Liebherr Kran Unfall Rostock: So verläuft die Bergung des umgeknickten Offshore-Krans

Der HLC295000 von Liebherr nach dem schweren Unglück. Die Bergung des Krans verläuft planmäßig.
Jens Büttner, dpaDer Superkran HLC295000 von Liebherr war bei einem Test in Rostock in sich zusammengstürzt. Der 600 Tonnen schwere Hilfsausleger sei mit dem Auslegerkopf geborgen worden, teilte ein Sprecher am Mittwoch mit. Beide Bauteile seien auf ein Werksgelände gebracht worden. Der Offshore-Kran an Bord des Spezialschiffs „Orion“ war Anfang Mai bei einem Test beschädigt worden. Der Kran soll repariert werden. Im September war das Schiff mit dem lädierten Schwerlastkran an einen sicheren Liegeplatz gebracht worden, wo die beschädigten Bauteile des Kranes abgebaut werden. Die Bergung soll voraussichtlich zum Jahresende abgeschlossen sein. Der Schwerlastkran soll im Laufe des kommenden Jahres neu aufgebaut werden. Mehrere Bauteile, darunter der 145 Meter lange Kranausleger, müssen neu gefertigt werden.
Größter Offshore-Kran, den Liebherr je gebaut hat
Nach Firmenangaben handelt es sich um den größten Offshore-Kran, den Liebherr je gebaut hat. Er hat eine Hubleistung von bis zu 5000 Tonnen bei einer Ausladung von 35 Metern und einer maximalen Hubhöhe von 175 Metern über Deck. Der Kran kann sowohl zum Aufbau von Offshore-Windkraftanlagen eingesetzt werden als auch zum Rückbau ausgedienter Offshore-Öl- und Gas-Förderanlagen. Dabei müssten große und schwere Teile auf offener See demontiert werden. Bei einem Test am 2. Mai war ein Haken bei 2600 Tonnen gebrochen, der laut Liebherr von einem externen Lieferanten stammte. Zwölf Menschen waren dabei verletzt worden. Der Schaden beläuft sich auf einen hohen zweistelligen Millionenbetrag.
