Joe Biden
: Das ist der 46. US-Präsident im Porträt

Joe Biden war bis 2025 Präsident der Vereinigten Staaten Amerikas. Wer er privat ist und wie seine politische Karriere war, erfahrt ihr hier.
Von
Daniel Steiger
Washington
Jetzt in der App anhören
Joe Biden: ARCHIV - 20.10.2021, USA, Scranton: Joe Biden, Präsident der USA, spricht über seinen Infrastrukturplan und seine innenpolitische Agenda während eines Besuchs im Electric City Trolley Museum. (zu dpa: «Biden auf X: Bewerbe mich nicht um weitere Amtszeit») Foto: Susan Walsh/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Der amtierende US-Präsident Joe Biden.

Susan Walsh/AP/dpa
  • Joe Biden war bis 2025 der 46. US-Präsident, Nachfolger ist Donald Trump.
  • Biden heiratete zweimal und erlitt mehrere persönliche Verluste.
  • Er begann seine politische Karriere im Jahr 1970 und wurde 2008 Vizepräsident.
  • Biden setzte sich für LGBTQ-Rechte, strengere Waffengesetze und Sanktionen gegen Russland ein.
  • 2024 trat er nicht zur Wiederwahl an, Kamala Harris übernahm.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Noch bevor im Jahr 2024 die endgültige Wahl zum neuen US-Präsidenten entschieden war, stieg Joe Biden aus dem Wahlkampf aus und übergab den Stab an seine Stellvertreterin Kamala Harris. In diesem Artikel stellen wir Joe Bidens Privatleben und seine politische Karriere vor:

Joe Biden: Der US–Präsident im Steckbrief

  • Name: Joseph „Joe“ Robinette Biden, Jr.
  • Geburtstag: 20. November 1942
  • Geburtsort: Scranton, Pennsylvania
  • Wohnort: Washington D. C.
  • Größe: 1,82 m
  • Beruf: Rechtsanwalt, Politiker
  • Ehefrau: Jill Biden
  • Kinder: Hunter Biden, Beau Biden, Ashley Biden, Naomi Biden
  • Mutter: Catherine Eugenia Finnegan
  • Vater: Joseph R. Biden Sr.
  • Geschwister: James Brian Biden, Francis W. Biden, Valerie Biden
  • Instagram: potus
  • X (ehemals Twitter): @JoeBiden

Joe Biden privat: Kinder, Ehefrau, Todesfälle

In seinem Privatleben musste Joe Biden bereits einige Schicksalsschläge verkraften. Im August 1966 heiratete er seine Collage–Liebe Neilia Hunter. Mit ihr bekam er drei gemeinsame Kinder: Joseph Robinette III, genannt "Beau", Robert Hunter und Naomi Christina. Am 18. Dezember 1972 kamen Neilia und Naomi bei einem Verkehrsunfall ums Leben; die beiden Söhne überlebten verletzt.

Am 17. Juni 1977 heiratete Joe Biden in New York City Jill Tracy Jacobs. Die gemeinsame Tochter Ashley kam 1981 zur Welt. Am 30. Mai 2015 starb Bidens Sohn Beau an einem Gehirntumor. Biden hat sieben Enkel.

Die politische Karriere von Joe Biden

Als er zehn Jahre alt war, zog Joe Biden mit seiner Familie nach Claymont in Delaware. Dort machte er 1965 seinen Abschluss an der University of Delaware in Newark, wo er die Schwerpunkte Geschichte und Politikwissenschaft belegt hatte. Drei Jahre später folgte der Abschluss als Juris Doctor am College of Law der Syracuse University. Daraufhin erhielt Biden seine Zulassung als Rechtsanwalt und arbeitete auch in diesem Beruf, bis er 1991 begann, Verfassungsrecht an der Widener University School of Law zu lehren.

Da die Inhaber der Anwaltskanzleien, in denen er arbeitete, jeweils aktive Lokalpolitiker waren, wurde Biden in den Jahren 1968 bis 1969 erstmals politisch aktiv. Biden engagierte sich selbst nicht in der Bürgerrechtsbewegung, nannte diese jedoch immer wieder als einen Auslöser seiner Politisierung. Sein erstes politisches Amt gewann Joe Biden, als er 1970 in den Rat des New Castle County gewählt wurde. Ab 1972 trat er an der Wahl zum US–Senat an und vertrat in Folge seines Sieges von 1973 bis zu seiner Vizepräsidentschaft 2009 den Bundesstaat Delaware im US–Senat.

Vom Vizepräsidenten zum Präsidenten

Am 23. August 2008 erklärte Obama Biden zu seinem Kandidaten für die Vizepräsidentschaft. Biden hatte es zuvor selbst als Präsidentschaftskandidat versucht, trat aber wieder zurück, nachdem er ein Jahr Wahlkampf hinter sich hatte. Am 4. November 2008 wurden Obama und Biden zu den Siegern der Präsidentschaftswahlen erklärt. Sie konnten in 28 Staaten und Washington, D.C. die Mehrheit erringen, was 365 Stimmen im Electoral College brachte, während das republikanische Team aus John McCain und Sarah Palin 22 Staaten gewann und nur 173 Stimmen erhielt. Obama und Biden wurden bei der Präsidentschaftswahl 2012 wiedergewählt und erhielten 51,1 Prozent der Stimmen. Nachdem Donald Trump 2016 zum Präsident der Vereinigten Staaten gewählt wurde, erklärte Biden, dass er als Kandidat der Demokraten die Wahl hätte gewinnen können. In Folge trat er bei den Vorwahlen seiner Partei zur Präsidentschaftskandidatur an. Er setzte sich gegen seine Konkurrenten durch und wurde zum offiziellen Präsidentschaftskandidaten der Demokraten. Bei der Präsidentschaftswahl konnte Biden über 81 Millionen Stimmen und 306 der 538 Wahlmänner des Electoral College auf sich vereinen, gegenüber über 74 Millionen Stimmen und 232 Wahlmännern für den Amtsinhaber Donald Trump. Er wurde am 20. Januar 2021 zum 46. Präsidenten der Vereinigten Staaten vereidigt.

Politische Positionen von Joe Biden

Im Vergleich zu seinem Vorgänger im Amt, Donald Trump, gilt Joe Biden als ein ruhigerer Charakter. Für was genau steht der Präsident aus den Reihen der Demokraten? Die politischen Positionen von Joe Biden im Überblick.

Waffengesetze und Todesstrafe

Biden war maßgeblich am Violent Crime Control and Law Enforcement Act (1994) beteiligt, der Waffenbesitz einschränkte, die Todesstrafe und die Ermittlungszuständigkeit für eine Reihe von Verbrechen auf die Bundesebene ausdehnte wie Hass– und Bandenkriminalität oder Sexualverbrechen.

Außenpolitik

Biden engagierte sich gegen Terrorismus. Kurz nach dem Zerfall Jugoslawiens trat er für eine aktive und notfalls gewaltsame US–Außenpolitik auf dem Balkan ein. Er setzte sich dafür ein, das Waffenembargo gegen die Gegner der Serben aufzuheben und bosnische Muslime militärisch zu trainieren. Während des Bürgerkrieges in Syrien forderte Biden 2013 ein Eingreifen und sagte, Baschar al–Assad könne sein Volk nicht mehr regieren.

LGBTQ– und Frauenrechte

Im Jahr 2012 sprach sich Biden deutlich dafür aus, in den gesamten USA die Ehe für homosexuelle Paare zu ermöglichen. In der Woche nach seiner Amtseinführung ordnete Biden an, dass Transgender den US–Streitkräften angehören dürfen. Dies wurde bereits unter Obama erlaubt, wurde aber unter Trumps Präsidentschaft rückgängig gemacht.

Putin und die Ukraine

Nach dem Überfall Russlands auf die Ukraine im Februar 2022 verhängte Biden Sanktionen gegen Moskau, verstärkte die US–Truppen in Europa und beteiligte die USA an den Auslandshilfen für die Ukraine, in Form von finanzieller Unterstützung und Lieferungen von (teilweise tödlicher) Militärtechnik. Die Beziehungen zwischen Russland und den USA verschlechterten sich in Folge des russischen Angriffskrieges zunehmend. Biden nannte den russischen Präsidenten Wladimir Putin im März 2022 einen „Kriegsverbrecher“ und „mörderischen Diktator“. Bereits zu Anfang seiner Präsidentschaft hatte Biden Putin unter anderem als „Killer“ bezeichnet.

Joe Biden: Rückzug von der Präsidentschaftskandidatur

US-Präsident Joe Biden verkündete im Sommer 2024, bei der Wahl im November nicht länger für eine zweite Amtszeit antreten. Der Demokrat kommunizierte über die sozialen Medien seinen Rückzug aus dem Präsidentschaftsrennen. Davor war der damals 82-Jährige wegen seines Alters und seines mentalen Zustandes in der eigenen Partei massiv unter Druck geraten. Daraufhin nominierten Bidens Demokraten Kamala Harrris als Spitzenkandidatin. Diese verlor relativ deutlich gegen Donald Trump. Am 20. Januar 2025 übergab Joe Biden die Amtsgeschäfte an den 47. US-Präsidenten Trump.