Europapark Rust: Achterbahn gestoppt: Menschen sitzen fest und müssen Bahn verlassen

Im Europapark Rust kam es zu einem Vorfall in einer Achterbahn (Symbolfoto).
dpaUnangenehmes Ende eines Besuchs von Europas größtem Freizeitpark im südbadischen Rust. Wie unter anderem „Bild“ berichtet, gab es einen Vorfall in der Wasserachterbahn „Poseidon“ im Europapark Rust.
Achterbahn im Europapark: Insassen sitzen fest
Demnach habe ein Fahrgast dem Portal berichtet, dass die Waggons mitten in der Fahrt plötzlich angehalten hätten. Die Insassen hätten mehr als 30 Minuten in der Bahn festgesessen. Einige Fahrgäste saßen an einem steilen Anstieg fest, wie ein Foto zeigt. Mitarbeiter hätten die Fahrgäste beruhigt. Verletzt wurde offenbar niemand.
Was der Europapark zur gestoppten Achterbahn sagt
Gegenüber der Nachrichtenagentur lsw betonte der Gründer des Parks, Roland Mack, auf Anfrage, dass niemand zu Schaden gekommen sei. Zu dem Bericht von „Bild“ sagte Mack, es habe sich um eine kleine Reparatur gehandelt.
Roland Mack erklärte weiter: „Der Vorfall zeigt, dass unsere Sicherheitssysteme perfekt funktionieren.“ Es sei letztlich „ein Praxistest mit den vom TÜV vorgegeben Sicherheitsmaßnahmen“ gewesen. Die Gäste seien in den Fahrgeschäften sicher.
Achterbahn „Poseidon“ in Rust gestoppt und evakuiert: Das ist der Grund
Zum Grund für den überraschenden Stopp der Poseidon–Bahn erklärte der Parkchef weiter: „Da wir an diesem heißen Tag nicht absehen konnten, wie lange die kleine Reparatur dauert — es waren am Ende 30 Minuten — haben wir die Fahrgäste vorsorglich aus der Bahn geholt.“ Das sei alles genau geregelt.
Vorfall erinnert an Freizeitparks Legoland und Klotten
Der Fall erinnert an zwei Unglücke, welche sich im August in Freizeitparks ereignet hatten.
Mitte August gab es einen Unfall mit der Achterbahn „Feuerdrache im Legoland Günzburg. Bei dem Unglück waren 31 Menschen verletzt worden. Damals war ein Zug auf einen vorausfahrenden Zug aufgefahren.
In einem Freizeitpark in Klotten an der Mosel war am 6.8.2022 eine Frau (57) aus einer fahrenden Achterbahn gestürzt und gestorben.
Bereits Ende Juli 2022 hatte es Wirbel im Europapark Rust gegeben, weil ein Mensch durch einen Reizgas–Angriff in einer Hotel–Lobby im Europark Rust 20 Menschen leicht verletzt. Laut Polizei hatte es eine Auseinandersetzung gegeben.
Wie sicher sind unsere Achterbahnen?
Bereits nach dem schweren Unfall der „Feuerdrachen–Achterbahn“ im Legoland Günzburg stellen sich viele Besucher von Freizeitparks die Frage, wie die Sicherheit solcher Anlagen generell überprüft wird. Welche Regeln gelten? Experten beruhigen: Die sicherheitstechnischen Vorschriften für Fahrgeschäfte sind streng. Die Anlagen werden nicht nur vor der Inbetriebnahme komplett durchgecheckt, sondern danach regelmäßig erneut kontrolliert. Zuständig dafür ist in der Regel der TÜV.
Die Unfälle der Vergangenheit haben die Aufmerksamkeit in der Branche offenbar erhöht: Bereits nach dem tödlichen Unfall in Klotten hatte der Europa–Park mitgeteilt, Fahrgeschäfte sind insgesamt „hochsichere Anlagen“, die 365 Tage im Jahr für je 10 Stunden am Tag in Betrieb seien. Die Sicherheit hat für Hersteller und Betreiber immer Priorität. Doch eine 100–prozentige Sicherheit für Fahrgeschäfte kann es nicht geben.


