Urlaub im Herbst 2021? In manchen Bundesländern haben die Herbstferien 2021 bereits begonnen, in anderen stehen sie noch bevor. Einige Menschen in Deutschland zieht es nun wegen immer kälter werdender Temperaturen in Länder mit milderem Klima und mehr Sonnenstunden. Doch nach dem Sommer sind mancherorts die Corona-Zahlen und die Inzidenzen stark gestiegen und liegen teilweise weit im dreistelligen Bereich. Nach wie vor gelten viele Länder, Regionen und Inseln als Hochrisikogebiete.
  • Auch am Freitag, 22.10.21 hat das RKI veröffentlicht, welche Länder neu auf der Liste der Risikogebiete stehen
  • Was gilt in den einzelnen Ländern in Europa und der Welt?
  • Wo ist Urlaub problemlos möglich und wo gilt eine Reisewarnung?
  • Türkei, Kroatien, Kanaren: Die Einstufungen der Länder, Inseln und Regionen in der Übersicht

Neue Risikogebiete RKI: Kroatien und Bulgarien als Hochrisikogebiete eingestuft

Mit Kroatien und Bulgarien stuft die Bundesregierung ab heute, Sonntag, den 24.10.2021, zwei weitere EU-Länder als Corona-Hochrisikogebiete ein. Das teilte das Robert Koch-Institut am Freitag mit. Ein Überblick über die neuen Hochrisikogebiete laut RKI:
  • Bulgarien
  • Kamerun
  • Kroatien
  • Republik Kongo
  • Singapur
Mit Wirkung von Sonntag, 24.10., gelten vier Gebiete hingegen nicht länger als Hochrisikogebiete. Honduras, Irak, Kenia und Kosovo verlieren ihre Risikogebiet-Einstufung.

Reisewarnung für Kroatien und Bulgarien nach Einstufung als Hochrisikogebiet

Für Bulgarien gilt eine Corona-bedingte Reisewarnung ab Sonntag, 24. Oktober 2021. Das Auswärtige Amt warnt vor Reisen nach der Einstufung als Risikogebiet.
Weil Kroatien ebenfalls ab Sonntag als Hochrisikogebiet gilt, gibt das Auswärtige Amt mit Wirkung vom selben Tag an eine Reisewarnung heraus. Vor nicht notwendigen, touristischen Reisen nach Kroatien wird gewarnt. In Kroatien, das bei Urlauber den ganzen Sommer über ein sehr beliebtes Ferienziel war, liegt die Inzidenz aktuell (Stand 24.10.) bei über 400. Die Impfquote hingegen liegt unter 50 Prozent. Alle Infos zur Einreise und den Corona-Regeln in Kroatien liefert folgender Beitrag:

Aktuelle Virusvariantengebiete laut RKI

Das RKI hat am Freitag, 22.10.2021, bekannt gegeben, dass kein Land mit Wirkung vom 24.10.2021 neu zur Liste der Virusvariantengebiete hinzukommt. Als Virusvariantengebiet gilt damit derzeit kein Land.

RKI Liste: Aktuelle Risikogebiete in Europa und der Welt

Weltweit stehen rund 70 Länder ganz oder teilweise auf der Risikoliste des RKI. Neben Kroatien und Bulgarien kommen am Sonntag auch Kamerun, Singapur und die Republik Kongo hinzu. Ein Überblick über alle aktuellen Hochrisikogebiete.
  • Ägypten
  • Albanien
  • Antigua und Barbuda
  • Armenien
  • Äthiopien
  • Barbados
  • Belarus
  • Belize
  • Bosnien und Herzegowina
  • Brunei Darussalam
  • Bulgarien
  • Burundi
  • Costa Rica
  • Dominica
  • El Salvador
  • Estland
  • Frankreich – die folgenden Regionen und französischen Überseegebiete gelten als Hochrisikogebiete:
  • Französisch-Guayana
  • Neukaledonien
  • Gabun
  • Georgien
  • Grenada
  • Guyana
  • Guatemala
  • Haiti
  • Iran
  • Irland - die folgenden Regionen gelten als Hochrisikogebiete: Border
  • Israel inklusive der Palästinensischen Gebiete
  • Jamaika
  • Jemen
  • Kamerun
  • Kongo, Republik
  • Korea (Demokratische Volksrepublik)
  • Kroatien
  • Kuba
  • Lettland
  • Libyen
  • Litauen
  • Malaysia
  • Mexiko
  • Moldau, Republik
  • Mongolei
  • Montenegro
  • Myanmar
  • Nicaragua
  • Niederlande – die folgenden überseeischen Teile des Königreichs der Niederlande gelten als Hochrisikogebiete:
  • Aruba
  • Curaçao
  • Bonaire
  • Sint Eustatius
  • Sint Maarten
  • Saba
  • Nordmazedonien
  • Papua-Neuguinea
  • Philippinen
  • Rumänien
  • Russische Föderation
  • St. Kitts und Nevis
  • St. Lucia
  • St. Vincent und die Grenadinen
  • São Tomé und Príncipe
  • Serbien
  • Seychellen
  • Singapur
  • Slowenien
  • Sudan
  • Suriname
  • Syrische Arabische Republik
  • Tadschikistan
  • Tansania
  • Thailand
  • Trinidad und Tobago
  • Türkei
  • Turkmenistan
  • Ukraine
  • Usbekistan
  • Venezuela, Bolivarische Republik
  • Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland inkl. der Isle of Man sowie aller Kanalinseln und aller britischen Überseegebiete
  • Vereinigte Staaten von Amerika
  • Vietnam

Rückkehr aus Hochrisikogebiet – Geimpft nicht in Quarantäne?

Geimpfte und Genesene, die aus einem Hochrisikogebiet zurückkehren nach Deutschland, müssen eine digitale Einreiseanmeldung planen. Jedoch gilt für sie keine Testpflicht bei der Rückkehr aus dem Urlaub, ebenso müssen sich nicht für 10 Tage in Quarantäne. Ungeimpfte benötigen bei Einreise nach Deutschland aus einem Hochrisikogebiet einen negativen Corona-Test. Sie müssen 10 Tage in Quarantäne – diese kann aber verkürzt werden um 5 Tage bei einem weiteren Test.

Definition Risikogebiet: Wann gilt ein Land laut RKI als Hochrisikogebiet?

Als Hochrisikogebiete werden Länder und Regionen mit einem besonders hohen Infektionsrisiko eingestuft. Dafür sind aber nicht nur die Infektionszahlen ausschlaggebend. Andere Kriterien sind das Tempo der Ausbreitung des Virus, die Belastung des Gesundheitssystems oder auch fehlende Daten über die Corona-Lage.

RKI Risikogebiete: Wer erklärt ein Land zum Hochrisikogebiet?

Welches Land wird Risikogebiet? Ist mein Urlaubsziel dabei? Diese Frage stellen sich aktuell viele Urlaubswillige auch im Spätsommer. Dabei gilt es auf die aktuelle Liste des RKI zu warten. Für gewöhnlich erscheint mit ihr eine Aktualisierung der Risikogebiete am Freitag. Jedoch bestimmt nicht das Robert-Koch-Institut über die Einstufungen der einzelnen Länder. Die Einstufung als Risikogebiet erfolgt nach gemeinsamer Analyse und Entscheidung durch das Bundesministerium für Gesundheit, das Auswärtige Amt und das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat, teilt das RKI mit.

Rückkehr aus Risikogebiet: Lohneinbußen bei Quarantäne

Das Bundesinfektionsschutzgesetz sieht vor, dass es keine Lohnfortzahlung geben kann, wenn eine Quarantäne hätte vermieden werden können, indem man eine empfohlene Impfung in Anspruch nimmt. Konkret geht es um Tätigkeitsverbote oder um eine Quarantäne, wenn man Kontaktperson von Corona-Infizierten war oder aus einem Risikogebiet im Ausland zurückkehrt. Die Gesundheitsminister der Länder hatten Mitte September mehrheitlich beschlossen, dass dies nun auch umgesetzt werden soll, da inzwischen ausreichend Impfstoff da ist.