Vor der Corona-Pandemie lag er meist irgendwo zwischen alten Kontoauszügen und Rechnungen vergangener Renovierungen: der Impfpass. Inzwischen ist der Impfnachweis zu einem wichtigen Dokument geworden: Wer ihn nicht digital auf dem Smartphone gespeichert hat, sollte vor jedem Gang aus dem Haus prüfen: Geldbeutel, Schlüssel, Maske und analoger Impfpass.
  • Wie erhalte ich einen digitalen Impfnachweis in der Apotheke, in der Arztpraxis oder im Impfzentrum?
  • In welcher App kann ich meinen Impfpass speichern?
  • Impfpass verloren: Was sollte man jetzt machen?
  • Impfpass fälschen: Welche Strafe steht auf die Fälschung eines Impfnachweises?
  • Alle Infos zum analogen und digitalen Impfpass.

Digitalen Impfnachweis in Apotheke, Arztpraxis oder Impfzentrum beantragen: So geht’s

Das gelbe Heftchen mit den Klebern einzelner Impfungen ist ein wichtiges Gesundheitsdokument. Dieses als Impfnachweis mit ins Restaurant, ins Schwimmbad, Theater oder gar aufs Festival zu nehmen, ist gefährlich, weil er schnell verloren oder kaputt gehen kann. Um die Corona-Impfung nachzuweisen gibt es deswegen den digitalen Impfnachweis. Dieser kann auf dem Smartphone gespeichert werden. Generiert wird der digitale Impfpass in einer Arztpraxis, einem Impfzentrum oder in einer Apotheke. Werden dort die relevanten Impfdaten eingegeben oder übergeben, wird ein QR-Code erstellt, den Geimpfte als Papierausdruck erhalten. Wird dieser QR-Code anschließend mit der CovPass-App oder der Corona-Warn-App eingescannt, ist der Impfpass in einer der Apps gespeichert. Nach einer Impfung im Impfzentrum erhält man den Impfnachweis anschließend in Papierform per Post. Davon kann dann der QR-Code abgescannt werden.

Apps für den Impfpass: CovPass-App und Corona-Warn-App funktionieren auch für Drittimpfung

Die CovPass-App, die vom Robert-Koch-Institut (RKI) entwickelt wurde, kann den digitalen Impfpass speichern. Die Corona-Warn-App, die eigentlich zur Eindämmung des Corona-Infektionsgeschehens eingeführt wurde, kann auch genutzt werden, um den Impfnachweis zu speichern. Auf der Website der Bundesregierung über die App heißt es zudem zum Thema Auffrischungs-Impfungen: „Auch bei Auffrischungs-Impfungen bekommt man einen „2D-Barcode“. Und auch hier gilt: Sie können das Zertifikat ebenso in die Corona-WArn-App oder die CovPass-App übertragen wie bei der Erst- und Zweitimpfung auch.“

Impfpass verloren: Am besten den Impfnachweis umschreiben lassen

Wenn der Impfpass verloren geht, sollte man sich an den Hausarzt oder die Hausärztin wenden. Mit ihnen gemeinsam kann man versuchen, alle vergangenen Impfungen zu rekonstruieren, denn in den meisten Praxen sind vergangene Impfungen digital gespeichert. Denn Praxen müssen die Daten über die Impfungen aufbewahren. Gibt es keinerlei Impfnachweise mehr, erhält man einen leeren Impfpass und soll laut Ständiger Impfkommission (Stiko) die Impfungen nachholen.
Wenn man den Impfpass zu einer geplanten Impfung nicht mitbringt, ist das nicht schlimm: Der Kleber für das gelbe Heftchen kann auch selbst eingeklebt beziehungsweise nachgetragen werden. Inzwischen gibt es auch erste Apps, die alle Impfungen speichern können, nicht nur die Corona-Impfung: beispielsweise die „ImpfpassDE-App“ oder „meinImpfpass“ von der AOK Krankenkasse.

Strafe bei Fälschung: Was folgt auf einen gefälschten Impfpass?

Was passiert, wenn jemand mit einem gefälschten Impfpass erwischt wird? Alle Infos dazu lest ihr in dem folgenden Artikel: