentin hat sie sich unter anderem für Frauenrechte und Wahlfreiheit eingesetzt und agierte immer wieder gegen Waffengewalt. Harris hat mehr als ein Dutzend Auslandsreisen unternommen, mehr als 19 Länder bereist und sich mit mehr als 150 führenden Politikern der Welt getroffen, um wichtige globale Bündnisse zu stärken.

Als Vizepräsidentin von Präsident Joe Biden hat Harris außerdem viele Anstrengungen unternommen, um die Wirtschaft des Landes zu stärken. So wurde nach Angaben des Weißen Hauses Rekordzahl von Arbeitsplätzen geschaffen und in einem Zeitraum von zwei Jahren mehr kleine Unternehmen gegründet als in jeder anderen Regierung zuvor.

Harris als Präsidentschaftskandidatin der Demokraten

Nach dessen desaströsem Auftritt im TV-Duell gegen Trump und der folgenden Debatte um seine geistige Fitness hat Biden seinen Rückzug von der Kandidatur für die Präsidentschaftswahlen 2024 verkündet. Die Demokraten brauchten einen neuen Kandidaten.

Als die Diskussionen um einen möglichen Biden-Ersatz entbrannte, fiel der Name von Bidens Vizepräsidentin, die im Amt auffällig blass geblieben war, nicht als Erstes. Doch zuletzt richteten sich die Augen der Demokraten zunehmend auf Harris. Einige ihrer Parteikollegen begannen, die Leistung der 59-Jährigen öffentlich zu loben.

Biden selbst pries die Verdienste seiner Stellvertreterin bei einer Wahlkampfrede vor schwarzen Wählerinnen und Wählern auffallend offensiv an. Er sagte: „Sie ist nicht nur eine großartige Vizepräsidentin, sie könnte auch Präsidentin der Vereinigten Staaten sein.“ Mehrfach betonte er, was Harris und er gemeinsam für das Land erreicht hätten.

Bei der US-Präsidentschaftswahl am 5. November verlor Kamala Harris dann relativ deutlich gegen den Republikaner Donald Trump.