• Der Corona-Gipfel am Dienstag, 19. Januar, ist beendet.
  • Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder haben die Corona-Regeln verschärft.
  • Der harte Lockdown wird bis 14. Februar verlängert
Viele Sportbegeisterte scharren mit den Turnschuhen: Wann dürfen die seit Monaten geschlossenen Fitnessstudios wieder aufmachen? Nach dem Corona-Gipfel, der am Dienstag, 19. Januar, stattfand, folgte die erwartete Ernüchterung: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Länderchefs haben den Lockdown bis zum 14. Februar verlängert. Die Gyms bleiben also weiter geschlossen.

Corona-Gipfel am 19.1: Harter Lockdown auch im Februar

Schon im Vorfeld der Konferenzschalte hatten sich mehrere Teilnehmer für eine Verlängerung der strengen Maßnahmen ausgesprochen. „Deutschland steht vor acht bis zehn sehr harten Wochen“, sagte Merkel demnach in der AG Sicherheit der Unions-Bundestagsfraktion. Weil die Fallzahlen zwar sinken, aber weiterhin deutlich zu hoch sind, werden die Regeln verschärft – so herrscht künftig etwa eine FFP2- oder OP-Maskenpflicht beim Einkaufen.

Fitness-Apps und Personal-Trainer erleben einen Boom

Somit müssen Fitnessstudio-Inhaber weiter auf eine konkrete Öffnungsperspektive warten. Viele Kunden probieren längst andere Wege, um aktiv zu bleiben: Fitness-Apps werden immer beliebter, Personal-Trainer sprechen von deutlichem Zulauf und Trainingsgeräten wie Hanteln oder Sportmatten landen immer öfter im digitalen Einkaufswagen. Der Verkauf von Heim- und Kraftsportartikel sei um 200 Prozent gestiegen, berichtet der Versandhändler Otto.

Ab wann darf man ins Fitnessstudio?

Das ist aktuell noch völlig unklar. Der Lockdown ist zunächst bis zum 14. Februar verlängert. Dass Sportfans danach wieder ins Gym dürfen ist aber noch nicht sicher.

Fitness-Verband rechnet pro Monat mit 480 Millionen Euro Schaden

Dass die Pandemie das Geschäft nachhaltig verändert, zeigt eine Umfrage des Deutschen Industrieverbands für Fitness und Gesundheit (DIGF): 73 Prozent der Befragten gaben im Sommer an, die in der Corona-Krise entdeckten Alternativen künftig beizubehalten. Der DIGF rechnet damit, dass die Entschädigungsforderungen und ausbleibende Neuanmeldungen unterm Strich einen Schaden in Höhe von 480 Millionen Euro pro Monat verursachen.

Fitness und Gym im Heimstudio als Alternative

Eine Alternative zum Fitnesstudio sind natürlich Sport im Freien wie Joggen und Radfahren. Doch im Winter ist es zu kalt. Eine Alternative für das Gym zu Hause sind Online-Angebote. Sie sind teils kostenpflichtig, viele davon aber auch gratis:

Muss ich mein Fitnessstudio zahlen trotz Corona?

Seit Monaten sind die Fitnessstudios geschlossen, oft buchen sie den Beitrag aber noch vom Konto ab. Doch ist das erlaubt? Grundsätzlich gilt laut Verbraucherzentrale Hamburg der Grundsatz: „Keine Leistung, Kein Beitrag“. Online-Angebote sind dabei kein Ersatz für den tatsächlichen Besuch im Studio. Es ist also möglich, den Anbieter zu einer Erstattung aufzufordern. Dabei sollten Verbraucher unbedingt einen konkreten Betrag nennen, so die Empfehlung der Verbraucherzentrale. Erfolgt die Erstattung nicht, kann man zahlt man per Lastschrifteneinzug auch das Geld zurückbuchen lassen.

Fitnessstudio kündigen Corona

Wer trotz ausgesetzter Beiträge doch kündigen möchte, sollte auf jeden Fall auch in Corona-Zeiten auf die Fristen achten. Denn ein Sonderkündigungsrecht wegen Corona gibt es nicht. Die fristgerechte Kündigung sollte man nachweisen können, in dem man beispielsweise die Kündigung als Einschreiben verschickt.