Seit diesem Mittwoch (12.1.) müssen Erwachsene im Südwesten beim Einkaufen eine FFP2-Maske tragen. Die Empfehlung zum Tragen einer FFP2-Maske in Innenräumen wird jetzt für Erwachsene zur Pflicht. Ein Verstoß kann bis zu 250 Euro kosten. Betroffen von der FFP2-Maskenpflicht in Innenräumen sind neben Einzelhandel auch die Gastronomie, Museen und Bibliotheken. In Büros und Betrieben muss keine FFP2-Maske getragen werden.
Die CDU-Landtagsfraktion will eine FFP2-Maskenpflicht auch in Bussen und Bahnen.
Die CDU-Landtagsfraktion will eine FFP2-Maskenpflicht auch in Bussen und Bahnen.
© Foto: Bernd Weißbrod / DPA

Kommt die FFP2-Maskenpflicht auch in Bussen und Bahnen?

Baden-Württemberg macht Druck auf den Bund, damit künftig auch in Bussen und Bahnen eine Pflicht zum Tragen von FFP2-Masken kommt. In einem Brief an Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) dringen Sozialminister Manne Lucha und sein Verkehrskollege Winfried Hermann (beide Grüne) darauf, diese Verschärfung endlich in die Tat umzusetzen. Angesichts der rasant steigenden Inzidenzen durch die Omikron-Variante sei es "ein unbedingtes Gebot der Stunde, schnell, klar und einheitlich eine ausschließliche FFP2-Maskenpflicht im öffentlichen Personennahverkehr bundesgesetzlich zu regeln", schreiben die beiden Grünen-Politiker in dem Brief, der der dpa in Stuttgart vorliegt. Zuvor hatte der SWR über das Schreiben berichtet.

FFP2-Masken: Wo liegt der Unterschied zur OP-Maske?

Der wichtigste Unterschied zwischen OP-Masken und den nun zur Pflicht gewordenen filtrierenden Halbmasken ist, dass die medizinischen Masken vorrangig dem Schutz anderer dienen, während FFP2- oder vergleichbare Masken zusätzlich auch den Träger vor Aerosolen schützen.

Einzelhändler kritisieren neue Corona-Bestimmungen

Die Einzelhändler im Südwesten haben die Landesregierung wegen der neuen Corona-Verordnung kritisiert. „Die Händler sind völlig desillusioniert und aufgebracht“, sagte die Hauptgeschäftsführerin des Handelsverbandes Baden-Württemberg, Sabine Hagmann, der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart. Sie bemängelte, dass im Land Einschränkungen der Alarmstufe II aufrecht erhalten werden, obwohl die Zahl der Covid-19-Patienten auf Intensivstationen sinke.