Die dritte Impfung stellt ein wichtiges Werkzeug dar, um das Infektionsgeschehen in der Corona-Pandemie einzudämmen. Aufgrund der hohen Nachfrage ist es allerdings teilweise schwer, einen Termin für die Drittimpfung zu bekommen. Es kommt zu Engpässen in der Terminvergabe für die Auffrischungsimpfung. Die wichtigsten Fragen und Antworten – der Reihe nach:
  • Anmeldung zur Booster-Impfung: Wie kommt man an einen Termin?
  • Wo kann man sich aktuell gegen Corona impfen lassen?
  • Ab wann ist die 3. Corona-Impfung nötig?
  • Für wen gibt die Stiko eine Empfehlung für Biontech oder Moderna?

Hier gibt es Termine für die Booster-Impfung in Bayern:

Es herrscht erneut Unsicherheit bei den Corona-Impfungen – viele Menschen fragen sich: Woher bekomme ich einen Termin für die Booster-Impfung beim Impfzentrum oder Hausarzt? Muss ich mich selbst um eine Anmeldung kümmern? Grundsätzlich gibt sowohl für Erst- und Zweitimpfung als auch für Booster mehrere Möglichkeiten:
  • Individuelle Impfung im Impfzentrum, auch ohne Termin
  • Viele Impfzentren bieten spezielle Impfangebote für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren an (bestrifft Erst- und Zweitimpfungen)
  • Impfung in Arztpraxen (Kinder- und Jugendärzte, Hausärzte)
  • Impfung durch Betriebsärzte im Rahmen von Angehörigen von Beschäftigten
  • Mobile Impfteams sind in ganz Deutschland im Einsatz und impfen meist ohne Termin

Booster-Impfung im Impfzentrum in Bayern

Wer sich für eine Impfung beim kommunalen Impfzentrum interessiert, hat laut dem „Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege“ die Möglichkeit, einen telefonisch oder online einen Termin zu vereinbaren. Zum zuständigen Impfzentrum wird man weitergeleitet, wenn man die Telefonnummer 116 117 wählt. Die Hotline ist aktuell täglich von 8.00 bis 22.00 Uhr erreichbar.
Es ist außerdem möglich, online einen Termin unter www.impfzentren.bayern buchen. Seit dem 15.10.21 können über das Portal online Einzeltermine für Auffrischungsimpfungen gebucht werden. Durch die Änderung kann nun online nur noch ein aktueller Termin gebucht werden.
Besteht der Account beim Bayerischen Impfportal noch, sollte dieser genutzt werden, ansonsten ist ein neuer anzulegen. Laut Staatsministerium geht eine Neuanmeldung sehr einfach und schnell, seit keine Gesundheitsdaten und Tätigkeiten mehr abgefragt werden.

Booster-Impfung beim Hausarzt in Bayern

Zu Beginn der Corona-Impfungen wurden diese auf Basis der Stiko-Empfehlungen nach Risikogruppen priorisiert. Seit dem 7. Juni 2021 wurde die Impfpriorisierung bundesweit aufgehoben. In Bayern wurde die Priorisierung in den Hausarztpraxen bereits mit Wirkung vom 20. Mai 2021 aufgehoben. Es liegt seitdem in der Verantwortung der Ärzte Priorisierungen gegebenenfalls selbst zu treffen, um eine effiziente Organisation der Schutzimpfungen zu gewährleisten. Dafür können sich Interessierte einfach direkt an die Hausärzte in ihrer Umgebung wenden und nachfragen, für wen Booster-Impfungen angeboten werden und wann es freie Termine gibt. Eine Anmeldung ist momentan bei den meisten niedergelassenen Ärzten noch nicht nötig, da es noch keine Wartelisten gibt. Nimmt die Impfkampagne fahrt auf, könnte sich das allerdings wieder ändern.

Corona-Impfungen für Kinder in Bayern haben begonnen

In bayerischen Impfzentren sowie bei Haus- und Kinderärzten sollen an diesem Mittwoch die Kinderimpfungen gegen das Coronavirus beginnen. Nicht überall sind die Vorbereitungen dafür schon abgeschlossen, daher startet die Impfkampagne für Fünf- bis Elfjährige in manchen Städten und Gemeinden auch erst am Donnerstag oder später. Im Freistaat gibt es nach Angaben des Gesundheitsministeriums etwa 855 000 Kinder im Alter zwischen fünf und elf Jahren.
Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt Impfungen für Kinder, die Risikofaktoren für einen schweren Covid-19-Verlauf oder Angehörige mit hohem Risiko haben. Es können nach individueller Entscheidung und ärztlicher Aufklärung aber auch alle Kinder dieser Altersgruppe geimpft werden. Für Kinder ab zwölf Jahren laufen Impfungen bereits seit mehreren Wochen.

2Gplus-Regel in Bayern: Die Testpflicht entfällt nach der Booster-Impfung

Für Geimpfte mit „Booster“-Auffrischimpfung sollen zusätzliche Testpflichten bei Corona-Zugangsregeln weitgehend wegfallen - vorerst bis zu einer Überprüfung der Maßnahme nach spätestens zwei Monaten. Darauf verständigten sich die Gesundheitsminister von Bund und Ländern, wie der Vorsitzende der Länderminister, Klaus Holetschek (CSU) aus Bayern, am Dienstag in München sagte. Einige Länder gehen schon so vor. Außerdem soll beim Zutritt zu medizinischen und Pflege-Einrichtungen zum Schutz der dortigen besonders verwundbaren Menschen weiterhin auch von „Geboosterten“ zusätzlich ein negatives Testergebnis verlangt werden. Die Erleichterungen sollen spätestens nach zwei Monaten bewertet und gegebenenfalls entsprechend der Lagedynamik angepasst werden, sagte Holetschek.

Wann ist die 3. Corona-Impfung nötig?

Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt eine Auffrischung der Corona-Impfung nun bereits nach drei Monaten. Durch die Verkürzung des Abstands sollten "der Schutz vor schweren Erkrankungen durch Infektionen mit der Omikron-Variante von Sars-CoV-2 in der Bevölkerung verbessert und die Transmission der sich ausbreitenden Omikron-Variante vermindert werden", teilte die Kommission am Dienstag mit. Der Impfschutz gegen die neue Virusvariante nehme bereits "drei bis vier Monate nach Grundimmunisierung signifikant ab".

Auffrischungsimpfung mit Biontech oder Moderna?

Das Bundesgesundheitsministerium will bei Booster-Impfungen verstärkt auf Moderna und weniger auf das von Biontech setzen. Es hagelt Kritik: Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek protestiert gegen eine vom Bundesgesundheitsministerium angekündigte Begrenzung der Biontech-Auslieferungen. Das sei inakzeptabel, sagte der CSU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur in München. Holetschek, der auch Vorsitzender der Gesundheitsministerkonferenz (GMK) der Länder ist, will dies nun auf die Tagesordnung der für Montag geplanten GMK-Beratungen setzen. „Das muss besprochen und gelöst werden.“ Auch Politiker von Grünen und FDP sowie die Deutsche Stiftung Patientenschutz kritisierten das Vorhaben.

Ab diesem Alter empfiehlt die Stiko eine Booster-Impfung

Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt Auffrischimpfungen wegen der Omikron-Variante des Coronavirus bereits nach mindestens drei statt nach sechs Monaten. Die Empfehlung zum verkürzten Impfabstand gelte ab sofort für Erwachsene, teilte das Gremium am Dienstag mit. Sie ziele ab auf einen verbesserten Schutz vor schweren, durch Omikron hervorgerufenen Erkrankungen in der Bevölkerung und auf eine verminderte Übertragung der Variante. Es sei damit zu rechnen, dass Omikron das Infektionsgeschehen hierzulande „innerhalb kürzester Zeit“ bestimmen werde.
Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach nannte die Stiko-Empfehlung „sehr wertvoll und richtig“. Sie erlaube eine schnellere Kampagne der Booster-Impfungen gegen Omikron, schrieb der SPD-Politiker bei Twitter. Laut Stiko sollen ältere und vorerkrankte Menschen wegen ihres höheren Covid-19-Risikos die Spritze bevorzugt erhalten. Die beiden mRNA-Impfstoffe, die zum Boostern verwendet werden (Comirnaty von Biontech/Pfizer und Spikevax von Moderna), seien „hinsichtlich ihrer Wirksamkeit völlig gleichwertig“.

Neue Corona Regeln in Bayern: Dauer, Gültigkeit, Lockdown

In Bayern gelten aktuell deutlich schärfere Corona-Regeln, insbesondere für Ungeimpfte. In extreme Hotspots muss das öffentlichen Leben dagegen ganz grundsätzlich heruntergefahren werden. Welche Maßnahmen gelten nun in Bayern? Alle Infos zu den neuen Regeln hier im Überblick.

Söder für eine Impfpflicht – Wieso? Zu niedrige Impfquote in Bayern

Nach Auffassung von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) lag die Politik mit der Einschätzung der Eigenverantwortung der Menschen in Bezug auf die Corona-Impfung daneben. „Als Politiker haben wir die Eigenverantwortung der Menschen, die wir hoch eingeschätzt haben, tatsächlich überschätzt“, sagte Söder dem „Main-Echo“ (Samstag). „Ich dachte, dass bei einer potenziell tödlichen Krankheit ein kostenfrei vom Staat verabreichter Impfstoff von allen Menschen angenommen wird.“
Stattdessen gebe es in Bayern nun eine zu niedrige Impfquote, sagte Söder. „Wir reden uns doch den Mund fusselig, damit sich die Menschen bitte impfen lassen. Aber da hört man dann andere, tiefer liegende Motive, warum dieses Angebot nicht angenommen wird.“ Also müsse man das Land „eben auf anderen Wegen“ schützen - „und auch die schützen, die sich nicht schützen lassen wollen“, betonte Söder. „Das ist das eigentliche Paradoxon dieser Zeit.“

Holetschek begrüßt Stiko-Empfehlung für zügigeres Boostern

Der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) hat die Verkürzung der empfohlenen Wartezeit für eine Booster-Impfung auf künftig nur noch drei Monate durch die Ständige Impfkommission (Stiko) begrüßt. Die Entscheidung der Stiko passe in die Strategie der bayerischen Staatsregierung, konsequent gegen die erwartete Ausbreitung der Omikron-Variante vorzugehen. Hierfür sei die Booster-Impfung nach einer Corona-Grundimmunisierung besonders wichtig. Bayern werde die am Dienstag bekanntgewordene Stiko-Empfehlung deshalb so schnell wie möglich umsetzen, kündigte Holetschek an. Dafür habe sein Ministerium bereits Vorbereitungen getroffen, so der CSU-Politiker: „Allerdings muss der Bund dafür sorgen, dass auch genügend Corona-Impfstoff zur Verfügung steht.“ Die Gesundheitsministerkonferenz werde sich am Mittwoch (22. Dezember) mit der neuen Stiko-Empfehlung befassen.