• Wie ist die Corona-Lage in Deutschland am Montag, 21.12.?
Eine Mutation des Coronavirus beschäftigt derzeit Forscher: Die neue Variante wurde in Großbritannien entdeckt und ist nach ersten Erkenntnissen deutlich ansteckender, als das bisher bekannte Virus. Boris Johnson, Premier von Großbritannien, verhängte daraufhin eine strenge Ausgangssperre in London und Südostengland. In den Niederlanden dürfen vorerst keine Flugzeuge mehr aus dem Königreich landen, Deutschland prüft diese Option jetzt auch.
Doch es gibt auch gute Nachrichten: So wurde am Wochenende bekannt, dass der Bund mehr Impfdosen sicher konnte als zunächst geplant. Die ersten Impfungen in Deutschland sollen am 27. Dezember starten.

London

Corona Zahlen Deutschland heute: Das sind die aktuellen Werte laut RKI

Wie steht es heute um das Infektionsgeschehen in der Bundesrepublik? Das Robert Koch-Institut aktualisiert jeden Tag die Angaben zu den Corona-Zahlen in Deutschland. Das sind die Neuinfektionen, die Todesfälle, die 7-Tage-Inzidenz und die Genesenen am Montag, den 21.12.2020:
  • Neuinfektionen: Wie das RKI am Morgen bekanntgab, haben sich innerhlab von 24 Stunden 16.643 Menschen neu mit dem Coronavirus infiziert. Außerdem meldet auch „Zeit Online“ täglich die aktuellen Fallzahlen. Laut Zeit Online gibt es heute sogar 20.830 Neuinfektionen. Die Zahlen von Zeit Online basieren auf den direkten Angaben aus den Landkreisen. Sie sind weniger als die Statistiken des Robert Koch-Instituts von verzögerten Meldeketten betroffen und können deshalb abweichen.
  • Infizierte: Insgesamt haben sich seit Beginn der Pandemie deutschlandweit und nach jüngsten Angaben des RKI 1.510.652 Menschen mit dem Virus angesteckt.
  • Todesfälle: In Deutschland sind 26.275 Menschen mit oder an Corona gestorben. 226 Menschen also mehr, als am Tag zuvor.
  • Genesene: Die Zahl der Genesenen beträgt, so das RKI, 1.115.400.
  • R-Wert: Das RKI gibt in seinem aktuellen Lagebericht ein so genanntes Sieben-Tage-R an. Dieser Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Dieser Wert wurde heute mit 1,04 (Vortrag: 1,06) angeben. Der Wert sei aber aufgrund von noch ausstehenden Datenermittlungen nur eingeschränkt verwertbar. Er bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt der Wert für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.
  • 7-Tage-Inzidenz: Die Zahl der binnen sieben Tagen an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (7-Tage-Inzidenz) gab das RKI am Montag mit 197,1 an. Das ist der höchste Stand seit Beginn der Pandemie.

Corona Zahlen Deutschland: Werte für Land- und Stadtkreise

Wer sich auch für die Zahlen einzelner Land- und Stadtkreise interessiert, kann sich auf dem Dashboard des RKI über das Infektionsgeschehen einzelner Regionen informieren. Auch werden hier die Werte für die Bundesländer angezeigt. Das Dashboard ist eine interaktive Karte.

Aktuelle Corona-Zahlen in BW - Neuinfektionen, Inzidenz, Tote, Genesene heute

Welche Corona-Zahlen meldet das Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg aktuell? Alle Werte zu Inzidenz, Zahl Neuinfektionen und Toten am 20.12.2020 in BW.

Inzidenz und Neuinfektionen - Die wichtigsten Kennzahlen der Corona-Pandemie erklärt

Seit Beginn der Corona-Pandemie werden jeden Tag Zahlen veröffentlicht, die den Verlauf nachzeichnen sollen. Hier die Erklärung, welche Zahlen was bedeuten.

Reproduktionszahl (R-Wert)

Die Reproduktionszahl - oder kurz R-Wert - beschreibt, wie viele Menschen ein Infizierter während seiner Erkrankung ansteckt. Liegt die Zahl über eins, breitet sich eine Krankheit immer weiter in der Bevölkerung aus. Je weiter sie sich von der eins entfernt, desto schneller und bedrohlicher verläuft der Trend. Dabei handelt es sich aber immer nur um eine pauschale bundesweite Lageeinschätzung.
Es gibt außerdem gewisse Ungenauigkeiten durch Meldeverzüge und andere Faktoren. In Deutschland schwankt der Wert nach Schätzungen des RKI derzeit um eins. Nach Angaben der Experten dort gilt das schon als Erfolg und weist darauf hin, dass Gegenmaßnahmen zur Kontaktreduzierung wirken. Diese verringern die Chance, dass ein Infizierter weiterer Menschen ansteckt und drücken so den R-Wert. Sonst könnte dieser durchaus bei drei oder vier liegen.

Neuinfektionen

Der R-Wert allein sagt nicht unbedingt etwas aus über die Dramatik der gesamten Entwicklung. Sie ergibt sich erst aus der Kombination mit der Zahl der täglichen oder wöchentlichen Neuinfektionen. Der Grund ist einfach: Bei gleichem R-Wert macht es einen gewaltigen Unterschied, ob täglich 50.000 Ansteckungen hinzukommen oder einige hundert. Die Ausbreitungsdynamik ist theoretisch gleich, belastet die Kapazitäten der Gesundheitssysteme im Fall der höheren Zahlen allein durch die schiere Masse aber mit wesentlich größerer Wucht.
In Deutschland bewegt sich die Zahl der täglichen Neuinfektionen inzwischen zwischen 12.000 und 30.000 Fällen. Das ist ein extremer Anstieg in relativ kurzer Zeit. Noch Anfang Oktober lag die Zahl der täglich neu gemeldeten Fälle laut RKI bei nur tausend bis 4000. In anderen europäischen Ländern ist die Entwicklung noch dramatischer.

Siebentage-Inzidenz

Die sogenannte Siebentageinzidenz ist ein zentraler Maßstab, um die Infektionsdynamik in einem bestimmten Gebiet zu beurteilen und über Gegenmaßnahmen zu entscheiden. Sie wird in Deutschland auf Gemeinde- oder Landkreisebene erfasst und drückt aus, wie viele Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den zurückliegenden sieben Tagen registriert wurden.
Dahinter verbergen sich aber regional unterschiedliche Trends. Als wesentliche Schwelle zur Einführung strengerer Eindämmungsmaßnahmen wurde in Deutschland ein Inzidenzwert von 50 eingeführt, der inzwischen fast flächendeckend aber deutlich überschritten wurde.

Schwere Verläufe und Intensivbettenbelegung

Letztlich entscheiden nicht die Fallzahlen allein darüber, wie gut ein Land die Pandemie bewältigen kann. Von entscheidender Bedeutung ist vielmehr, ob die Kapazitäten des Gesundheitssystems ausreichen, um die Erkrankten zu behandeln. Deshalb beobachten Experten und Politik sehr genau, wie sich die Zahl der schweren Verläufe und der verfügbaren Behandlungsplätze entwickelt.
Erstere wird vor allem dadurch beeinflusst, wie sich das Virus innerhalb der Risikogruppen verbreitet, bei denen schwere Verläufe viel wahrscheinlicher sind. Besonders genau betrachtet wird die Anzahl der Intensivpatienten, die lebensbedrohlich erkrankt sind. Kapazitäten in diesem Bereich sind immer begrenzt, allein schon mit Blick auf das Fachpersonal.
Die Zahl ist auch noch aus anderem Grund ein wichtiger Maßstab bei Entscheidungen über die Eindämmungsmaßnahmen: Es gibt dabei keine Dunkelziffer. Anders als bei Meldezahlen zu Infektionen, die auch durch Teststrategien beeinflusst werden, gibt es bei den künstlich beatmeten Intensivpatienten in Kliniken keine „Untererfassung“. Zu beachten ist aber ein Zeitverzug von zwei Wochen. So lange dauert es nach einer Ansteckung, bis sich schwere Verläufe einstellen. Die Zahl der Intensivpatienten hinkt der Infektionsdynamik hinterher.