Hitzewelle USA
: Knapp 40 Grad vier Wochen lang – Gluthitze in den USA führt zu Hitzetod

In Texas stellt die Stadt El Paso mit mehr als 37,7 Grad Celsius an 24 Tagen in Folge einen neuen Rekord auf. Der Süden der USA wird von einer Hitzewelle heimgesucht.
Von
David Hahn
Austin
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Am 07.07.2023 bricht im Elysian Park, Los Angeles ein Buschfeuer aus. In der kommenden Woche werden dort Temperaturen bis zu 44 Grad Celsius erwartet.

Mark J. Terrill/dpa

Der Nationale Wetterdienst (NWS) in den USA warnt vor einem sogenannten Hitzedom über den südwestlichen Bundesstaaten, weshalb in Teilen von Kalifornien, Arizona, Nevada und New Mexico das Thermometer auf über 37 Grad Celsius steigen wird. Im Laufe der Woche sind in Teilen des Bezirks Los Angeles Temperaturen von bis zu 44 Grad angekündigt. In Südafrika schneit es währenddessen das erste Mal seit über 10 Jahren.

Lebensbedrohliche Hitze in den USA - 10 Tage lang über 43 Grad in Phoenix

Von Kalifornien im Südwesten über Texas bis nach Florida im Südosten: In den USA wird vor dem Tod durch Hitze gewarnt. „Streichen Sie Aktivitäten unter freiem Himmel zwischen 10 und 16 Uhr“, riet der Wetterdienst in der Wüstenmetropole Las Vegas und erinnerte daran, dass „Hitze das tödlichste Wetterphänomen“ in den Vereinigten Staaten sei. Diese extreme Hitze mit „keiner oder nur wenig Unterbrechung in der Nacht“ betreffe jede Person, „die nicht über eine wirksame Klimaanlage und/oder angemessene Wasserversorgung verfügt“, warnte der Wetterdienst. Abgesehen von den hohen Temperaturen ist es vor allem die Dauer der Hitzewelle, die den Experten Sorge bereitet: In Phoenix, der Hauptstadt des Bundesstaates Arizona, war es bereits zehn Tage über 43 Grad heiß.

Texas bekommt schon seit längerem die Auswirkungen des Hitzedoms zu spüren. Bei diesem Wetterphänomen ist die Hitze wie unter einer riesigen Kuppel gefangen und kann nicht entweichen. Die texanische Stadt El Paso an der Grenze zu Mexiko stellte mit 24 Tagen in Folge mit mehr als 37,7 Grand Celsius einen neuen Rekord auf, wie die örtlichen Wetterdienste am Sonntag mitteilten.

Laut Studie: Über 61.000 Hitzetote in Europa im Sommer 2022

Die Hitzewellen im Sommer 2022 hätten in Europa laut einer neuen Studie den Tod von mehr als 61.000 Menschen verursacht. Insbesondere Frauen im Alter von mehr als 80 Jahren seien davon betroffen gewesen, heißt es in einer am Montag in der Fachzeitschrift „Nature Medicine“ veröffentlichten Studie. Allein in den Tagen vom 18. bis 24. Juli 2022 seien 11.637 Menschen an den Folgen der Hitze gestorben.

Es ist das erste Mal, dass die Zahl der Hitzetoten des vergangenen Sommers beziffert wurde. Wenn es keine angemessenen Schutzmaßnahmen gebe, werde es von 2030 an im Schnitt jedes Jahr 68.000 Hitzetote geben, heißt es in der Studie des französischen Instituts Inserm und des spanischen Instituts ISGlobal. Von 2040 an könnte die Zahl auf mehr als 94.000 steigen, prognostizieren die Experten.

(Mit Material der AFP)

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