• Die Zahlen der Corona-Pandemie in Deutschland steigen laut RKI seit Ende Juli konstant an.
  • Anfang Oktober erreichen die Fallzahlen wieder häufiger wieder das Niveau von April
  • Berlin entwickelt sich zu einem der Hotspots in der Bundesrepublik
  • Wie also ist das weitere Vorgehen in der Krise gegen das Coronavirus?
  • Hier gibt es die aktuellen Fallzahlen des Robert Koch-Instituts vom Donnerstag, 08.10.2020
Die Fallzahlen in Deutschland, Europa und der Welt ändern sich täglich. Das Robert-Koch-Institut (RKI) und die US-amerikanische Johns-Hopkins-University (JHU) veröffentlichen jeden Tag die neuen Coronazahlen und vermelden den aktuellen Stand an Neuinfektionen, Infizierten, Toten und Genesenen. Je nach Entwicklung werden in den betroffenen Ländern und einzelnen Regionen der Ländern entsprechende Maßnahmen getroffen - und die Coronaregeln verschärft oder gelockert.

Berlin

Über 4000 Corona-Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland ist sprunghaft auf mehr als 4000 binnen eines Tages angestiegen. Die Gesundheitsämter meldeten 4058 neue Corona-Infektionen innerhalb der vorangegangenen 24 Stunden, wie das RKI am Donnerstag mitteilte. Das sind über 1200 mehr als am Mittwoch, als mit 2828 Neuinfektionen ein neuer Höchstwert seit April gemeldet worden war. Ein höherer als der nun gemeldete Wert war zuletzt in der ersten Aprilwoche erreicht worden.

Neue Corona-Zahlen: In Deutschland gibt es heute so viele Infizierte, Tote und Genesene

  • Infizierte: Seit Beginn der Corona-Krise haben sich mindestens 310.144 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, das sind 4058 mehr als am Vortag, wie das RKI auf seiner Homepage bekannt gab (Stand Donnerstag, 08.10.2020, 00:00 Uhr). Die in der US-Stadt Baltimore ansässige Johns-Hopkins-Universität (JHU) meldete 311.137 Infizierte gemeldet.
  • Tote: Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt jetzt bei 9578. Das sind 16 mehr als am Vortag. Die JHU meldete 9571 Tote.
  • Genesene: Bis Donnerstagmorgen hatten etwa 269.722 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.
Anmerkung: Das RKI weist nur die elektronisch übermittelten Zahlen aus den Bundesländern aus und aktualisiert diese einmal am Tag.

RKI-Zahlen für Deutschland: Der aktuelle R-Wert

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland bei 1,64 (Vortag: 1,22). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwa einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.
Zudem gibt das RKI in seinem aktuellen Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert bei 1,08 (Vortag: 1,08). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor acht bis 16 Tagen.

RKI-Dashboard: Die Entwicklung der Zahlen in Bundesländern und Landkreisen

Doch nicht nur die Corona-Zahlen in Deutschland interessieren die Menschen. Gerade auch die Entwicklung der Pandemie im eigenen Bundesland - etwa Bayern oder Baden-Württemberg oder seinem Landkreis informieren möchte - ist von Interesse. Daten und Zahlen dazu liefert das Dashboard des RKI

Beherbungsverbot für Menschen aus Corona-Hotspots

Als Reaktion auf die steigenden Fallzahlen hatten die Bundesländer am Mittwoch mehrheitlich beschlossen, dass innerdeutsche Urlauber aus Risikogebieten nur dann beherbergt werden dürfen, wenn sie einen höchstens 48 Stunden alten negativen Corona-Test vorweisen können. Greifen soll dies für Reisende aus Gebieten mit mehr als 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen.
Fünf Länder gaben zu dem Beschluss aber abweichende Erklärungen ab. Thüringen machte deutlich, dass es ein Beherbergungsverbot nicht mittragen wolle, Berlin will zumindest nicht sofort einsteigen. Niedersachsen und Bremen wollen prüfen. Mecklenburg-Vorpommern will bei noch strengeren Quarantäneregeln bleiben.
Bürger aus Orten mit sehr hohen Corona-Infektionszahlen müssen sich im Herbst also bei Urlaubsreisen innerhalb Deutschlands auf erhebliche Schwierigkeiten gefasst machen. Doch auch Reisen ins Ausland sind alles andere als einfach. Nach einer Aktualisierung der Liste mit Corona-Risikogebieten bleiben unter dem Strich nur noch wenige Länder übrig, für die weder vor Reisen gewarnt noch von ihnen abgeraten wird. Dazu zählen die beliebten Urlaubsländer Italien, Griechenland, Zypern und Malta.

Steigende Neuinfektionen: Was sind die Gründe?

Während die Zahl der Neuinfektionen im Mai, Juni und Juli zurückgingen, stiegen sie Ende Juli wie kontinuierlich an. Nun also 4000 Neuinfektionen innerhalb eines Tages. Warum gibt es wieder mehr Neuinfektionen? Dafür gibt es mehrere Gründe: