Tino Chrupalla
: Wird er neuer AfD-Spitzenkandidat für Sachsen?

Die AfD schwebt zurzeit im Umfragehoch, 2024 droht in gleich drei Bundesländern der große Knall. Für Sachsen taucht nun plötzlich ein neuer Name für den AfD-Spitzenkandidaten auf …
Von
Philipp Staedele
Berlin
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Tino Chrupalla, AfD-Bundesvorsitzender. Wird er AfD-Spitzenkandidat in Sachsen?

Britta Pedersen/dpa

Im Jahr 2024 droht Deutschland das große Polit-Beben, denn in gleich drei ostdeutschen Bundesländern wird gewählt. Die AfD hofft auf das „blaues Wunder“.

AfD in Sachsen im Umfragehoch

Am 1. September könnte Deutschland hart auf dem Boden der politischen Tatsachen aufschlagen. In Sachsen und Thüringen werden neue Landtage gewählt, am 22. September folgt Brandenburg.

Laut aktuellen Umfragen führt die AfD in allen drei Ländern, teilweise mit deutlich mehr als 30 Prozent. Sollte die AfD gewinnen, wäre es das erste Mal in ihrer Geschichte. Experten halten es nicht für unmöglich, dass die AfD an die Macht kommen könnte. Wenn sie noch mehr an Stimmen zulegt und die Ampel-Parteien SPD, Grüne und FDP an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern (die Möglichkeit deutete sich für Sachsen in einer Insa-Umfrage im Sommer an), könnte es eng werden.

Chrupalla als neuer AfD-Spitzenkandidat in Sachsen?

Sollte die AfD in Sachsen den Ministerpräsidenten stellen, so würde Amtsinhaber Michael Kretschmer (CDU) abgelöst werden. Der bisher als Spitzenkandidat der AfD gesetzte Jörg Urban würde dann neuer Ministerpräsident werden. Oder doch nicht?

Die „BILD„ hat nämlich einen neuen Namen in den Ring geworfen: Tino Chrupalla. Die Zeitung hatte unter Berufung auf Parteikreise über Erwägungen geschrieben, dass er im Falle eines Wahlsiegs der AfD in Sachsen im September womöglich als Ministerpräsident kandidieren solle.

Chrupalla: Mein Platz ist im Bund

Dem hat Chrupalla nun widersprochen. Neun Monate vor der Landtagswahl in Sachsen hat er klargestellt, in der Bundespolitik bleiben zu wollen. „Sowohl in parlamentarischer als auch parteipolitischer Hinsicht habe ich auf der Bundesebene der Alternative für Deutschland noch viele Pläne. Diese möchte ich in den nächsten Jahren verwirklichen.“, so Chrupalla. „Jörg Urban führt als Landessprecher die Alternative in Sachsen erfolgreich an. Dabei arbeiten wir gut und vertrauensvoll zusammen.“ Er selbst sei zweimal direkt in den Bundestag gewählt worden, betonte Chrupalla. „Dort ist mein Platz, darauf habe ich hingearbeitet“, erklärte er weiter.

(mit Material von dpa)