Schneesturm „Elli“ kommt: Diese Vorbereitungen sind jetzt wichtig

Die Wetterlage über Deutschland spitzt zum, ein Schneesturm bringt reichlich Neuschnee nach Deutschland. Welche Dinge benötigt man vorab?
Sebastian Gollnow/dpaFür das Wochenende warnt der Deutsche Wetterdienst für weite Teile Deutschlands vor Unwetter mit Schnee, Glatteis und Schneestürmen. Wie bereitet man sich am besten darauf vor, was sollte man zu Hause haben für den Notfall?
Schnee und Glatteis: So gefährlich sind die Wetterextreme
Schnee, Eis und Glätte verursachen jedes Jahr Verkehrsunfälle und massive Störungen im Bahn- und Straßenverkehr. Die Risiken solch extremer Winterlagen reichen jedoch deutlich weiter. Eine der letzten großen Schneekatastrophen traf Deutschland 2005 im Münsterland. Rund 250.000 Menschen waren ohne Strom, Autobahnen und Bundesstraßen blockiert, Busse und Züge fielen aus oder verspäteten sich stark.
Ursache waren außergewöhnlich hohe Neuschneemengen von teils bis zu 50 Zentimetern. Der nasse, schwere Schnee brachte Hochspannungsmasten zum Einsturz. In einigen Gemeinden dauerte es bis zu vier Tage, bis die Stromversorgung wiederhergestellt war. Entsprechend wichtig ist es, sich frühzeitig auf solche Lagen vorzubereiten, um Schäden und Belastungen möglichst gering zu halten.
Eigene Grundversorgung sicherstellen
Wichtig ist es, die eigene Grundversorgung mit Nahrungsmitteln, Wasser, Wärme und Strom bereitzustellen. Der aktuelle Anschlag auf das Berliner Stromnetz zeigt: In Extremlagen ist es gut, selbst für ein paar Tage zurechtzukommen. Das schafft eine gewisse Unabhängigkeit und entlastet die Rettungsdienste.
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Diese Dinge sollten im Haushalt vorbereitet werden
Kurbel- oder Batterieradio: Eine vom Stromnetz unabhängige Informationsquelle ist im Ernstfall entscheidend, beispielsweise für wichtige Durchsagen von Behörden. Empfohlen wird ein batteriebetriebenes Radio mit ausreichend Ersatzbatterien oder ein Kurbelradio. Diese Notfallradios erzeugen Strom über einen Kurbel-Dynamo und funktionieren ohne externe Energiequelle. Viele Modelle verfügen zusätzlich über eine Lampe oder USB-Anschlüsse und lassen sich als Powerbank nutzen, etwa zum Aufladen eines Smartphones.
Heizung: Fällt bei winterlichen Temperaturen die Heizung aus, sollte sofort warme Kleidung angezogen werden. Auch Decken sind nun wichtig. Wichtig ist es, sich möglichst nur in einem Raum aufzuhalten und die Türen zu schließen, damit sich die Wärme sammelt. Regelmäßiges Lüften ist trotzdem wichtig. Empfohlen wird, die Fenster kurz vollständig zum Stoßlüften zu öffnen, damit frische Luft einströmt, ohne den Innenraum zu stark abzukühlen. Wer über einen Kamin oder Ofen verfügt, sollte ausreichend Holz oder Kohle bevorraten.
Licht: Fällt der Strom aus, sind alternative Lichtquellen unverzichtbar. Empfohlen sind Taschenlampen und/oder Stirnlampen (bestenfalls batteriebetrieben mit Ersatzbatterien, solarbetrieben oder als Kurbelmodelle). Außerdem gehören Kerzen mit Streichhölzern oder Feuerzeugen zur Grundausstattung. Auch Behältnisse für die Kerzen, etwa Kerzenhalter, Teller oder Windlichter kann man vorab bereitlegen, um das Brandrisiko zu mindern.
Eine Möglichkeit, Essen oder Wasser zu erwärmen, ist ebenfalls dringend empfohlen. Dazu geeignet sind Campingkocher mit Gaskartuschen oder bei mehr Platz ein Gasgrill, beide Möglichkeiten natürlich nur für den Außenbetrieb. Auch ein kleiner Vorrat an Gas kann nicht schaden, beispielsweise einige Ersatzkartuschen für den Gaskocher oder eine zweite Gasflasche für den Grill.
Medikamente: Wer auf Medikamente angewiesen ist, sollte vorab den Vorrat prüfen und ggf. noch einmal Basics wie Schmerzmittel, Fiebermedikamente und Verbandmaterial besorgen.
Nahrungsmittel, Tierfutter und Getränke: Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) empfiehlt bereits seit Längerem, einen Notvorrat anzulegen. Welche Lebensmittel in so einen Vorrat gehören und was das kostet, haben wir hier zusammengefasst. Zusätzlich kann es hilfreich sein, vor einer solchen Extremwetterlage bereits Leitungswasser in Töpfen oder der (desinfizierten) Badewanne abzufüllen.
Bargeld: Auch Bargeld sollte man im Haus haben, da bei einem Stromausfall auch die Geldautomaten nicht mehr funktionieren.
