Taifun in China aktuell
: Tropensturm „Saola“ erreicht China - 55 Verletzte in Hongkong

Taifun „Saola“ hat in der Nacht zu Samstag die Küste von Südchina erreicht. Behörden meldeten Verletzte, Schäden und Überschwemmungen.
Von
Daniel Steiger
Peking
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Begleitet von starken Regenfällen und Windböen hat der Taifun „Saola“ die Küstengewässer Südchinas und Hongkongs erreicht.

Daniel Ceng/dpa

In der Nacht hat der Taifun „Saola“ unter starken Regenfällen und Windböen die Küstengewässer Südchinas und Hongkongs erreicht. Nicht Behörden hatten im Vorfeld vor dem tropischen Wirbelsturm gewarnt: Es bestehe ein „hohes Risiko für schwere Katastrophen“. Die Behörden sollten alles tun, „um den harten Kampf gegen den Taifun zu gewinnen“, zitierte die Hongkonger Zeitung South China Morning Post den Politiker. Der chinesische Wetterdienst warnte, dass „Saola“ der stärkste Taifun in der Region seit 1949 werden könnte.

Taifun „Saola“ trifft auf China

Der mit Sorge in Hongkong und Südchina erwartete Taifun „Saola“ ist im Süden Chinas auf Land getroffen, nachdem er zuvor Hongkong gestreift und dort Verwüstungen angerichtet hatte. „Saola“ sei am Samstag gegen 3:30 Uhr (Ortszeit; 22.30 MESZ am Freitag) südlich der chinesischen Stadt Zhuhai in der Provinz Guangdong auf Land getroffen, erklärte die chinesische Wetterbehörde.

Fast 900.000 Menschen waren zuvor aus gefährdeten chinesischen Gebieten evakuiert worden, Millionen Einwohner suchten Schutz in ihren Wohnungen. Die Behörden erwarteten jedoch, dass sich der Sturm während seines Wegs entlang der Küste weiter abschwächen würde.

55 Verletzte nach Taifun in Hongkong

Bevor er Hongkong erreichte, war der Sturm bereits von der Kategorie „Super-Taifun“ zu einem „starken Taifun“ herabgestuft worden. Im Zuge des Taifuns „Saola“ In Hongkong haben sich bislang 55 Menschen aufgrund von Verletzungen in Krankenhäusern behandeln lassen müssen. Wie die Hongkonger Behörden am Samstagmorgen berichteten, hätten zudem rund 500 weitere Bewohner wegen des Sturms Zuflucht in Notunterkünften gesucht. Ebenfalls meldeten die Hongkonger rund 80 Fälle von umgestürzten Bäumen und etwa ein Dutzend Fälle von Überschwemmungen. Erdrutsche habe es nach aktuellem Kenntnisstand jedoch nicht gegeben.

„Saola“ ist schon der 9. Taifun der Saison in der Region

„Saola“ war zuvor südlich an Taiwan vorbeigezogen und hatte dort für starke Regenfälle gesorgt. „Saola“ ist der neunte Taifun in der Region in diesem Jahr. Die kräftigen Wirbelstürme treten immer wieder in den Sommermonaten auf und beeinträchtigen zahlreiche Staaten in Südostasien.

Japan gibt vorsichtige Taifun-Entwarnung

In Japan deutet sich dagegen Taifun-Entspannung an. So haben die Organisatoren der Basketball-Weltmeisterschaft vorsichtig eine erste Entwarnung vor dem drohenden Taifun gegeben. Dieser bewege sich weiter Richtung Süden. In Okinawa werden demnach in der Nacht von Freitag auf Samstag „starke Winde“ erwartet, wie das Organisationskomitee am Donnerstagabend (Ortszeit) mitteilte. „Allerdings sind von den Behörden derzeit keine Notfallwarnungen geplant. Die Region Okinawa dürfte daher nicht stark betroffen sein“, hieß es weiter.

Hurrikan „Idalia“ sorgt für Schäden in den USA

Erst wenige Stunden zuvor hatte ein Wirbelsturm die Ostküste der USA in Alarmzustand versetzt. Hurrikan „Idalia“ hatte in Florida für Überschwemmungen und Stromausfälle gesorgt.

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