Die wachsende vierte Corona-Welle mit mehr extrem hohen Corona-Zahlen und Neuinfektionen an einem Tag ist der Grund für den Corona-Gipfel, der heute (02.12.21), stattgefunden hat. Für den Kampf gegen die Corona-Pandemie in Deutschland kommen schärfere Beschränkungen in der Adventszeit für Millionen Bürger und die Wirtschaft. Neue Regelungen etwa zu „umfangreichen Kontaktbeschränkungen“ und Einzelhandel vor allem für Ungeimpfte sind beschlossen.

Lockdown in Deutschland: FDP gegen diese Maßnahme

Der FDP-Vorsitzende und designierte Bundesfinanzminister Christian Lindner hat die Beschlüsse der Bund-Länder-Runde als angemessene Antwort auf die Lage in der Corona-Pandemie bezeichnet. „Es ist gut, dass ein neuerlicher Lockdown heute nicht in Erwägung gezogen wurde“, sagte Lindner am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. Die bisher bestehenden Möglichkeiten würden nun genutzt und teilweise ergänzt. Angesichts der Gesundheitsgefahren seien konsequente Kontaktbeschränkungen und hohes Tempo beim Impfen nötig.
Lindner fügte an: „Für die FDP ist bedeutsam, dass alles unternommen wird, um einen neuerlichen Lockdown wie im November des letzten Jahres auszuschließen. Das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben soll weitgehend geöffnet bleiben. Es ist richtig, dass auf Instrumente wie Ausgangssperren verzichtet wird.“

MPK am 02.12.21: Die Beschlüsse der Ministerpräsidenten zum bundesweiten Lockdown

Einen bundesweiten Lockdown für alle wird es wohl nicht mehr geben. Dennoch werden die Corona-Regeln immer strenger. Zum Brechen der vierten Corona-Welle in Deutschland haben sich Bund und Länder auf bundesweit deutlich schärfere Vorgaben und Einschränkungen geeinigt. Diese reichen von erheblichen Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte und Nicht-Genesene bis hin zu 2G-Regelungen für den Besuch von Restaurants, Kinos, Theatern und anderen Freizeiteinrichtungen. Zusätzlich kann sogar ein aktueller Test – also 2G plus – vorgeschrieben werden.

2G-Regel im Einzelhandel – Lockdown nur für Ungeimpfte

Bei der Ministerpräsidentenkonferenz wurde die 2G-Regel nun auch im Einzelhandel eingeführt. Auch in Läden, mit Ausnahme solcher für den täglichen Bedarf wie Lebensmittel, kommen jetzt nur noch Geimpfte oder Genesene. Ungeimpfte haben auch mit einem negativen Testergebnis – egal ob PCR- oder Schnelltest – keinen Zutritt mehr. Alle Infos zur neuen bundesweiten Regelung im Einzelhandel im folgenden Artikel:

Lockdown für Ungeimpfte an Weihnachten? – Kontaktbeschränkungen gelten

Private Zusammenkünfte im öffentlichen oder privaten Raum, an denen nicht geimpfte und nicht genesene Personen teilnehmen, sind dem Beschluss zufolge auf den eigenen Haushalt sowie höchstens zwei Personen eines weiteren Haushaltes zu beschränken. Kinder bis zum Ende des 14. Lebensjahres sind hiervon ausgenommen. Ehegatten, Lebenspartner und Partnerinnen beziehungsweise Partner einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft gelten auch ohne gemeinsamen Wohnsitz als ein Haushalt.

Lockdown für Geimpfte kommt nicht für alle Lebensbereiche

Die Regelung für private Zusammenkünfte gilt nicht, wenn ausschließlich Geimpfte und Genesene teilnehmen. Allerdings müssen auch sie ihre Kontakte bei privaten Treffen beschränken, an denen auch Ungeimpfte teilnehmen. Dann dürfen nur noch ein Haushalt plus zwei Personen eines weiteren Haushalts teilnehmen. Für den Einzelhandel gilt 2G: Geimpfte und Genesen nach wie vor nach der Kontrolle ihres Nachweises eintreten. Das gilt auch für die Gastronomie. Allerdings schließen die Clubs und Bars für alle.

Corona-Regeln nach der MPK zu Privaten Feiern: mit Personenobergrenze

In Kreisen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 350 gilt bei privaten Feiern und Zusammenkünften eine Teilnehmergrenze von 50 Personen (Geimpfte und Genesene) in Innenräumen und 200 Personen (Geimpfte und Genesene) im Außenbereich.