Bundestagswahl 2025
: Kehrtwende! Doch ein TV-„Quadrell“ bei RTL

Die Kanzlerkandidaten von Union, SPD, Grüne und AfD treffen bei RTL aufeinander. Warum es nun doch zu dieser Vierer-Runde im Privatfernsehen kommt.
Von
Florian Huth
Köln
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Treten gegeneinander im TV an: Scholz, Merz, Weidel und Habeck treffen in einem "Quadrell" aufeinander.

Kappeler/Albert/Wendt/dpa
  • Bei RTL findet am 16. Februar 2025 ein „Quadrell“ mit Scholz, Merz, Weidel und Habeck statt.
  • Moderatoren sind Pinar Atalay und Günther Jauch; Beginn um 20:15 Uhr.
  • Ursprünglich war ein TV-Duell zwischen Merz und Scholz geplant, wurde aber erweitert.
  • Kritik an TV-Duellen führte zur Änderung; Merz schlug mehr Teilnehmer vor.
  • Nach den Entwicklungen in Aschaffenburg sah RTL die Notwendigkeit der Erweiterung.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und Unionskanzlerkandidat Friedrich Merz treffen nun doch in einem direkten Schlagabtausch im TV auf die Kanzlerkandidaten Alice Weidel (AfD) und Robert Habeck (Grüne). Das sind die Hintergründe.

RTL rückt vom ursprünglichen Plan ab

Bei RTL kommt es zum „Quadrell“! Pinar Atalay und Günther Jauch moderieren den politischen Schlagabtausch am 16. Februar 2025 ab 20:15 Uhr. Dabei sind die vier Kanzlerkandidaten, deren Parteien aktuell laut Umfragen am stärksten sind. Damit rückt RTL von dem ursprünglichen Plan eines TV-Duells zwischen Merz und Scholz ab und erweitert die Runde um Weidel und Habeck, wie der Privatsender ankündigte.

Viel Kritik am Format TV-Duell mit zwei Kandidaten

Seit Wochen gab es an dem Format TV-Duell zweier Kontrahenten Kritik auch aus politischen Lagern. Schon beim vergangenen Mal zeigten öffentlich-rechtliche Sender und das Privatfernsehen TV-Dreierkämpfe («Triell») - damals zwischen Armin Laschet (CDU), Olaf Scholz (SPD) und Annalena Baerbock (Grüne).

Kritik entzündete sich am Konzept von ARD und ZDF, die ihre Planung hingegen verteidigen. Am Sonntag (9. Februar) gibt es dort ein TV-Duell zwischen Merz und Scholz. Ein zweites Duell zwischen Habeck und Weidel, das einen Tag später folgen sollte, wurde gestrichen. Das Ganze scheiterte am Widerstand der Grünen, die Habeck in der Runde mit Scholz und Merz sehen wollten. ARD und ZDF sagten schließlich das zweite Duell ab.

Darum erweitert RTL das TV-Duell zum "Quadrell"

Unionspolitiker Merz hatte Ende Januar vorgeschlagen, das TV-Duell im öffentlich-rechtlichen Fernsehen mit Scholz um Robert Habeck (Grüne) und Alice Weidel (AfD) zu erweitern. Merz hatte dem Medienhaus WMH, zu dem die „Westfälischen Nachrichten“ und das „Westfalen-Blatt“ gehören, gesagt: „Ein direktes Aufeinandertreffen mit Alice Weidel im Fernsehen ist meine feste Absicht. Dann wird noch mal klar, dass AfD und Union nichts verbindet.“

RTL lud dann zum "Quadrell" ein. Die Begründung: Nach dem tödlichen Messerangriff in Aschaffenburg und den sich daraus ergebenden Entwicklungen hätten sich die Voraussetzungen für ein TV-Duell geändert.

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