Thüringen nach der Wahl
: Mögliche Koalitionen - Wer soll jetzt mit wem regieren?

In Thüringen zeichnet sich nach der Landtageswahl eine schwierige Regierungsbildung ab. Wer soll mit wem koalieren?
Von
Daniel Steiger
Erfurt
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Landtagswahl in Thüringen - Stimmabgabe

Nach der Landtagswahl in Thüringen ist unklar, wer in dem Bundesland künftig regiert.

Michael Reichel/dpa

Nach der Landtagswahl in Thüringen am 1. September zeichnet sich nach den ersten Ergebnissen die vorhergesagt schwierige Regierungsbildung ab. Wer könnte mit wem koalieren? Hier gibt es die Möglichkeiten:

Mögliche Koalitionen - Wer soll jetzt in Thüringen regieren?

Mit dem Ergebnis in Thüringen zeichnen sich auch für den künftigen Landtag keine klaren Mehrheitsverhältnisse ab - Thüringen steht also abermals vor einer äußerst schwierigen Regierungsbildung. Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) führte in den vergangenen fünf Jahren eine gemeinsam mit SPD und Grünen gebildete Minderheitsregierung, die nun klar abgewählt wurde.

Die in der Wahl erstarkte AfD von Landeschef Björn Höcke, der zum äußerst rechten Rand der Partei zählt, wird aller Voraussicht nach nicht an die Regierung gelangen, weil alle anderen vom Landtag vertretenen Parteien eine Koalition mit ihr ablehnen.

Rechnerisch denkbar ist deshalb aktuell eine Regierung unter Führung der zweitplatzierten CDU. Nach einer ersten Prognose kommt die CDU auf 24,5 Prozent der Stimmen. Um ohne die AfD eine Mehrheit im Landtag zu erzielen, scheint einzig eine Zusammenarbeit mit der Linken (11,5 Prozent) UND dem BSW (14,5 Prozent) möglich.

Eine denkbare Option wäre den Hochrechnungen zufolge auch ein Bündnis aus CDU, BSW und SPD - es ist aber unklar, ob die Parteien gemeinsam die Mehrheit der Sitze erreichen. CDU-Spitzenkandidat Mario Voigt müsste dafür mit der Ex-Linken und ehemaligen Eisenacher Oberbürgermeisterin Katja Wolf vom BSW zusammenarbeiten und SPD-Chef und Innenminister Georg Maier in das nie dagewesene Bündnis holen.

Auch eine knappe Mehrheit von BSW und AfD scheint aktuell noch möglich. Partei-Gründerin Sahra Wagenknecht hatte im Vorfeld einer Koalition mit der Höcke-Partei aber abgelehnt.

Denkbar ist auch - wie in den vergangenen Jahren - eine Minderheitsregierung. Allerdings nicht in der bisherigen Koalition aus Linken, SPD und Grünen