Die Bundesregierung hat ein klares Ziel: Zum Heizen soll mehr auf erneuerbare Energien gesetzt werden. Das bedeutet das Aus für Heizungen mit Öl und Erdgas. Nun fordert das Umweltbundesamt aber auch ein Verbot für Holzöfen und kritisiert die Förderung der Pelletkessel.
Was die Gründe für die Forderung sind, den aktuellen Stand der Diskussion um Holz- und Pelletöfen und mögliche Alternativen zum Heizen mit Holz findet ihr in diesem Artikel.

Heizen mit Holz und Pellets – Verbote oder Förderungen?

Kaminöfen, die wie klassische Holzöfen befeuert werden, sind bislang nicht verboten, werden vom Staat aber auch nicht gefördert. Pelletöfen dagegen werden vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gefördert. Unter bestimmten Bedingungen können bis zu 45 Prozent der Kosten übernommen werden. Diese Förderung hält das Bundesumweltamt nicht mit dem Klimaschutz vereinbar und fordert deren Ende. Das Bundesamt spricht sich zudem zwar nicht für ein Verbot für Holzheizungen aus, aber durchaus gegen neue Investitionen in diese Heizart.

Das Aus für Heizen mit Holz und Pellets – was sind die Alternativen?

Der Präsident des Umweltbundesamts (UBA) Dirk Messner rät vom Heizen mit Holz ab. Gegenüber der Haufe-Online-Redaktion sagte ein Sprecher des Amts, die Details zu einer möglichen Überarbeitung von Förderrichtlinien seien derzeit in der Entwicklung. Als beste Alternativen zur Heizart sieht das Umweltamt Wärmepumpen oder Solarthermie. Das Problem: Diese Techniken sind bislang noch sehr teuer. Außerdem vertragen sich Wärmepumpen nicht mit alten, schlecht gedämmten Gebäuden. Die Pumpen reichen dann nicht aus, um die Räumlichkeiten ausreichend und effizient mit Strom zu heizen. Hier lest ihr mehr zum Thema Heizen mit Wärmepumpen.

Neue Heizung: Bundesförderung beim Tausch der Ölheizungen

Mit der „Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG)“ von der Bundesregierung, wird ein Teil der Kosten für den Austausch von Ölheizungen durch neu eingebaute Heizungsanlagen erstattet. Für Holzpelletheizungen gibt es vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) einen Zuschuss von bis zu 45 Prozent. Die Feinstaubbelastung werde durch Holz stärker vorangetrieben als durch Autos, heißt es nun aber vom Bundesumweltamt. Mit der Förderung soll deshalb bald Schluss sein. Seit dem 24. Januar bereits gibt es einen Teil der Bundesförderung für effiziente Gebäude nicht mehr. Es ist noch nicht klar, wer die Förderung künftig bekommen soll und unter welchen Umständen.
Übrigens: Alle Infos zu Hausbau und Sanierung sowie Wissenswertes über Baufinanzierungen und Fördermöglichkeiten finden Sie unter swp.de/hausbau.