Der Schützenpanzer Puma macht weiter als Pannenpanzer Schlagzeilen. Bei einer Übung der Bundeswehr fielen zum Jahresende 2022 alle eingesetzten Puma aus. Was sind die Probleme mit dem Panzer? Wer ist der Hersteller und welche Bewaffnung hat der Schützenpanzer. Wir stellen euch den Puma vor:

Welche Probleme hat der Schützenpanzer Puma?

Der Schützenpanzer Puma ist bei Übungen der Bundeswehr für die Beteiligung an der Nato-Eingreiftruppe VJTF im nächsten Jahr komplett ausgefallen. Bei einem Training mit 18 Gefechtsfahrzeugen sei die Einsatzbereitschaft binnen einiger Tage auf null gesunken, berichtete der „Spiegel“ Mitte Dezember. Vor allem die Elektronik der Hightech-Panzer ist dem Bericht zufolge anfällig, in einem Panzer habe es sogar einen schweren Kabelbrand im Fahrerraum gegeben.

Wer ist der Hersteller des Puma?

Der Puma wird als Gefechtsfahrzeug von den deutschen Rüstungsunternehmen Krauss-Maffei Wegmann (KMW) und der Rheinmetall Landsysteme GmbH (RLS) entwickelt und produziert.

Zahlen, Daten, Bewaffnung: Wie sieht die Technik des Puma aus?

Der Schützenpanzer Puma in Zahlen und Daten:
  • Länge: 7,40 Meter
  • Breite: 3,70 bis 3,90 Meter
  • Höhe: 3,10 Meter
  • Gewicht: 31 bis 43 Tonnen
  • Höchstgeschwindigkeit: 70 km/h
  • Leistung: 1090 PS
  • Reichweite: 600 Kilometer (Straße)
  • Besatzung: 3 (Fahrer, Kommandant, Richtschütze) + 6 (Schützentrupp)
Die Hauptbewaffnung des Puma ist eine 30-mm-Bordmaschinenkanone. Diese ist im ferngesteuerten Turm eingebaut. Mit dieser Waffe können gepanzerte Fahrzeuge bis zu einer Entfernung von 3000 Metern bekämpft werden. Die Waffe kann sowohl in Einzel- als auch in schnellem Serienfeuer mit 200 Schuss pro Minute abgefeuert werden. Die Sekundärbewaffnung besteht aus dem MG4 im Kaliber 5,56 Millimeter. Zur Verteidigung im Nahbereich von bis zu 50 Metern verfügt der Puma über eine Sprengkörperwurfanlage. Zur Panzer- und Hubschrauberabwehr kann der Schützenpanzer mit einem Lenkflugkörper-System ausgestattet werden.

Wieviele Puma hat die Bundeswehr?

Die Bundeswehr hat insgesamt 350 Puma-Schützenpanzer angeschafft. Ursprünglich sollten einmal 405 Panzer dieses Typs gekauft werden. Die Zahl wurde aber nach unten korrigiert, nachdem die Herstellungs- und Entwicklungskosten stark gestiegen waren. In diesem Video stellt die Bundeswehr ihren „modernsten Schützenpanzer der Welt“ vor:
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Sind die defekten Puma-Panzer wieder repariert?

Ja, mittlerweile sind fast alle Panzer des Typs Puma wieder einsatzbereit. 17 der 18 Puma konnten wieder der Bundeswehr übergeben werden, hier es Anfang Januar 2023. Bei der Reparatur der bei einer Schießübung ausgefallenen Schützenpanzer Puma wurden nach Angaben des Verteidigungsministeriums überwiegend kleinere und mittlere Schäden festgestellt. Vereinzelt seien sie schwerwiegender gewesen, teilte das Ministerium den Obleuten im Bundestag am 4.1.2023 in einer als Verschlusssache eingestuften Unterrichtung mit. Das Ministerium „bewertet den SPz Puma unverändert als technologisch hochwertiges Waffensystem“, heißt es darin weiter.
Grundsätzliche Zweifel an dem System werden nun nicht formuliert. Der Schützenpanzer verfüge „zweifelsfrei über sehr vielversprechende Leistungsdaten und die Fähigkeit, der Truppe Wirkungsüberlegenheit im Gefecht zu verschaffen“, heißt es in der Obleuteunterrichtung. Und: „Für ein kriegstaugliches System muss diese Wirkungsüberlegenheit mit Robustheit und Zuverlässigkeit in Einsatz und Betrieb einhergehen“, wird gefordert.

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