• Im Jahr 2020 sorgte der Komet Neowise für Begeisterung bei Himmelsbeobachtern weltweit
Auch im restlichen Jahr 2021 hat der Nachthimmel noch einiges zu bieten. Man kann viele spannende Entdeckungen machen. Mehrere Himmelsereignisse machen das Beobachten in diesem Jahr zu einem wahren Abenteuer. Vorausgesetzt man weiß, wo und wann man gucken muss.

Die astronomischen Highlights in den kommenden Monaten

27. April - Supermond

  • Der Vollmond im April 2021 wird ein Supermond. Wegen seiner relativ geringen Entfernung zur Erde, an diesem Tag wirkt der Mond größer und heller als sonst.

5./6. Mai - Eta-Aquariiden-Sternschnuppennacht

  • Wer die Lyriden im April verpasst hat, der der kann sich auf eine Nacht des Eta-Aquariiden-Meteorstrom freuen. Er lässt Anfang Mai bis zu 50 Sternschnuppen pro Stunde über den Nachthimmel ziehen.

April / Mai - Erdschein-Nächte (Da Vinci Glow)

  • In den Nächten im April und Mai, in denen der Mond als Sichel zu sehen ist, ist der Erdschein, den man auch Da Vinci Glow nennt, besonders gut sichtbar. Bei klarem Himmel ist die dunkle Seite des Mondes dann als fahle Kugel zu erkennen.

26. Mai - Supermond

  • Der zweite Supermond ist in diesem Jahr der Erde noch ein wenig näher als der erste. Groß und hell wird der Vollmond an diesem Tag aussehen, besonders bei Mondaufgang und Monduntergang.

12./13.August - Perseiden

  • Für Sternschnuppenfans ist der Perseiden-Meteorstrom ein besonderes Ereignis, denn in den meisten Jahren können zu Spitzenzeiten bis zu 150 Meteore pro Stunde zu sehen sein. Viele der Perseiden-Sternschnuppen sind zudem besonders hell. Die Perseiden werden durch Bruchstücke des Kometen 109P/Swift-Tuttle ausgelöst, die beim Eintritt in die Erdatmosphäre verglühen.

8./9. Oktober - Draconiden

  • In der Nacht auf den 9. Oktober 2021 kreuzt die Erde die Bahn des Kometen 21P/Giacobini-Zinner, dessen Bruchstücke dann in der Atmosphäre verglühen und als Sternschnuppen am Nachthimmel zu sehen sind.

21./22. Oktober - Orioniden

  • Die Sternschnuppen der Orioniden sind die Bruchstücke des Halleyschen Kometen und sind im Zeitraum zwischen dem 2. Oktober und dem 7. November sichtbar. Die meisten ziehen jedoch in der Nacht auf den 22. Oktober über den Nachthimmel.

17./18. November - Leoniden

  • Die Sternschnuppen der Leoniden sind jedes Jahr im November zu bestaunen. Dieses Jahr wird für die Nacht auf den 18. November die größte Meteor-Aktivität erwartet.

19. November - Partielle Mondfinsternis

  • Der Mond taucht so weit in den Kernschatten der Erde ein, dass sie fast wie eine totale Mondfinsternis aussieht.

13./14. Dezember - Geminiden

  • Der Geminiden-Meteorstrom ist im Zeitraum 4. – 20. Dezember am Firmament auszumachen. In der Nacht auf den 14. Dezember werden die meisten Meteore erwartet. Dann erleuchten bis zu 120 Sternschnuppen in der Stunde den Nachthimmel.

22./23. Dezember - Ursiden

  • Kurz vor Weihnachten beschert uns der Meteorstrom der Ursiden einen weiteren Sternschnuppenregen, wenn auch nicht so viele wie dei Perseiden. In der Nacht auf den 23. Dezember werden bis zu 10 Sternschnuppen pro Stunde erwartet.
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Ein paar Tipps für die perfekte Sternschnuppennacht:

  • Sucht einen dunklen Ort aus und gewöhnt eure Augen etwa fünfzehn bis zwanzig Minuten an die Dunkelheit. Sorgt für eine freie Sicht.
  • Erkundigt euch wie das Wetter wird und zieht euch entsprechend an. Nehmt eine warme Decke und eine gemütliche Liegestuhl oder eine andere Sitzgelegenheit mit. Manchmal lassen die Sternschnuppen auf sich warten.
  • Am bequemsten beobachtet ihr die Sternschnuppen, indem ihr euch flach auf den Rücken legt und in den Himmel schaut. Ein wärmendes Getränk wäre auch nicht schlecht.
Ein Sternengucker betrachtet die Milchstraße am Nachthimmel.
Ein Sternengucker betrachtet die Milchstraße am Nachthimmel.
© Foto: Free-Photos Pixabay

Die Sichtbarkeit der Planeten

Merkur:

Eine erste Chance den Planeten zu beobachten bietet sich am 25. April. Eine knappe halbe Stunde nach Sonnenuntergang sollte die beste Zeit sein - etwa um Viertel vor neun Uhr abends. Er ist schon mit einem Fernglas auszumachen.

Venus:

Die beste Sichtbarkeit hat man Mitte Mai am Abend, die Venus ist dann auch in der Nähe. Die letzte Oktoberwoche ist ebenfalls günstig, dann allerdings morgens.
Unser Sonnensystem
Unser Sonnensystem
© Foto: pixabay

Mars:

Mars bleibt der hellste Planet am Abendhimmel. Ende Juni wird der rote Planet unsichtbar, denn er wechselt auf den Taghimmel. Am 8. Oktober trifft Mars mit der Sonne zusammen. Ende Dezember kann man ihn erstmals wieder in der Morgendämmerung tief am Osthimmel ausmachen.

Jupiter:

Der Planet mit seinen auffälligen Streifen wird bis Anfang August in der gesamten Nacht zu sehen sein. Am 20. August steht er der Sonne im Sternbild Steinbock genau gegenüber. Jupiter strahlt in einem hellen, weißen Licht. Er übertrifft damit alle anderen Planeten und Fixsterne an Helligkeit.

Saturn:

Bis zum Juli wird er der Ring-Planet in der gesamten Nacht am Himmels stehen. Bis Jahresende kann man ihn noch am Abendhimmel sehen.
Selbst die ISS ist am Himmel zu beobachten. Sie umkreist die Erde in 400 Kilometer Höhe.
Selbst die ISS ist am Himmel zu beobachten. Sie umkreist die Erde in 400 Kilometer Höhe.
© Foto: DPA

Beobachtung der Internationalen Raumstation

Am besten kannst du die ISS beobachten, wenn an deinem Standort Nacht ist, die Raumstation jedoch von der Sonne angestrahlt wird. So eine Situation tritt häufig morgens vor dem Sonnenaufgang oder abends nach dem Sonnenuntergang ein.